27.12.2013 | 10:49

Land NÖ fördert Universum-Dokumentation über Prinz Eugen

Pröll: Prägte Europa und seine Beziehungen zu Asien

Eine Universum-Dokumentation über Prinz Eugen und seine Auseinandersetzung mit dem Osmanischen Reich wird an mehreren Standorten in Niederösterreich gedreht. Die NÖ Landesregierung hat auf Initiative von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll beschlossen, die Herstellung des Filmes mit einer Förderung in der Höhe von 100.000 Euro zu unterstützen. „Der Militärstratege und Kunstmäzen Prinz Eugen führte den Vielvölkerstaat der Habsburger in kriegerische Auseinandersetzungen, aber auch in weiterer Folge zu Handelsbeziehungen und Kulturimporten mit dem Osmanischen Reich, die Europa und seine Beziehungen zu Asien nachhaltig prägten. Diese hochwertige TV-Dokumentation vermittelt die bewegenden Geschichtsereignisse, deren Auswirkungen noch heute spürbar sind", so Landeshauptmann Pröll.

In der zweiteiligen Universum-Produktion „More Than Enemies - Prinz Eugen von Savoyen und das osmanische Reich" treffen mit dem christlich barocken Imperium und Vielvölkerstaat der Habsburger und dem muslimisch geprägten osmanischen Reich mit seinen asiatischen Wurzeln zwei Welten aufeinander. War das Verhältnis beider Supermächte ursprünglich von kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt, beeinflussten und befruchteten sich beide Kulturen in weiterer Folge gegenseitig stark, beispielsweise im Hinblick auf Mode, Kaffeekultur, Buchdruck, Technik und medizinisches Wissen. Die zahlreichen Facetten dieser politischen und kulturellen Wechselwirkung werden anhand aufwändiger, miteinander verwobenen Porträts zweier Hauptprotagonisten beleuchtet: Prinz Eugen, einem mächtigen Militärstrategen und über die Epoche hinaus prägenden Kunstmäzen, sowie der mächtigsten Frau des osmanischen Reichs, Emetullah Rabia Gülnus Sultan, die als Mutter des Sultans Mustafa II. zu ungeheurem Reichtum und weitreichendem, strategischem Einfluss kam.

Der erste Teil des Historiendramas kreist um die Themen Wien und die Türken, die Kämpfe in Ungarn und auf dem Balkan und die Entscheidung bei Zenta. Der zweite Teil behandelt den Spanischen Erbfolgekrieg, die osmanische Tulpenzeit, die letzten Kämpfe und den heimlichen Kaiser, Prinz Eugen, bis zu seinem Tod 1736.

Zu sehen sein wird der Dokumentarfilm voraussichtlich gegen Ende des kommenden Jahres in ORF und ARTE. Wesentliche Drehorte sind Schloss Hof, Schloss Niederweiden und Schloss Eckartsau mit seiner originalen Inneneinrichtung aus der Zeit Prinz Eugens. Der Niederösterreich-Effekt liegt durch die Ausgabeneffekte bei dem Dreifachen der eingesetzten Förderung.

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