24.05.2013 | 00:08

Erste Ergebnisse der „Denkwerkstatt Familie" präsentiert

Schwarz: Menschen in ihrem Wunsch nach Familie unterstützen

Univ. Prof. Dr. Peter Filzmaier, LR Mag. Barbara Schwarz und Mag. Daniela Gehringer-Braun (v.l.n.r.) präsentierten heute in St. Pölten erste Ergebnisse der \"Denkwerkstatt Familie\".
Univ. Prof. Dr. Peter Filzmaier, LR Mag. Barbara Schwarz und Mag. Daniela Gehringer-Braun (v.l.n.r.) präsentierten heute in St. Pölten erste Ergebnisse der \"Denkwerkstatt Familie\".© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

In den Räumlichkeiten der NÖ Landesakademie in St. Pölten präsentierten Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, Univ. Prof. Dr. Peter Filzmaier und Mag. Daniela Gehringer-Braun heute, 24. Mai, erste Ergebnisse der im Dezember 2012 gestarteten „Denkwerkstatt Familie". Die „Denkwerkstatt" umfasst insgesamt vier Arbeitskreise, die Ergebnisse der beiden Arbeitskreise „Familienwerte im Wandel" und „Gesellschaftliche Wertschätzung von Familien" wurden dabei vorgestellt.

Univ. Prof. Filzmaier präsentierte die Ergebnisse des Arbeitskreises „Familienwerte im Wandel" und hielt dazu u. a. fest, dass niederösterreichische Jugendliche mit der Familie überwiegend positive Eindrücke verbinden und in schwierigen Situationen mehrheitlich den Eltern vertrauen, dass die Jugendlichen eher meinen, dass Kinder bis zum Alter von drei Jahren zuhause von den Eltern betreut werden sollten, dass eine rund 60-prozentige Bereitschaft zur Teilzeitarbeit besteht, dass über 80 Prozent meinen, dass Kindererziehung ebenso Männersache ist, dass zwei Drittel es befürworten, wenn Eltern sich in der Karenz abwechseln, und dass rund 40 Prozent der Jugendlichen sich vorstellen können, bei ausreichendem Einkommen des Partners oder der Partnerin gerne Hausfrau bzw. Hausmann zu sein.

Mag. Gehringer-Braun betonte im Zusammenhang mit den Ergebnissen des Arbeitskreises „Gesellschaftliche Wertschätzung von Familien" u. a., dass für Kinder Ansprechpartner wichtig sind und Kinder, die über eine sichere Bindungsentwicklung verfügen, sich in Notsituationen Hilfe holen, sozialer und konstruktiver sowie weniger aggressiv sind und eine bessere psychische Stabilität aufweisen. Ebenso betonte sie die Bedeutung von Intuition in der Kindererziehung sowie die des Faktors „Zeit". Weiters führte sie aus, dass es in den vergangenen Jahren in den Familien große Veränderungen gegeben habe, dass „Verantwortungsgefühl", „Toleranz" und „gute Umgangsformen" als wichtige Eigenschaften gelten, die von Kindern erlernt werden sollten, und dass es auch Regeln geben sollte.

„Das Familienbild hat sich gewandelt und ist bunter geworden. Junge Menschen haben Sehnsucht nach Familie und sehen sie als Anker im Leben. Die politische Aufgabe ist es, die Menschen in ihrem Wunsch, Familie zu sein, bestmöglich zu unterstützen und herauszufinden, was die Familien brauchen. Der Erziehungsauftrag kann nicht auf die staatliche Seite übertragen werden, denn die Ausbildung zum Alltag findet in den Familien statt. Die Begleitung von Kindern ist wichtig, ebenso die Wahlfreiheit, es soll keine Zwangskasernierung von Kindern geben. Angebote für die Betreuung von Kindern sollen geschaffen werden, aber Familie muss auch gelebt werden können. Wir wollen den Eltern Mut zum Elternsein machen und es gibt den Appell an die Wirtschaftsunternehmen, flexiblere Modelle zu finden, damit Eltern für die Familie da sein können. Wir müssen weniger über Defizite sprechen, sondern mehr darüber, was Familien alles können", hielt Landesrätin Schwarz im Anschluss an die Berichte aus den Arbeitskreisen fest.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Marion Gabler-Söllner, Telefon 02742/9005-12655, e-mail marion.gabler-soellner@noel.gv.at.

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