26.08.2013 | 09:18

„Zusammenhalt im Land ist stärker als das Hochwasser"

LH Pröll: Hochwasserschutz wird um vier Jahre schneller als geplant umgesetzt

Das Wetter schlägt in diesem Sommer wilde Kapriolen: Vor rund zwei Monaten hatte man in Niederösterreich mit einem neuerlichen Jahrhunderthochwasser an der Donau zu kämpfen, wenige Wochen darauf kam die extreme Dürre, von der besonders die Landwirtschaft betroffen ist. Die Aufarbeitung des Hochwassers 2013 läuft unvermindert weiter. „Wer schnell hilft, hilft doppelt. Darum wurden mittlerweile rund acht Millionen Euro an Schadensgeldern ausbezahlt. Damit wollen wir den Betroffenen wieder Mut und Zuversicht geben", sagte dazu Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Sonntag in der Radiosendung „Forum Niederösterreich".

Das Hochwasser 2013 hat aber auch gezeigt, dass sich die Maßnahmen für den Hochwasserschutz rechnen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Stadtgemeinde Ybbs. Dort hat der Schaden im Jahr 2002 noch 39 Millionen Euro betragen, heuer ist man praktisch schadensfrei geblieben, denn in der Zwischenzeit wurde ein Hochwasserschutz mit Gesamtkosten von 24 Millionen Euro errichtet. Nun setzen Land und Bund gemeinsam einen weiteren wichtigen Schritt für den Hochwasserschutz in Niederösterreich. Der Hochwasserschutz an der Donau werde um vier Jahre schneller als ursprünglich geplant umgesetzt, so sollen die Projekte entlang der Donau bereits bis 2019 errichtet werden, informierte Landeshauptmann Pröll: „Dafür werden wir insgesamt 216 Millionen Euro investieren. Wir schaffen damit mehr Sicherheit für die betroffenen Bewohner, und wir setzen damit auch einen wichtigen Impuls für Wirtschaft und Arbeitsmarkt."

Zehn Hochwasserschutzprojekte entlang der Donau konnten bereits fertiggestellt werden, etwa in Ybbs, aber auch in Spitz oder Weißenkirchen. 14 weitere Hochwasserschutzprojekte sind im Bau, in Planung oder in Vorbereitung, etwa in Melk, Emmersdorf oder Korneuburg.

„Der Zusammenhalt im Land ist stärker als das Hochwasser. Tausende Einsatzkräfte und Freiwillige standen rund um die Uhr im Einsatz. Der Familiensinn in Niederösterreich zeigt sich aber auch bei der Spendenbereitschaft, denn es sind insgesamt 1,8 Millionen Euro an Spenden eingegangen", so Landeshauptmann Pröll abschließend.


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