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05.10.2012 | 00:29

„Zukunft der Demokratie" als Doktorratsstudium an der Donau-Universität Krems

LH Pröll: „Internationalisierung Niederösterreichs weiter vorantreiben"

Präsentierten das Doktoratsstudium \"Zukunft der Demokratie\": Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Prof. Dr. Peter Filzmaier und die gf. Rektorin Dr. Viktoria Weber.
Präsentierten das Doktoratsstudium \"Zukunft der Demokratie\": Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Prof. Dr. Peter Filzmaier und die gf. Rektorin Dr. Viktoria Weber.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Die Donau-Universität Krems startet in Zusammenarbeit mit der Andrassy Universität Budapest ab Februar 2013 ein Doktorratsstudium „Zukunft der Demokratie in EU-ropa", das vom Land Niederösterreich im Rahmen des internationalen und interuniversitären Netzwerks Politische Kommunikation (netPOL) unterstützt wird. Heute wurde das Doktorratsstudium im Rahmen einer Pressekonferenz an der Donau-Universität in Krems durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmaier (Koordinator von netPOL und des Studienprogramms) sowie Univ.-Prof. Dr. Viktoria Weber (geschäftsführende Rektorin der Donau-Universität) vorgestellt.

Mit diesem neuen Doktorratsstudium im Rahmen des internationalen Netzwerks „netPOL" wolle man „die Internationalisierung Niederösterreichs weiter vorantreiben" und damit auch „wissenschaftliches Potenzial nach Niederösterreich bringen", sagte Landeshauptmann Pröll. Diese Form der wissenschaftlichen Zusammenarbeit stärke den Wissensstandort Niederösterreich, so Pröll: „netPOL ist ein gutes Beispiel, wie wir von der Theorie in die praktische Umsetzung kommen."

Darüber hinaus sei dieses Projekt eine „große Chance für unsere Jugend, ihre Ausbildungsmöglichkeiten zu erweitern", betonte Pröll. Im Blick auf das Thema von „netPOL", die politische Kommunikation, hielt er fest: „Wir bearbeiten hier ein Zukunftsfeld, denn durch dieses Doktorratsstudium wird auch ein wichtiger Beitrag geleistet, politische Entscheidungen transparenter zu machen."

Die geschäftsführende Rektorin Dr. Weber berichtete, dass die Donau-Universität rund 6.400 Studierende zähle. Das netPOL-Projekt gebe Wissenschaftern die Chance, sich in der Forschung zu profilieren, so Weber.

„Es ist Zeit, sich systematisch und wissenschaftlich mit den Grundlagen der Demokratie zu beschäftigen", stellte Prof. Filzmaier in seiner Stellungnahme fest. Das Doktorratsstudium sei „ein Forschungsdoktorat", so Filzmaier: „Wir wünschen uns Top-Wissenschafter". Die Doktoranden sollen während ihres Studiums auch an den beteiligten Unis tätig sein. Voraussetzungen für die Teilnahme am Doktorratsstudium sind u. a. entsprechende wissenschaftliche Erfahrung und ein Forschungsexpose. Das Studium dauert drei Jahre, erläuterte Filzmaier: „Ein Drittel des Studiums wird nicht aus klassischen Lehrveranstaltungen bestehen, sondern in Form von Publikationen in Fachjournalen und Vorträgen auf wissenschaftlichen Konferenzen absolviert." Die Bewerbungsphase läuft bis Anfang Februar 2013.

Das internationale Netzwerk „netPOL - Netzwerk Politische Kommunikation" wurde 2010/11 als Zusammenarbeit der Donau-Universität Krems mit der Karl-Franzens-Universität Graz sowie Universitäten aus Deutschland, Ungarn und Rumänien sowie externen Partnern aus dem tertiären Bildungssektor konzipiert.

Ebenfalls an der Donau-Universität Krems findet heute die internationale Konferenz „Die EU-Donauraumstrategie - der Mensch im Mittelpunkt" statt. An der Eröffnung am heutigen Vormittag nahmen u. a. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank Mag. Wilhelm Molterer sowie der ehemalige Vizepremier Serbiens, Bozidar Delic, teil. Im Gespräch mit dem Moderator der Eröffnung, Gerald Gross, stellte Landeshauptmann Pröll fest: „Der Donauraum, in dem rund 100 Millionen Menschen leben, kann unglaublich viel zur Gesamtentwicklung Europas beitragen." 2013 werde das Land Niederösterreich eine Hafenkonferenz mit den Schwarzmeerhäfen und den Donauhäfen organisieren, informierte Pröll weiters. Im Hinblick auf die Verhandlungen über die neue EU-Förderkulisse ab 2014 betonte er: „Über 200 Regionen und 114 Städte haben sich der niederösterreichischen Initiative angeschlossen. Für mich ist ganz entscheidend: Je stabiler die Regionen innerhalb Europas sind, desto besser kann sich auch ganz Europa weiter entwickeln."

Die Bedeutung der Donau und der Donauraum-Strategie betonten auch die weiteren Redner Bozidar Delic („Die Donau ist ein wichtiges Instrument für Europa und ein Zeichen des Friedens und der Zusammenarbeit"), der ungarische Regierungsbeauftragte Balazs Marcell Medgyesy, die geschäftsführende Rektorin Dr. Viktoria Weber und Dr. Andreas Breinbauer, Generalsekretär des Institutes für den Donauraum und Mitteleuropa.

Die internationale Konferenz in Krems läuft noch bis heute Abend, es tagen Arbeitsgruppen zu den Themen „Der Donauraum und seine Bedeutung im Europa der Makroregionen", „Regionale Kooperation als Schlüssel zum Erfolg der EU-Donauraumstrategie" und „Der Mensch im Mittelpunkt - das Potenzial des Donauraums in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur".

Nähere Informationen zum Doktorratsstudium: Dr. Christina Hainzl, Koordination netPOL, Telefon 0664/815 35 86 oder unter http://netpol.at/forschung-lehre/doktorandenkolleg.

 

  

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