26.09.2013 | 14:52

Gas-Trainingszentrum in der Landesfeuerwehrschule Tulln erweitert

Mikl-Leitner, Pernkopf: Optimale Ausbildung garantiert rasche und richtige Hilfe im Ernstfall

EVN Vorstandssprecher Dr. Peter Layr, Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner bei der Inbetriebnahme der Übungsstraße für Erdgasgebrechen (v.l.n.r.
EVN Vorstandssprecher Dr. Peter Layr, Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner bei der Inbetriebnahme der Übungsstraße für Erdgasgebrechen (v.l.n.r.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Unfälle mit austretendem Gas können schwerwiegende Folgen haben, nicht zuletzt auch für die Einsatzkräfte vor Ort. Um derart gefährliche Einsatzszenarien realitätsnahe zu üben, wurde am Gelände der NÖ Landes-Feuerwehrschule in Tulln ein europaweit einzigartiges Gastrainingszentrum für die Rettungskräfte von Feuerwehr und EVN errichtet, das nun in den letzten zwei Jahren um eine Übungsstraße erweitert wurde. Die Gesamtkosten dafür betrugen knapp 1 Million Euro.

„Mit der Inbetriebnahme dieser hochmodernen Übungsstraße für Erdgasgebrechen ist die Voraussetzung gegeben, dass sich die Blaulichtorganisationen, insbesondere die Feuerwehr, noch besser als bisher auf Gefahrensituationen vorbereiten können", sagte Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner. „Ein Blick in die Statistik zeigt uns, dass diese Übungsstraße notwendig ist, allein in Niederösterreich werden rund 250.000 Haushalte mit Gas versorgt", so die Bundesministerin. Der für den Katastrophenschutz zuständige Landesrat Dr. Stephan Pernkopf ergänzte: „Wir gehen hier in Tulln einen europaweit einzigartigen Weg, weil die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr gemeinsam mit dem Energieversorger praxisnah den Ernstfall üben können. Die optimale Ausbildung ist wesentlich, um im Ernstfall rasch und richtig handeln und helfen zu können."

Die Kooperation zwischen der NÖ Landes-Feuerwehrschule in Tulln und EVN ermöglicht die Aus- und Weiterbildung unter realen Bedingungen: Jährlich werden nun mehr als 300 EVN Mitarbeiter auf der neu errichteten Schulungsstrecke am Gelände der NÖ Landes-Feuerwehrschule das Löschen von Gasbränden und Gasspüren im Freien üben. Die Ausbildung der Mitarbeiter wird dabei so realitätsnah als möglich gestaltet. Im Übungsbetrieb werden daher unter kontrollierten Bedingungen verschiedene Szenarien von Gasgebrechen dargestellt. „Diese Praxisschulungen bilden den Kern des Aus- und Weiterbildungsprogramms für den Störungsdienst der EVN", so EVN Vorstandssprecher Dr. Peter Layr.

Auch Ausbildner und Teilnehmer der Feuerwehrschule können die Übungsstraße nutzen und werden dabei von EVN Mitarbeitern unterstützt. „Simuliert wird dabei etwa das Szenario, dass ein Auto einen Gaszählerkasten beschädigt. Dabei muss die Feuerwehr unter Erdgasaustritt die Unfallstelle absichern und den Lenker sicher bergen", erklärt Landesfeuerwehrkommandant Dieter Fahrafellner.

Bereits seit mehr als zwei Jahren ist das Gastrainingszentrum in Betrieb. In jedem Raum des Übungshauses wurden Gasleitungen verlegt, die durch künstliche Lecks manipuliert werden können. Den zu schulenden Einsatzkräften von Feuerwehr und EVN bietet sich ein Szenario, das sich zu 100 Prozent mit einem realen Einsatzbild vergleichen lässt. Schritt für Schritt müssen sie vorgehen, um eine drohende Katastrophe abzuwenden. Es gilt nicht nur die tatsächlich aufgetretene Gaskonzentration zu messen, in der Folge das Leck zu suchen und das Gebäude zu belüften oder entlüften. Die Helfer müssen das Gebäude, geschützt durch Atemschutzgeräte, auch nach vermissten Personen durchsuchen.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, Telefon 02742/9005-15473, e-mail lr.pernkopf@noel.gv.at.

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