18.10.2012 | 15:07

„NÖ Baukultur Deklaration 2012" präsentiert

Sobotka: Unglaublicher Qualitätsgewinn in Niederösterreich

Im Museum Essl in Klosterneuburg wurde kürzlich die druckfrische „Niederösterreichische Baukultur Deklaration 2012" präsentiert. Zuvor stellte sich eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde wichtigen Fragen zur zukünftigen Entwicklung des Siedlungsraumes und der architektonischen Gestaltung in Österreichs größtem Bundesland. Mit am Podium waren u.a. Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka, Mag. Walter Stelzhammer, Präsident der Architekten-­‐ und Ingenieurkammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland, sowie der niederösterreichischen Landesbaudirektor Dipl. Ing. Peter Morwitzer.

Für Morwitzer und Stelzhammer ist die „NÖ Baukultur Deklaration 2012", die in Zusammenarbeit zwischen dem Amt der NÖ Landesregierung und der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten erstellt wurde, ein erster Schritt hin zu einem sorgsameren Umgang mit begrenzt vorhandenen Ressourcen. „Die vorliegende Deklaration weist den Weg für eine positive und nachhaltige bauliche Weiterentwicklung der niederösterreichischen Kulturlandschaft. Wir haben erkannt, dass die Landressourcen endlich sind und dass wir näher zusammenrücken müssen", so Stelzhammer.

Seine Anerkennung spricht Stelzhammer Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka aus. Mit seinem Engagement bei der Einführung des Gestaltungsbeirats habe er vor knapp sieben Jahren den Anstoß zu mehr Baukultur in Niederösterreichs Städten gegeben, was wesentlich zur Erhöhung der Qualität der gebauten Umwelt beigetragen habe. 

„Vorbildliche Bauten sowie die Bereitschaft vieler Architekten und Baumeister, sich mit der baulichen Qualität der Stadt-­‐ und Siedlungsräume auseinanderzusetzen, haben im Land Niederösterreich zu einem unglaublichen Qualitätsgewinn beigegetragen. Darüber hinaus wurde mit dem Instrument der Dorf-­‐ und Stadterneuerung auf breiter Basis Bewusstsein für qualitätsvolles Bauen geschaffen", betonte Sobotka. Vieles habe sich also im Bereich der baulichen Entwicklung in Niederösterreich in den vergangenen zwei Jahrzehnten schon getan, Vieles gebe es aber auch noch zu tun: „Auf der anderen Seite merken wir aber auch, dass die Architektur auf die aktuellen, gesellschaftlichen Entwicklungen noch nicht entsprechend reagiert. So ist zum Beispiel die demografische Entwicklung in der Architektur noch nicht abgebildet. In nicht ganz 20 Jahren wird ein Drittel unserer Bevölkerung über 60 Jahre alt sein. Das ist eine Entwicklung, die wir auch baulich begleiten müssen", so der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Beim Thema Bau-­‐ oder Gestaltungsbeiräte für kleinere Gemeinden signalisierte Sobotka abschließend Bereitschaft zur Unterstützung. „Schon jetzt hilft die Baudirektion im Rahmen von Gestaltungsberatungen den Gemeinden bei der Umsetzung von Bauvorhaben. Das lässt sich sicher noch intensivieren. Es liegt aber an den Gemeinden, diese Unterstützung auch einzufordern."

Nähere Informationen: DI Petra Eichlinger, Telefon 02742/9005-15656.

 

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