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18.01.2013 | 00:48

Zusammentreffen von LH Pröll mit Bulgariens Premierminister Borissov bei MedAustron in Wiener Neustadt

„Bestätigung dafür, dass wir uns international positionieren konnten"

Das MedAustron-Projekt in Wiener Neustadt war am heutigen Freitag, 18. Jänner, der Schauplatz des Zusammentreffens von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll mit dem bulgarischen Premierminister Dr. Boyko Borissov. Schwerpunkte des Arbeitsgespräches waren das MedAustron-Projekt sowie die Zusammenarbeit im wirtschaftlichen Bereich und auf europäischer Ebene.

Das heutige Zusammentreffen sei bereits das fünfte, und das zeige, „wie eng die Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Bulgarien ist", betonte Landeshauptmann Pröll im Zuge einer Pressekonferenz. Man kooperiere seit vielen Jahren und habe von niederösterreichischer Seite „sehr gute Erfahrungen gemacht", so der Landeshauptmann, der Premierminister sei ein „Garant für Zusammenarbeit mit Handschlagqualität".

Dass das MedAustron-Projekt als Ort des Zusammentreffens gewählt wurde, sei „eine Bestätigung dafür, dass wir uns international positionieren konnten und dass wir uns mit diesem Projekt weltweit auf internationaler Augenhöhe befinden", meinte Pröll. Weltweit sei MedAustron erst das vierte derartige Projekt. Die Internationalität zeige sich auch darin, dass „wir schon eine Vielzahl an internationalen Delegationen begrüßen konnten - etwa aus Moldawien, Moskau, Kroatien und als Höhepunkt am heutigen Tag den Premierminister aus Bulgarien." Pröll weiters: „Dieses Projekt wird mit Sicherheit in den kommenden Jahrzehnten für tausende Menschen einen Hoffnungsschimmer bedeuten im Kampf gegen die Geißel Krebs."

Ein weiterer Schwerpunkt des Arbeitsgespräches waren die Handelsbeziehungen zwischen Bulgarien und Niederösterreich. „Rund 450 niederösterreichische Unternehmen haben mit Bulgarien Wirtschaftskontakte", informierte Pröll. Gerade in der Energiepolitik gebe es enge Kontakte, so sei etwa die Arbeit der EVN in Bulgarien „getragen von höchster Wertschätzung." Das Wirtschaftswachstum Niederösterreichs liege auch deshalb über dem österreichischen Durchschnitt, „weil wir frühzeitig mit der Internationalisierung der niederösterreichischen Wirtschaftsstruktur begonnen haben", so der Landeshauptmann. Gerade Bulgarien sei dabei im Focus, „weil wir dort frühzeitig mit einer Reihe von renommierten Unternehmen Kontakte geknüpft haben."

Als weiteren Schwerpunkt bezeichnete Pröll auch die Zusammenarbeit der Häfen an der Donau. Für den Mai dieses Jahres sei eine „Donauhafenkonferenz" geplant. Dabei wolle man Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den Donauhäfen erörtern, denn „die Donau soll als Transportweg intensiver genutzt werden".

Bulgarien werde für seine Stabilität geschätzt, betonte Premierminister Borissov in seiner Stellungnahme. „Nicht zufällig" investierten so viele große österreichische Unternehmen wie etwa die EVN in Bulgarien, so Borissov. Als zentrale Themen sprach er die Bereiche Infrastruktur, Donauraumstrategie, Umweltschutz und Energieunabhängigkeit an. Gerade in diesem Zusammenhang habe das Wasserkraftwerk Gorna Arda eine besondere Bedeutung, so der bulgarische Premierminister. Im Blick auf MedAustron meinte Borissov: „Wir möchten Möglichkeiten finden, um auch bulgarische Bürgerinnen und Bürger in Österreich zu behandeln."

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