27.11.2013 | 11:39

Neues Projekt gegen Jugendgewalt gestartet

Wilfing: Vorbeugen, Prävention und Persönlichkeitsbildung verhindern Gewalt

Präsentation des Jugendgewaltpräventionsprojektes \"All Right - alles was Recht ist\": Generalmajor Gerhard Lang vom Bundeskriminalamt, Nikolaus Rausch vom Gymnasiums Biondekgasse Baden, Landesrat Mag. Karl Wilfing, Cornelia Hofmann vom Gymnasiums Biondekgasse Baden und NÖ Landespolizeidirektor Dr. Franz Prucher (v.l.n.r.)
Präsentation des Jugendgewaltpräventionsprojektes \"All Right - alles was Recht ist\": Generalmajor Gerhard Lang vom Bundeskriminalamt, Nikolaus Rausch vom Gymnasiums Biondekgasse Baden, Landesrat Mag. Karl Wilfing, Cornelia Hofmann vom Gymnasiums Biondekgasse Baden und NÖ Landespolizeidirektor Dr. Franz Prucher (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Das Land Niederösterreich und das Bundeskriminalamt arbeiten bei Prävention gegen Jugendgewalt eng zusammen. Nun wurde gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Biondekgasse Baden ein neues Präventionsprojekt mit dem Titel „All Right - alles was Recht ist!" entwickelt, das heute, Mittwoch, 27. November, in St. Pölten präsentiert wurde.

„Mit diesem Projekt erhält die Gewaltprävention in Niederösterreich ein neues Gesicht. Rund zehn Prozent unserer Schülerinnen und Schüler werden mit körperlicher Gewalt konfrontiert, rund zwölf Prozent geben an, Mobbing ausgesetzt zu sein, und jeder zweite Jugendliche erlebt verbale Gewalt", so Landesrat Mag. Karl Wilfing, der auch betonte: „Aus diesen Gründen setzen wir uns als Bundesland Niederösterreich in der Jugendarbeit mit dem Phänomen Gewalt auseinander. Vorbeugen, Prävention und Persönlichkeitsbildung bieten die besten Voraussetzungen, um Gewalt zu verhindern. Jugendliche, die in Vereinen und Gemeinschaften verankert sind, entwickeln viel leichter Handlungsstrategien für ein Miteinander ohne Gewaltanwendung."

Die wichtigsten Anlaufstellen für Betroffene seien Kinderschutzzentren, Krisenschutzzentren, Familienberatungseinrichtungen, Gewaltschutzzentren und die Kinderschutzgruppen in den NÖ Landeskrankenhäusern, führte Wilfing weiter aus. Das Besondere an „All Right - alles was Recht ist" sei, dass dieses Projekt zusammen mit Jugendlichen erarbeitet wurde, meinte der Landesrat abschließend.

Generalmajor Gerhard Lang vom Bundeskriminalamt meinte: „Kriminalitätsbekämpfung ist ein ganz wichtiger Teil der Arbeit der Polizei. Aber auch das Verhindern von Straftaten ist ein wichtiges Ziel. Jedes Delikt das nicht begangen wird, muss nicht untersucht werden, muss nicht geklärt werden und hat keine Opfer. Daher ist es wichtig zu verhindern, dass Jugendliche zu Tätern werden."

NÖ Landespolizeidirektor Dr. Franz Prucher betonte: „Bei diesem Projekt ist es uns ein Anliegen gewesen, die Sprache der Jugendlichen zu finden. Dabei werden typische ‚Jugenddelikte‘ behandelt, wie Diebstahl, Sachbeschädigung, Mobbing, die im Alltag der Jugendlichen vorkommen können. Für die Aufarbeitung der Themen ist ein Zeitbedarf von mindestens vier Unterrichtseinheiten pro Klasse erforderlich."

Schulen die Interesse an „All Right - alles was Recht ist!" haben, können den Kontakt mit der Polizeibehörde unter der Telefonnummer 059 133 aufnehmen. Die Beamtinnen und Beamten der Kriminalprävention treten anschließend mit der Schule in Kontakt, besprechen den Projektablauf und fixieren den Termin. Durch die Unterrichtseinheiten in der Klasse führen die Präventionsbeamtinnen und Präventionsbeamten. Eine abschließende Nachbearbeitung der Themen durch das Lehrpersonal ist sinnvoll und möglich.

Nähere Informationen: Büro LR Wilfing, Florian Liehr, Telefon 02742/9005-12324, e-mail florian.liehr@noel.gv.at, www.bmi.gv.at/praevention.  

 

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