05.10.2012 | 11:00

Fledermäuse willkommen in Niederösterreich

Pernkopf: Bestandsentwicklung unterstützen

„Fledermäuse brauchen Freunde - was kannst du für Sie tun?" Mit dieser Frage haben sich die Schüler der Dr. Theodor Körner Hauptschule 4 in St. Pölten auseinandergesetzt und die Ergebnisse ihrer Projektarbeit kürzlich im Landesmuseum Niederösterreich vorgestellt. Allein in St. Pölten gibt es 16 verschiedene Arten dieser fliegenden Säugetiere, die im Sommer zwei Kilogramm Insekten fressen. Überdies geben die Schüler auch Tipps zur fledermausfreundlichen Gestaltung von Haus und Garten.

Weil Fledermäuse immer weniger geeignete Quartiere finden, da in Neubauten oder nach Umbau- und Renovierungsarbeiten für sie oft kein Platz mehr ist, startete die Koordinierungsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich (KFFÖ) die Aktion „Fledermäuse willkommen" und zeichnet engagierte Personen aus, die den schon selten gewordenen kleinen Säugern ein Zuhause geben. Die Plakette „Fledermäuse willkommen" wurde in Niederösterreich nun zum dritten Mal vergeben. Sechs Fledermausquartierbesitzer und ihre fledermausfreundlichen Quartiere wurden damit ausgezeichnet.

„Wir bauen in Zusammenarbeit mit der KFFÖ ein Netzwerk von ehrenamtlichen Quartierbetreuern auf und unterstützen die Bestandsentwicklung mit geeigneten Maßnahmen", zeigt sich Landesrat Dr. Stephan Pernkopf über das Engagement von Schülern und Fledermausquartiergebern erfreut. 

Alle sechs Preisträger zeichnen sich dadurch aus, dass sie für viele gefährdete Fledermausarten Unterschlupf bereitstellen und Quartiermöglichkeiten erhalten. Die Ruine Kaja, die Hermannshöhle, Schloss Strelzhof, Schloss Hagenberg, die Pfarrkirchen Waldegg und Thernberg beherbergen wichtige Wochenstuben, in denen die Fledermäuse ihre Jungen aufziehen können.

Als kleines Dankeschön für ihr Fledermausprojekt haben die Schüler eine Einladung in die Hermannshöhle in Kirchberg am Wechsel erhalten, wo kürzlich eine spannende Fledermausnacht stattfand. Im Rahmen einer Führung durch die Höhle konnten Fledermäuse dabei mittels Ultraschall-Detektoren beim Aus- und Einflug gehört und aus nächster Nähe beobachtet werden. Die Ausstellung zum Schulprojekt im Landesmuseum Niederösterreich läuft noch bis Ende des Jahres.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, Mag. Markus Habermann, Telefon 02742/9005-15473, e-mail markus.habermann@noel.gv.at.

 

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