16.09.2013 | 10:41

Stift Zwettl feiert 875-Jahr-Jubiläum und Abschluss der Renovierung

Präsident Penz: „Eine Seele der Waldviertler Kulturlandschaft"

Stift Zwettl steht heuer ganz im Zeichen des 875-Jahr-Jubiläums. Dieses Jubiläum wurde am Sonntag, 15. September, mit einem Pontifikalhochamt und einem Festakt in der Stiftskirche gefeiert. Der Festakt bildete zugleich den Abschluss der Renovierung der Stiftskirche.

"Stift Zwettl legt nicht nur Zeugnis ab von der frühen Besiedlung dieser Region, sondern ist auch ein Ort der Bewahrung und der Veränderung. Ein Ort, wo Geschichte und Tradition gepflegt und Reformen in der Zeit und für die Zeit entstanden sind", sagte Landtagspräsident Hans Penz in seiner Festrede.

Mit der Sanierung der Stiftskirche zolle das Stift und alle, die mitgeholfen hätten, diesem einzigartigen Juwel Respekt, so der Landtagspräsident. Die 2006 begonnene Generalrestaurierung wurde vor kurzem abgeschlossen. Im Zuge der umfassenden Restaurierungsarbeiten wurden in der Stiftskirche die Kreuzrippengewölbe und Säulen ebenso renoviert wie der Hochaltar und die 15 Seitenaltäre, Teile der Fassade und des Daches, die historischen Glasfenster und die berühmte Egedacher Orgel. Auch die Schatzkammer des Zisterzienserstiftes wurde neu gestaltet.

„Denkmäler wie Stift Zwettl gehören zur Seele der Waldviertler Kulturlandschaft; sie sind Impulsgeber für eine positive geistige, kulturelle und letztendlich nachhaltige Entwicklung der Region", so Penz.

Das Pontifikalhochamt wurde von Erzbischof Dr. Peter Stephan Zurbriggen, dem Apostolischen Nuntius in Österreich, zelebriert - im Beisein von Pröpsten, Äbten und Diözesanbischof Klaus Küng. Zurbriggen bezeichnete das Stift als „einen Ort des gelebten Glaubens".

Stift Zwettl besteht ohne Unterbrechung seit seiner Gründung im Jahr 1138 und ist damit nach dem Stift Rein und Stift Heiligenkreuz das drittälteste existierende Zisterzienserkloster weltweit. Im 18. Jahrhundert erfuhr die Klosteranlage eine massive Barockisierung; in dieser Zeit wurde unter anderem die barocke Westturmfassade von Joseph Munggenast errichtet. Auch die Stiftsbibliothek, für deren farbenprächtige Deckenfresken der Barockmaler Paul Troger verantwortlich war, stammt aus dieser Zeit. Die Kosten für die Restaurierung der Stiftskirche werden mit rund sieben Millionen Euro beziffert.

 

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