01.07.2013 | 13:43

Sammelaktion zur Schallaburg-Ausstellung 2014 abgeschlossen

Insgesamt 4.500 private Objekte für „Jubel & Elend" angeboten

Im Auftrag der Abteilung Kunst und Kultur des Amtes der NÖ Landesregierung führte das Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung eine Sammelaktion für die Ausstellung „Jubel & Elend. Leben mit dem Großen Krieg. 1914 - 1918" von 29. März bis 9. November 2014 auf der Schallaburg durch. Am Freitag, 28. Juni, auf den Tag genau 99 Jahre nach dem Attentat von Sarajewo, ging die Sammelaktion persönlicher Erinnerungsstücke aus der Zeit des Ersten Weltkriegs nun zu Ende.

„In knapp sieben Wochen Laufzeit erreichten das Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung rund 900 Anrufe, über 150 Mails und zahlreiche Postsendungen. Insgesamt wurden 4.500 private Objekte für die Ausstellung auf der Schallaburg angeboten, von denen bereits 2.500 in einer wissenschaftlichen Datenbank erfasst sind", bilanziert Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. „Damit ist diese Sammelaktion auch die bisher erfolgreichste, die das Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung im Auftrag des Landes Niederösterreich durchgeführt hat. Ich danke dem Team des Instituts für sein großes Engagement rund um die Sammelaktion", so der Landeshauptmann.

„Wir bekamen Gegenstände angeboten wie eine Feldtasche oder eine Taschenuhr, die ihren Besitzern das Leben gerettet haben, weil sie Patronen abwehrten. Musikinstrumente, die an der Front dabei waren, finden sich ebenso unter den Erinnerungsstücken wie kunsthandwerkliche Erzeugnisse aus der Kriegsgefangenschaft, Mannschaftskisten, Uniformen, Kriegskochbücher oder Tagebücher, die vom Alltag an den verschiedenen Fronten und der Kriegsgefangenschaft erzählen", so Univ.Prof. Dr. Stefan Karner, Leiter des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung.

Mit Zustimmung der beteiligten Personen werden die angebotenen Objekte zur Zeit in eine wissenschaftliche Datenbank eingearbeitet, die damit zu einem großen Wissensarchiv zum Thema Erster Weltkrieg wird und auch in Zukunft Forschungs- und Ausstellungszwecken zur Verfügung stehen soll. Über den Sommer werden die Objekte nun gesichtet und jene ausgewählt, die bei der Ausstellung „Jubel & Elend" zu sehen sein werden.

Obwohl die Sammelaktion offiziell abgeschlossen ist, können auch jetzt noch Objekte per e-mail unter sammelaktion@schallaburg.at oder postalisch an das Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung, Außenstelle Raabs an der Thaya, 3820 Raabs an der Thaya, Oberndorf bei Raabs 7, angeboten werden.

Nähere Informationen unter 0664/60 49 96 52, Mag. Florian Müller, e-mail florian.mueller@schallaburg.at und http://www.jubelundelend.at/.

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