13.02.2014 | 09:58

Die „Neuen" in der Dorf- und Stadterneuerung

Vier Städte und 13 Orte aus sechs Gemeinden

Die Stadtgemeinden Baden, Groß-Enzersdorf, Mautern an der Donau und Neulengbach starten heuer in die Aktion NÖ Stadterneuerung. Zum ersten Mal dabei ist freilich nur Groß-Enzersdorf, Baden (2006 bis 2009), Mautern (2004 bis 2007) und Neulengbach (2002 bis 2005) absolvieren bereits die zweite Runde der Stadterneuerung. Allen vier Stadtgemeinden gemeinsam ist, dass, aufbauend auf guten Erfahrungen mit Bürgerbeteiligungsprozessen, mit viel Elan, Engagement und Ideenreichtum eine Vielfalt an Themen umgesetzt werden soll.

In der Bezirkshauptstadt Baden mit ihren 25.241 Einwohnern liegt der Schwerpunkt auf der Belebung der Innenstadt, wobei die Erarbeitung eines durchgängigen Grünraum- und Gestaltungskonzeptes für öffentliche Bereiche einen wichtigen Teil darstellt. Außerdem sollen Maßnahmen zur Sichtbarmachung der Kultur in Baden gesetzt werden. Weitere Themen sind die Verkehrssicherheit, vor allem für Schulkinder, und die Einbeziehung der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen (Interessensgruppen, Ortsteile etc.).

Auch in Groß-Enzersdorf (5.492 Einwohner) ist eine lebenswerte und attraktive Innenstadt, die sowohl zum Verweilen, Flanieren und Kommunizieren einlädt als auch für alle Generationen Anziehungspunkte sowie einen barrierefreien Zugang bietet, das Kernthema. Ausgearbeitet wurden vorerst folgende Themen und Projekte: Gestaltung der Freiflächen und des Straßenraums im Zentrum, Erholung und Freizeit rund um die Stadtmauer, Photovoltaik an öffentlichen Gebäuden unter dem Motto „Energisches Groß-Enzersdorf" sowie klimafreundlicher Verkehr inklusive Radrouten, Next Bike und Car-Sharing.

In der Stadtgemeinde Mautern an der Donau mit ihren 3.500 Einwohnern ging es in der ersten Stadterneuerungsperiode vor allem um die Aufbereitung des kulturhistorischen Erbes. Nunmehr bilden die Zentrumsbelebung und der Leerstand im Zentrum sowie der Verkehr aktuelle Herausforderungen im Stadtentwicklungsprozess, ebenso lässt das touristische Potenzial noch viel Platz für neue Ideen.

In der Gemeinde Neulengbach (7.847 Einwohner), die im Jahr 2000 das Stadtrecht verliehen bekam, stehen neben der Nutzung des Alten Rathauses auch Maßnahmen zur Stärkung des Stadtzentrums um Haupt- und Kirchenplatz auf der Agenda. Hier soll auch die Wirtschaft mit geeigneten Maßnahmen unterstützt, die Barrierefreiheit überprüft und die Anbindung für den Rad- und Fußgängerverkehr neu überdacht werden. Ergänzend werden auch Prozesse zur Entwicklung von Projekten für Kinder und Jugendliche angedacht, die Kultur soll ebenfalls einen wichtigen Aspekt zur Stärkung des Zentrums beitragen.

Zudem sind mit Beginn des Jahres 13 Orte aus sechs Gemeinden in die Aktivphase der NÖ Dorferneuerung gestartet. Nach erfolgreichem Abschluss der Leitbild- bzw. Evaluierungsphase und der Erarbeitung von Projektideen gemeinsam mit der Ortsbevölkerung beginnt man nun in den Marktgemeinden Allhartsberg (Allhartsberg und Kröllendorf), Irnfritz-Messern (Messern) und Schönberg am Kamp (Fernitz, Oberplank und Plank am Kamp), den Gemeinden Jaidhof (Jaidhof, Eisenbergeramt, Eisengraben, Eisengraberamt und Schiltingeramt) und Münichreith-Laimbach (Laimbach) sowie der Stadtgemeinde St. Valentin (Altenhofen) mit der vierjährigen Umsetzungsphase.

Nähere Informationen bei der NÖ Dorf- und Stadterneuerung unter 02952/4848 und http://www.dorf-stadterneuerung.at/.

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