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08.02.2013 | 00:40

LH Pröll: „Der Tierschutz in NÖ muss auf sicheren Beinen stehen"

155.000 Euro sofortige Unterstützung und Gespräche über „langfristige Absicherung"

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll mit Helmut Wolfger (Präsident Tierschutzverband NÖ, 1. v. l.), Andrea Specht (Vorstandsmitglied Tierschutzverband NÖ, 2. v. r.) und Mag. Willi Stiowicek (Obmann Tierschutzverein St. Pölten, 1. v. r.).
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll mit Helmut Wolfger (Präsident Tierschutzverband NÖ, 1. v. l.), Andrea Specht (Vorstandsmitglied Tierschutzverband NÖ, 2. v. r.) und Mag. Willi Stiowicek (Obmann Tierschutzverein St. Pölten, 1. v. r.).© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

„Der Tierschutz in Niederösterreich muss auf sicheren Beinen stehen", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am heutigen Freitag, 8. Februar, im Zuge einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Helmut Wolfger (Präsident des Tierschutzverbandes NÖ), Andrea Specht (Vorstandsmitglied des Tierschutzverbandes NÖ) und Mag. Willi Stiowicek, dem Obmann des Tierschutzvereines St. Pölten.

Vor wenigen Wochen habe es seitens der niederösterreichischen Tierschutzheime einen „Hilferuf" im Zusammenhang mit der finanziellen Situation und einigen grundsätzlichen Fragen gegeben, sagte Landeshauptmann Pröll eingangs. Im Zuge eines Gespräches seien nun einerseits finanzielle Sofortmaßnahmen und andererseits Gespräche über die mittelfristige Zukunft der Tierschutzheime vereinbart worden. Der Landeshauptmann: „Für die rasche Lösung im Hinblick auf die finanziellen Sorgen der Tierschutzheime werden seitens des Landes 155.000 Euro zur Verfügung gestellt. Weiters wollen wir für die Zukunft einen Weg zur langfristigen Absicherung finden. Dazu wollen wir ein Finanzierungsmodell erarbeiten, das die neuen Anforderungen an die Tierheime berücksichtigt."

Im Jahr 2000 habe man in Niederösterreich ein Tierheimkonzept entwickelt, im Zuge dessen ein flächendeckendes Netz an Tierschutzheimen erarbeitet worden sei, um die Versorgung in Niederösterreich zu gewährleisten, blickte Pröll zunächst zurück. Entsprechende Einrichtungen gibt es in Krems, St. Pölten, Wiener Neustadt, Mistelbach, Bruck, Baden, Brunn, Ternitz und Klosterneuburg. Diese Tierheime werden ausschließlich von Vereinen betrieben, ein Vertrag zwischen den Heimen und dem Land regelt die finanzielle Unterstützung.

Nunmehr hätten sich aber die Rahmenbedingungen geändert, so Pröll: „Es gibt eine Zunahme von kostenintensiven Tieren, auch das animal hoarding wird immer mehr." Die Konsequenz daraus seien steigende finanzielle Anforderungen. Daher habe er das Problem zur „Chefsache" erklärt und „Nägel mit Köpfen" gemacht, betonte der Landeshauptmann. So wird es neben den 155.000 Euro als Soforthilfe auch weitere Gespräche geben: „Wir werden die Förderungsbeiträge des Landes valorisieren müssen, wir werden die gegebenen Rahmenbedingungen berücksichtigen müssen und wir müssen auch eine rechtliche Absicherung für die Ehrenamtlichen in den Tierheimen finden."

Die Infrastruktur in den niederösterreichischen Tierheimen findet international höchste Anerkennung, betonte Pröll: „Das muss auch in Zukunft so bleiben." Ein besonderes Anliegen sei es für ihn, „dass durch diese Lösung auch eine klare Anerkennung für die Arbeit der Ehrenamtlichen sichergestellt wird", so der Landeshauptmann.

Der Präsident des niederösterreichischen Tierschutzverbandes, Helmut Wolfger, zeigte sich „sehr dankbar, dass wir diesen Termin bei Landeshauptmann Pröll sehr kurzfristig bekommen haben". Die durch den Landeshauptmann zugesagte Soforthilfe sei „sehr wichtig", ebenso die weiteren Verhandlungen, um „den Tierschutz auf sichere Beine zu stellen".

Andrea Specht, Vorstandsmitglied des niederösterreichischen Tierschutzverbandes, berichtete von einer „starken Tendenz zu animal hoarding": „Auch diese Tiere landen bei uns in den Tierheimen." Mag. Stiowicek vom Tierschutzverein St. Pölten informierte darüber, dass es „immer mehr Tierabnahmen" gebe, und auch die Zahl der „Langzeitschützlinge" steige: „Es gibt immer mehr Tiere, die mehrere Jahre im Tierheim sind, und das ist mit immensen Kosten verbunden."

 

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