06.09.2012 | 13:49

Donau-Soja-Erklärung zur Erweiterung des Anbaus verabschiedet

Pernkopf: Sojaproduktion muss an Bedeutung gewinnen

Als Ergebnis einer Tagung des Donau-Soja Symposiums in Wien verabschiedeten heute, 6. September, die Agrar-Landesräte Dr. Stephan Pernkopf aus Niederösterreich, Andreas Liegenfeld aus dem Burgenland, Max Hiegelsberger aus Oberösterreich, der Wiener Landwirtschaftskammerpräsident Ing. Franz Windisch, Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, der Obmann der ARGE-Gentechnikfrei Markus Schörpf und Matthias Krön, Obmann der Initiative Donau Soja, die „Donau-Soja Erklärung".

Im Rahmen einer Pressekonferenz in den Räumlichkeiten der Börse für landwirtschaftliche Produkte in Wien, Taborstraße 10, sagte Landesrat Pernkopf: „Mit der Donau-Soja Erklärung wollen wir eine Verbesserung der europäischen Eiweißversorgung, eine Verankerung der Gentechnikfreiheit, eine Verbesserung der Kohlendioxidbilanz der europäischen Landwirtschaft und Ernährung sowie Impulse und Investitionen in den ländlichen Räumen erreichen." Pernkopf erinnerte auch daran, dass Europa und auch Österreich zu abhängig von Soja-Importen seien. In Österreich müsse die Sojaproduktion weiter an Bedeutung gewinnen und in einem ersten Schritt sei es gelungen, die Anbaufläche seit dem Jahr 2007 von 20.000 Hektar auf 37.000 Hektar zu steigern, so der Landesrat. „Die Europäische Union benötigt jährlich 33 Millionen Tonnen Sojaschrot, produziert selbst aber nur knapp eine Million Tonnen. Mit der Initiative Donau-Soja wollen wir den gentechnikfreien Anbau von Soja in den Donau-Anrainerstaaten in den nächsten Jahren weiter forcieren." Ein Projekt zur Förderung des Sojaanbaus mit Gesamtkosten von 360.000 Euro sei bereits in Umsetzung und werde von Niederösterreich, Oberösterreich und Burgenland unterstützt, betonte Pernkopf.

Der Präsident der Wiener Landwirtschaftskammer Ing. Franz Windisch hielt fest: „Als aktiver Sojabohnenanbauer bin ich von der Chance zur Anbauausweitung heimischer Sojabohnen überzeugt, wenn es gelingt, die Produzenten vom Mehrwert des Sojas durch höhere Standards und Auflagen profitieren zu lassen."

Der burgenländische Landesrat Liegenfeld nahm zur lokalen Wertschöpfung Stellung, der oberösterreichische Landesrat Hiegelsberger sprach sich dafür aus, „Soja als heimische, gentechnikfreie Pflanze den Österreicherinnen und Österreichern noch näher zu bringen".

Beim Sojaschrot besteht in Europa eine hohe Abhängigkeit von den drei Lieferländern USA, Brasilien und Argentinien. So beträgt die derzeitige Soja-Produktion in der Europäischen Union rund 940.000 Tonnen. Dem gegenüber steht ein Importvolumen von jährlich 23 Millionen Tonnen Sojaschrot und 12,5 Millionen Tonnen Sojabohnen. Damit liegt ein großer Teil der Wertschöpfung in der heimischen Eiweißversorgung außerhalb Europas.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, Mag. Markus Habermann, Telefon 2742/9005-15473, e-mail markus.habermann@noel.gv.at

 

 

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