04.03.2013 | 10:53

NÖ setzt mit „Life Science Calls" auf die Förderung von Grundlagenforschung

Seit 2009 wurden 25 Projekte mit über 6 Millionen Euro gefördert

Die Förderung der Grundlagenforschung - das Fundament der angewandten Forschung und Entwicklung - ist ein Eckpfeiler für die Nachhaltigkeit eines erfolgreichen Wissenschafts-, aber auch Wirtschaftsstandortes. Auf dem Gebiet der Life Sciences wird mit den Life Science Calls der NÖ Forschungs- und Bildungsgesellschaft ein breites Spektrum wissenschaftlicher Forschung abgedeckt.

Seit 2009 wurden 25 Projekte mit über 6 Millionen Euro gefördert. Im Life Science Call 2009 begann beispielsweise das Projekt „Tumorzellenfilter" der FH St. Pölten, dem Austrian Institute of Technology und dem Landesklinikum Krems. Als Miniatursieb konzipiert bewirkt dieser, dass einzelne Tumorzellen, die auch nach einer erfolgreichen Entfernung des Haupttumors im menschlichen Blut zirkulieren, aufgespürt werden können. Das Projekt wurde 2012 abgeschlossen und beim Innovation Award der futurezone mit dem Preis „Innovation des Jahres" ausgezeichnet.

Sieben Projekte werden nun im Rahmen des Life Science Call 2011 mit über 2 Millionen Euro gefördert. Darunter auch ein Projekt der IMC Fachhochschule Krems unter der Leitung von Dr. Andreas Eger. Ziel ist es, eine neue experimentelle Methode zu entwickeln, mit der die klinische Wirksamkeit von Krebstherapien prognostiziert werden kann. Das Projekt wird in enger Kooperation mit den Kliniken der Landeskliniken Holding NÖ durchgeführt. Mit neuen Gewebemodellen soll in der Zukunft die für Krebspatienten wirksamste Therapie identifiziert werden.

In einem geförderten Projekt der BOKU am Standort Tulln (Universitäts- und Forschungszentrum) wiederum werden, unter Leitung von Univ.Prof. Dr. Thomas Prohaska, die Auswirkungen neuartiger Implantatmaterialien aus Magnesiumlegierungen auf den menschlichen Organismus untersucht. Der Vorteil dieser Materialien ist deren Bioabbaubarkeit.

Niederösterreich hat in den letzten Jahren starke Anstrengungen in den Bereichen Wissenschaft und Forschung unternommen. Mit den Life Science Calls erwartet man sich Forschungsergebnisse und Erkenntnisse, die einen Beitrag zur Stärkung vorhandener Forschungskompetenz auf dem Feld der Humanmedizin sowie zur Schaffung neuer und zum Ausbau vorhandener Einrichtungen der Niederösterreichischen Forschung leisten.

Mehr Informationen und eine Auflistung aller geförderten Projekte unter www.noe-fb.at und www.lifesciencecalls.info.

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