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16.07.2012 | 11:57

Am 9. Dezember startet die neue Westbahn-Strecke

Pröll: Für Niederösterreich beginnt vollkommen neue Zeitrechnung

Verkehrsministerin Doris Bures, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und ÖBB-Generaldirektor Mag. Christian Kern informierten über den Start der neuen Westbahnstrecke (v.r.n.l.).
Verkehrsministerin Doris Bures, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und ÖBB-Generaldirektor Mag. Christian Kern informierten über den Start der neuen Westbahnstrecke (v.r.n.l.).© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

„Mit dem Start der neuen Westbahn-Strecke am 9. Dezember beginnt eine vollkommen neue Zeitrechnung für Niederösterreich und eine Revolutionierung des öffentlichen Verkehrs zwischen St. Pölten und Wien", sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, heute, Montag, 16. Juli, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Verkehrsministerin Doris Bures und ÖBB-Generaldirektor Mag. Christian Kern im Palais NÖ in Wien.

Nach vielen Diskussionen um Streckenführung und -Trasse sei es jetzt gelungen, in enger Zusammenarbeit mit dem Verkehrsministerium und den ÖBB ein gutes Ergebnis zu erzielen. "Das bringt eine deutliche Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, zusätzliche Angebote für die Pendler und eine Aufwertung der Standortqualität Niederösterreichs", betonte dabei der Landeshauptmann.

Dass es mit den neuen Zugverbindungen möglich sein wird, in 27 Minuten von St. Pölten nach Wien zu gelangen, bezeichnete Pröll als kleine Sensation: „Davon profitieren neben dem Fernverkehr in erster Linie die Pendler." Auf der alten Westbahntrasse wiederum wird es neue zusätzliche Nahverkehrsverbindungen geben. „Zwischen 6 und 9 Uhr wird ein Viertelstundentakt von Wien nach Pressbaum angeboten, danach ein Halbstundentakt. Das bringt bei den Regionalzügen 10 Minuten Zeitgewinn pro Strecke", so der Landeshauptmann.

In Bezug auf den Bahnhof Tullnerfeld führte Pröll aus, dass es nach intensiven Gesprächen jetzt zu einer vernünftigen Lösung gekommen sei: „Zusätzlich zu den geplanten fünf Halten morgens bzw. abends wird es jetzt weitere 32 Zugshalte geben, so dass insgesamt 42 schnelle Verbindungen in beide Richtungen und von 5 bis 21 Uhr ein Streckentakt in beide Richtungen zur Verfügung stehen wird. Durch die Anbindung der Region Krems und des Waldviertels über die Westschleife gibt es in Zukunft nicht nur eine Anbindung zum im Entstehen begriffenen Zentralbahnhof Wien, sondern auch zum Flughafen. Damit wird auch der Bahnknoten St. Pölten sowohl international als auch regional aufgewertet", so der Landeshauptmann abschließend.

Bures sagte: „Verkehrsministerium, Land und ÖBB sind das Erfolgstrio für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs auf der Schiene. Noch mehr Bahn für Niederösterreich ist das gemeinsame Ziel. Ihr gehe es vor allem darum, das Angebot so zu verbessern, dass noch mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Derzeit benützt von den über 180.000 Pendlern zwischen Wien und Niederösterreich ein Drittel den öffentlichen Verkehr. Dazu sei neben dem Modernisierungspaket mit insgesamt 18 umgestalteten Bahnhöfen die Reduzierung der schnellsten Verbindung von 45 auf 27 Minuten ein entscheidender Schritt. Von den österreichweit 72 Millionen mit den ÖBB gefahrenen Bahnkilometern entfielen 23 Millionen und damit ein Drittel auf Niederösterreich", so die Verkehrsministerin.

Kern sprach von einer gemeinsamen konstruktiven Lösung in Sinne der Kunden: „Die Österreicher sind bereits jetzt die drittfleißigsten Bahnfahrer Europas. 2012 ist nun das Jahr, in dem die Bahn zwischen Wien und Salzburg endgültig das Auto überholt." Habe es bereits im ersten Halbjahr 2012 einen signifikanten Kundenzuwachs gegeben, eröffne die neue Westbahnstrecke weiteres neues Fahrgastpotenzial. Mehr Bahn - mit 116 Millionen Fahrgästen pro Jahr bzw. 2.100 Zügen pro Tag - als in Niederösterreich, gebe es nicht, so der ÖBB-Generaldirektor.

 


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