30.07.2013 | 15:03

Aktuelle VCÖ-Umfrage zur „Radlerzufriedenheit" in Niederösterreich

Pernkopf: Ergebnis zeigt, dass Maßnahmen wirken

Immer mehr Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher steigen auf das Rad um, weil sie Radfahren für umweltfreundlicher, gesünder und kostengünstiger als Autofahren halten. Das ergab eine aktuelle VCÖ-Umfrage in Niederösterreich, die kürzlich veröffentlicht wurde.

„Die Initiative ‚RADLand Niederösterreich‘ hat zu diesem Erfolg wesentlich beigetragen. Mit dieser Kampagne möchten wir die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher fürs ‚Alltagsradln‘ begeistern, und es freut mich zu sehen, dass uns das wirklich sehr gut gelingt. Wer die täglichen Wege mit dem Rad zurückzulegt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz", so Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf. 

Laut der Umfrage treten heuer vier von zehn Niederösterreichern häufiger in die Pedale als im Vorjahr. Etwa neun Prozent der Alltagswege werden mittlerweile mit dem Rad zurückgelegt. „Niederösterreichs Gemeinden werden als radfahrfreundlicher erlebt. Bereits mehr als die Hälfte der Befragten ist mit den Bedingungen für das Radfahren in ihrem Wohnort zufrieden, aber es gibt auch noch einiges zu verbessern: Fast zwei Drittel sagen, es gibt zu wenig Stellplätze für Fahrräder. Im ländlichen Raum sollte man zumindest von jeder Siedlung aus den nächstgelegenen Ort auf einem Radweg erreichen können", fasst VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer die Ergebnisse der diesjährigen VCÖ-Radfahr-Umfrage für Niederösterreich zusammen.

Das Land Niederösterreich investiert jährlich rund 1,5 Millionen Euro, um Gemeinden beim Ausbau der Radverkehrs-Infrastruktur zu unterstützen. Dabei werden Radwege verbessert, das Netz zwischen den Gemeinden ausgebaut sowie Radbrücken etc. verwirklicht. Die Errichtung von ausreichend vielen und qualitativ hochwertigen Fahrradabstellanlagen zählt ebenfalls zu den Zielen, um die Zufriedenheit der Radfahrer in Niederösterreich weiter zu steigern. Auch gibt es in Niederösterreich mit „nextbike" das größte europäische Fahrradverleihsystem. Trotz schlechten Wetters zu Beginn der Radsaison wurden heuer bereits um 20 Prozent mehr „nextbike"-Räder ausgeliehen.

Mag. Gerald Franz, Mobilitätsexperte der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich, sagt dazu: „Es zeigt sich, dass sich die Bedingungen für die Radlerinnen und Radler verbessert haben, weil der Radverkehr in Niederösterreich über Jahre gefördert und die Infrastruktur ausgebaut wurde. Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung in den Gemeinden, Bildungseinrichtungen und der Bevölkerung haben ihren Teil dazu beigetragen."

Zum Konzept der Initiative „RADLand Niederösterreich" gehören zum Beispiel regelmäßige Schulungen für Experten und Entscheidungsträger, die im Rahmen der RADLakademie angeboten werden. Außerdem zeichnet RADLand Vorzeigeprojekte aus und ruft Wettbewerbe wie das KilometerRADLn ins Leben, um mehr Menschen für das Radfahren zu begeistern. Plant eine Kommune eine Veranstaltung für RadlerInnen, wird sie dabei von RADLand unterstützt. 

Nähere Informationen bei der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag zwischen 9 und 15 Uhr bzw. am Mittwoch von 9 bis 17 Uhr) unter der Telefonnummer 02742/219 19 bzw. unter e-mail energieberatung@enu.at, http://www.radland.at/ und http://www.enu.at/.

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