18.02.2013 | 08:34

Pröll und Bures eröffneten Hochwasserschutz an der March

15a-Vereinbarung für Hochwasserschutz an der Donau unterzeichnet

Eröffnung des Hochwasserschutzes an der March mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bundesministerin Doris Bures.
Eröffnung des Hochwasserschutzes an der March mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bundesministerin Doris Bures.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Im Jahr 2006 kam es an der March zu einem über 100-jährlichen Hochwasser. An mehreren Stellen wurden die Dämme überströmt, großflächige Überflutungen waren die Folge. Am vergangenen Samstag, 16. Februar, konnte nun nach siebenjähriger Bauzeit der neue Hochwasserschutz an der March eröffnet werden. 125 Millionen Euro wurden investiert. Auf einer Gesamtlänge von 68 Kilometern bieten die Dämme nun Sicherheit für rund 18.000 Bürgerinnen und Bürger in zehn Gemeinden. Die Inbetriebnahme des neuen Hochwasserschutzes erfolgte am Samstag, 16. Februar, durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bundesministerin Doris Bures.

Landeshauptmann Pröll erinnerte in seiner Stellungnahme zunächst an das Jahr 2006: „Seitens des Landes Niederösterreich sind damals rasch Schadenskommissionen eingesetzt und mehr als 35 Millionen Euro ausbezahlt worden. Das konnte natürlich das Leid nicht lindern, aber die ersten materiellen Schäden konnten behoben werden." Neben den neuen Hochwasserschutzdämmen seien auch mehrere Begleitmaßnahmen getroffen worden, informierte Pröll: „In grenzüberschreitender Zusammenarbeit mit unseren tschechischen Nachbarn haben wir ein Prognosesystem entwickelt, mit dem die Bevölkerung 48 Stunden im Voraus informiert werden kann. Darüber hinaus gibt es Retensionsbecken, denn das Wasser braucht Raum. Und wir haben auch Katastrophenschutzpläne entwickelt, denn es braucht ein enges Zusammenspiel der Blaulichtorganisationen, aber auch der Gemeinden und Freiwilligen." Mit dem neuen Hochwasserschutz an der March sei nun „nach menschlichem Ermessen optimal vorgesorgt", so Pröll. Der Landeshauptmann bedankte sich auch bei allen Helfern: „Der Familiensinn in Niederösterreich ist auf eine Probe gestellt worden, und dieser Familiensinn ist gestärkt worden."

Auch Ministerin Bures nahm im Gespräch mit Moderatorin Birgit Perl Bezug auf das Jahr 2006: „Wasser ist Lebensgrundlage, kann aber auch Urgewalten entwickeln, und das ist hier spürbar geworden." In dieser schwierigen Situation habe es viel Solidarität gegeben und man habe sich gegenseitig geholfen, betonte Bures.

Der neue Hochwasserschutz an der March entstand in siebenjähriger Bauzeit. Auf einer Länge von 68 Kilometern wurden die Dämme durch den Einbau von Kerndichtungen, die teilweise Erhöhung der Dammkrone, die Errichtung von Entwässerungsdrainagen und Dammverteidigungswegen ausgebaut. Rund 6,5 Millionen Tonnen an Erdmassen wurden bewegt. Der neue Hochwasserschutz bietet Schutz vor einem 100-jährlichen Hochwasser einschließlich einer Sicherheitsreserve. Betrieben wird der Hochwasserschutzdamm von den Wasserverbänden für den Marchhochwasserschutzdamm Marchegg-Zwerndorf bzw. für den March-Thaya-Hochwasserschutzdamm Angern-Bernhardsthal in Zusammenarbeit mit der viadonau.

Weiters kam es am Samstag auch zur Unterzeichnung der 15a-Vereinbarung über den Hochwasserschutz an der Donau durch Landeshauptmann Pröll und Ministerin Bures. Mit der neuen Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium und den Ländern Niederösterreich, Oberösterreich und Wien wird die Finanzierung des Hochwasserschutzes an der Donau für den Zeitraum 2017 bis 2023 geregelt. Die Vereinbarung ermöglicht ein Investitionsvolumen von 255 Millionen Euro. Die erste derartige Vereinbarung wurde im Jahr 2006 abgeschlossen und umfasste für den Zeitraum 2007 bis 2016 Investitionen von insgesamt 420 Millionen Euro. In Summe werden daher an der Donau zwischen 2007 und 2023 675 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert.

Beim Hochwasserschutz in Niederösterreich habe man bereits „ein gutes Stück bewältigt", sagte Landeshauptmann Pröll. Der 15a-Vertrag stelle nun die nächste Etappe sicher, so Pröll. Für Ministerin Bures sind diese Investitionen auch „Investitionen für die Lebensqualität".

In Niederösterreich können auf Grund beider Vereinbarungen von 2013 bis 2023  216 Millionen Euro in den Hochwasserschutz an der Donau investiert werden. Die Kosten werden vom Bund (108 Millionen Euro), dem Land NÖ (65 Millionen Euro) und den Gemeinden (43 Millionen Euro) getragen. Damit können in Niederösterreich sämtliche derzeit aktuellen Projekte umgesetzt werden. In folgende Gemeinden werden Hochwasserschutzprojekte realisiert: St.Pantaleon-Erla, Ybbs, Persenbeug-Gottsdorf, Marbach, Emmersdorf, Melk, Schönbühel-Aggsbach, Aggsbach Markt, Rossatz-Arnsdorf, Dürnstein, Krems, Korneuburg und Bad Deutsch Altenburg.

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