29.01.2014 | 00:19

1914-Schwerpunkt auf der Schallaburg und in Melk

Kooperation zwischen Ausstellungszentrum, Sommerspielen und Stadt Melk

„Kultur führt zusammen, schafft Erlebnis und Lebensraum", sagte Kurt Farasin, Geschäftsführer der Schallaburg, heute, Mittwoch, 29. Jänner, in Melk, wo eine Kooperation zwischen der Schallaburg, den Sommerspielen Melk und der Stadt Melk in Bezug auf ihre Projekte im Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren vorgestellt wurde. Diese Kooperation umfasst neben einer inhaltlichen Abstimmung auch eine gemeinsame Bewerbung und gegenseitige Ticket-Ermäßigungen.

Für die Schallaburg, wo von 29. März bis 9. November die Schau „Jubel & Elend. Leben mit dem Großen Krieg 1914 - 1918" zu sehen sein wird, hielt Farasin fest, dass das internationale Ausstellungszentrum des Landes auch Bühne für die gesamte Region sei. Mit der - österreichweit gesehen - zentralen Schau zum Ersten Weltkrieg, Kooperationspartner mit jeweils eigenen Ausstellungen sind auch das Schloss Artstetten und das Heeresgeschichtliche Museum Wien, werde die Schallaburg einmal mehr weit über die Grenzen des Landes hinaus Beachtung finden, zeigte sich Farasin hinsichtlich der mit rund 800.000 Euro budgetierten Schau, zu der etwa 150.000 Besucher erwartet werden, überzeugt.

Die Sommerspiele Melk widmen sich heuer dem Stummfilm-Klassiker „Metropolis" von Fritz Lang aus den Jahren 1925/1926, der von Franzobel in Sprache gefasst und am 18. Juni zur Uraufführung gebracht wird (Vorstellungen bis 2. August). Alexander Hauer, künstlerischer Leiter der Sommerspiele Melk, betonte, dabei bewusst auf einen Assoziationsraum im Gegensatz zu der Historizität der Ausstellung zu setzen, und erinnerte daran, dass „Metropolis" nicht nur die „Urkatastrophe" des Ersten Weltkrieges reflektierte, sondern als einer der ersten Science-Fiction-Filme aus heutiger Sicht auch den Zweiten Weltkrieg anklingen ließ. „Vergessen wir nicht, dass vor 70 Jahren die ersten Häftlinge in das KZ Melk gekommen sind", so Hauer.

Dritter Kooperationspartner ist die Stadt Melk, deren Stadtarchiv und Museum die Ausstellung „WoMen at War - k.u.k. Frauenbilder 1914 - 1918" beisteuern. Die Schau in der Galerie der Bezirkshauptmannschaft Melk thematisiere von 30. Juni bis 30. September die Rolle der Frau im Ersten Weltkrieg, beleuchte das Alltagsleben, zeige das sich verändernde Frauenbild und dokumentiere den Paradigmenwechsel vom Vorstoß in Männerberufe bis hin zum Frauenwahlrecht, erläuterte Mag. Paul Magg vom Stadtarchiv und Museum Melk.

Mit einem Ticket der Sommerspiele Melk ist der Eintritt in die Schallaburg kostenlos, umgekehrt sind die Karten bei den Sommerspielen Melk mit einer Eintrittskarte der Schallaburg um 15 Prozent ermäßigt; der Eintritt zur Ausstellung „WoMen at War - k. u. k. Frauenbilder 1914 - 1918" ist frei.

Nähere Informationen in Bezug auf die Schallaburg unter 0664/60 49 96 52, Mag. Florian Müller, e-mail florian.mueller@schallaburg.at und http://www.jubelundelend.at/, die Sommerspiele Melk unter 0664/604 99-566, Mag. Katharina Spielleuthner, e-mail katharina.spielleuthner@wachaukulturmelk.at und http://www.wachaukulturmelk.at/ bzw. die Stadt Melk unter 0676/844 71 51 00, Alexandra Lehensteiner, e-mail alexandra.lehensteiner@stadt-melk.at und http://www.stadt-melk.at/.

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