18.06.2012 | 15:27

Symposium „Öffentlicher Verkehr im ländlichen Raum"

LR Wilfing: Maßgeschneiderte Lösungen sorgen für mehr Attraktivität

Auf Initiative von Verkehrs-Landesrat Mag. Karl Wilfing fand heute Vormittag ein Symposium zum Thema „Öffentlicher Verkehr im ländlichen Raum" in Ernstbrunn statt. Auf Basis von Fachvorträgen, die von Univ.Prof. Dr. Friedrich Zibuschka und DI Regina Rausch gehalten wurden, wurden neue Wege und Lösungen für die Herausforderungen des öffentlichen Verkehrs von heute und morgen diskutiert. Ergänzend zu den Vorträgen zeigten Vertreter aus mehreren niederösterreichischen Gemeinden mittels „Best Practise"-Beispielen zukunftsweisende Ansätze zur Optimierung des öffentlichen Verkehrsnetzes auf.

„Um den öffentlichen Verkehr weiter zu attraktivieren, braucht es maßgeschneiderte Lösungen - für Gemeinden, Regionen und für die Pendlerinnen und Pendler. Öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen kann nicht verordnet werden, deshalb gilt es, den öffentlichen Verkehr gemeinsam weiterzuentwickeln", stellte Wilfing dabei fest und verwies auch darauf, dass man das Budget für öffentlichen Verkehr deutlich aufgestockt habe: „Wir werden 2013 rund ein Drittel mehr Budget zur Verfügung haben - insgesamt 108 Millionen Euro, die wir in den Betrieb und in Verbesserungen des öffentlichen Verkehrs investieren." Mit insgesamt 45 Millionen Bus- und 24,5 Millionen Zugkilometern sei man jedoch bereits auf gutem Weg; „Öffi fahren und Euro sparen", gab Wilfing als Parole aus. Die Benzingeld-Ersparnis im Vergleich zur Öffi-Jahreskarte von Gmünd nach Wien etwa betrage inzwischen rund 3.990 Euro, von Wiener Neustadt nach Wien seien es immer noch rund 850 Euro. Darüber hinaus sei in Niederösterreich der öffentliche Verkehr in den vergangenen Jahren maßgeblich reformiert worden. „Mit Waldviertel-Linie, Mostviertel-Linie und diversen Lückenschlüssen haben wir ein flächendeckendes Angebot im öffentlichen Verkehr, das sich an den Bedürfnissen der Pendlerinnen und Pendler orientiert", stellt Wilfing klar.

Univ.Prof. Dr. Friedrich Zibuschka, Leiter der Gruppe Raumordnung, Umwelt und Verkehr, fügte hinzu: „Angesichts der Dispersität der niederösterreichischen Bevölkerungsstruktur und der hohen Dichte an Katastralgemeinden gilt es, die Achse des öffentlichen Verkehrs zu stärken. Dazu gehören insbesondere die Optimierung der Busverbindungen zu den Hauptverkehrsadern als wichtige Zubringer und die Verbesserung der Verknüpfung des ländlichen Verkehrs mit Wien und St. Pölten. Ein wesentliches Instrument hierfür stellen die Mobilitätszentralen in Niederösterreich dar. Diese kennen die Sorgen und Nöte der regionalen Bevölkerung vor Ort und stellen individuelle Informationen sowie Lösungen bereit."

In die gleiche Kerbe schlug DI Regina Rausch, Gruppe Raumordnung, Umwelt und Verkehr: „Es besteht ein Bedarf zu Optimierung des öffentlichen Verkehrs, insbesondere auch hinsichtlich der Deckung der Bedürfnissen der Bevölkerung direkt in den Gemeinden. Sammeltaxis und Gemeindebusse seien Alternativen zu Bahn und Bus, sie hätten die Aufgabe, die Mobilitätskette im Umweltverbund zu schließen und die ländlichen Strukturen zu stärken.

Nähere Informationen: LR Wilfing, Florian Liehr, Telefon 02742-9005-12324 und 0676/812 12324, e-mail florian.liehr@noel.gv.at

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