26.04.2013 | 13:34

Auszeichnung für Entwicklung des Austrian Institute of Technology

Bohuslav: Holt Technopol Wiener Neustadt international vor den Vorhang

Das Österreichische Patentamt zeichnet mit dem INVENTUM-Preis die besten Erfindungen des Jahres aus. Das am Technopol Wiener Neustadt angesiedelte AIT Austrian Institute of Technology wurde für die Entwicklung „hochfeste Magnesium-Legierungen" unter die Top-10-Erfindungen des Jahres 2012 gewählt. „Das Technologieland Niederösterreich ist eindeutig auf dem richtigen Weg. Ich gratuliere dem Austrian Institute of Technology rund um das Team von DI Manfred Bammer zu diesem großartigen Erfolg. Diese Neuentwicklung holt den Technopol Wiener Neustadt und damit den niederösterreichischen Technologiestandort international vor den Vorhang und zeigt eindeutig: Die vor über einem Jahrzehnt gestartete Technologieoffensive macht sich bezahlt und mit dem im Jahr 2004 gestarteten und von ecoplus umgesetzten Technopolprogramm haben wir das richtige Werkzeug zur Hand", sagt dazu Wirtschafts- und Technologie-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav.

Mit dem neu entwickelten Produkt „hochfeste Magnesium-Legierungen" können zum Beispiel in der Medizin völlig neue Implantate eingesetzt werden, die sich nach Erfüllung ihrer Aufgabe von selbst im Körper auflösen. „Magnesiumlegierungen eignen sich insbesondere für Anwendungen, die neben hoher Festigkeit vor allem biokompatibel sein und höchsten Qualitätsansprüchen genügen müssen. Doch diese neuen Legierungen können neben dem medizinischen Bereich auch in der Fahrzeug- und Luftfahrtindustrie für ‚Spezialanwendungen‘ eingesetzt werden, da die sogenannte Warmrissneigung deutlich vermindert werden konnte", stellt der Leiter des Geschäftsfeldes Biomedical Systems, DI Manfred Bammer, fest. Die am Technopol Wiener Neustadt angesiedelte Gruppe „Biomedical Systems" des AIT arbeitet seit vielen Jahren an der Erforschung solcher Materialien und der Entwicklung von Anwendungen wie zum Beispiel Stents - kleinen Metallgerüsten, die bei verstopften Gefäßen wieder für einen Blutdurchfluss sorgen.

Den Forscherinnen und Forschern des AIT stehen für die Weiterentwicklung dieses Patents mit dem 2013 gestarteten 4. Kompetenzzentrum (K-Projekt) „OptiBioMat | Development and optimization of biocompatible metallic materials"  ideale Rahmenbedingungen zur Verfügung. Für das 1,74 Millionen Euro K-Projekt stellen Bund und Land Niederösterreich 38 Prozent an Fördermitteln zur Verfügung, 50 Prozent kommen von industriellen und 12 Prozent von wissenschaftlichen Partnern. Ziel des Projekts ist es, mit diesen selbstauflösenden Implantaten bisher notwendige Operationen zu verhindern.

Nähere Informationen: ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH, Mag. Gregor Lohfink, Telefon 02742/9000-19616, e-mail g.lohfink@ecoplus.at, http://www.ecoplus.at/.

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