16.09.2013 | 11:13

Roadshow „Cyber Security Information" in St. Pölten

Mikl-Leitner, Bohuslav: Informieren Bevölkerung und Unternehmen über die IT-Kriminalität

Im ersten Halbjahr 2013 wurden in ganz Österreich im Bereich der IT-Kriminalität über 6.400 Delikte zur Anzeige gebracht. Aus diesem Grund wurde die Roadshow „Cyber Security Information" gestartet, die kürzlich auch in St. Pölten Station machte. Die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung übernahmen die Wirtschaftsagentur ecoplus, die Wirtschaftskammer Niederösterreich, die Industriellenvereinigung Niederösterreich und die Landespolizeidirektion Niederösterreich in Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und dem Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ).

Die Kriminalität im Internet boomt, Europol geht von einem weltweiten jährlichen Schaden von rund 750 Milliarden Euro durch Spams, Viren, Passwort-Missbrauch, Social Engineering etc. aus. „Diese Entwicklung ist selbstverständlich alles andere als erfreulich. Wir stehen aber nicht still, sondern reagieren mit Maßnahmen wie dieser Roadshow. Es ist unerlässlich, die Bevölkerung und speziell auch die Unternehmen  über die weitreichenden Gefahren zu informieren", so Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner. „Im Rahmen der Gesamtstrategie ‚Cybercrime‘ haben wir mittlerweile 105 Bezirks-IT-Ermittler in Österreich, 24 davon in der Landespolizeidirektion Niederösterreich", sagt Mikl-Leitner.  

„Im Rahmen unseres Unternehmerdialogs ist uns aufgefallen, dass das Thema Cyberkriminalität die niederösterreichischen Unternehmer beschäftigt", erklärt Wirtschafts-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav. „Wir haben bereits im letzten Winter vier  Workshops im ganzen Land veranstaltet, um diesen relativ jungen Kriminalitätszweig zu thematisieren. Denn sichere Daten schützen das Know-how unserer innovativen Firmen, sparen Kosten für die Unternehmerinnen und Unternehmer und stärken damit den Wirtschaftsstandort Niederösterreich."

Auch die Wirtschaftskammer Niederösterreich setzt Präventionsmaßnahmen und unterstützt die Unternehmen. „Wir haben etwa eine Kooperation mit dem Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb gestartet, der aktiv wird, wenn Mitgliedsbetriebe via Internet abgezockt werden sollen", so Präsidentin Sonja Zwazl. Auch die Industriellenvereinigung Niederösterreich ist bestrebt Maßnahmen zu unterstützen, die Cyber-Angriffe und digitale Wirtschafts- und Industriespionage verhindern, denn sie können gerade in einem so hoch entwickelten Wirtschaftsstandort wie Österreich enorme Schäden anrichten. „Wir versuchen für Betriebe Lösungen zu erarbeiten, um sich vor dieser Gefahr aus dem Netz bestmöglich zu schützen", sagt Präsident Johann Marihart.

„Die Landespolizeidirektion Niederösterreich hat rechtzeitig auf die Zunahme dieser Kriminalitätsform Maßnahmen ergriffen, in dem vermehrt Spezialisten auf dem Gebiet der Cyberkriminalität geschult wurden. Aber auch die Präventionsarbeit in diesem Deliktsfeld stellt einen wesentlichen Faktor der Polizeiarbeit dar. Vor allem die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, wie zum Beispiel mit der Wirtschaftskammer, ist unerlässlich, um erfolgreich diesem Deliktsphänomen begegnen zu können", so Landespolizeidirektor Dr. Franz Prucher.

Nähere Informationen: Büro LR Bohuslav, Mag. Lukas Reutterer, Telefon 02742/9005-12026, e-mail lukas.reutterer@noel.gv.at, bzw. Wirtschaftsagentur ecoplus, Mag. Gregor Lohfink, Telefon 02742/9000-19616, e-mail g.lohfink@ecoplus.at, http://www.ecoplus.at/.

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