04.06.2012 | 15:45

Sobotka und Wehsely zur Gesundheitsversorgung in der Ostregion

„Kooperationen im Gesundheitsbereich sind Selbstverständlichkeit geworden"

In einer gemeinsamen Pressekonferenz am Montag, 4. Juni, nahmen die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag. Sonja Wehsely und der niederösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka zu aktuellen gesundheitspolitischen Themen Stellung.

„Wien und Niederösterreich arbeiten gerade was medizinische und gesundheitspolitische Themen anlangt, sehr intensiv zusammen", so Sobotka. „Auf der einen Seite sind 240.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher bei der Wiener Gebietskrankenkasse versichert und zahlen damit hier in Wien in den gemeinsamen Topf ein", erinnerte der Landeshauptmann-Stellvertreter. Auf der anderen Seite habe das Bundesland Niederösterreich in den Ausbau der Strahlentherapie und in die Neurochirurgie investiert, um jene Patienten, die früher nach Wien pendeln mussten, selbst behandeln zu können. „Selbstverständlich sind Spezialdisziplinen wie das St. Anna Kinderspital nicht nur für Wien, sondern für ganz Österreich eine wichtige Anlaufstelle", sagte Sobotka.

Umfassende Kooperationen habe Niederösterreich im Bereich der Gesundheitsversorgung nicht nur mit Wien, sondern im Bereich der Kardiologie und der Psychiatrie mit dem Burgenland und im Bereich der EDV und dem Einkauf mit Oberösterreich, erinnerte Sobotka. „Wir sind im Gesundheitsbereich an einer gemeinsamen Planung, einer gemeinsamen Steuerung und an einer gemeinsamen Finanzierung aus einer Hand interessiert", betonte der Landeshauptmann-Stellvertreter. Als Grundlage dafür bedürfe es des elektronischen Gesundheitsaktes ELGA, der ein klares Kommunikationsnetz auch auf einer gesicherten Datenbasis sei. Niederösterreich habe bereits im Jahr 2011 innerhalb der NÖ Landeskliniken-Holding den NÖ ELGA eingeführt, so Sobotka. „Durch die Vermeidung von Mehrfachuntersuchungen und die Verringerung der Wartezeiten durch die rasche Verfügbarkeit der Daten kommt es zu einer deutlichen Steigerung der Behandlungsqualität."    

Zu den konkreten Vorteilen der Kooperation im Rettungswesen meinte Sobotka: „In Fällen, in denen beispielsweise ein niederösterreichischer Rettungswagen eine Patientin oder einen Patienten in ein Wiener Krankenhaus bringt, ist sichergestellt, dass dieses Fahrzeug von der Wiener Leitstelle in der Folge dann direkt zu einem Notfall in Wien weitergeschickt werden kann. Dies erhöht die notfallmedizinische Versorgungssicherheit der Bevölkerung."

Gemeinsame Lösungen gebe es auch im Bereich der Flugrettung, so Sobotka: „Der Wiener Rettungshubschrauber Christophorus 9 versorgt die Stadt Wien, die umliegenden niederösterreichischen Gemeinden sowie das gesamte Weinviertel. Sollte sich Christophorus 9 bei einem Einsatz in Niederösterreich befinden, so stehen in Krems und in Wiener Neustadt zwei weitere Rettungshubschrauber für Einsätze im Wiener Stadtgebiet zur Verfügung."      

Gesundheits- und Sozialstadträtin Wehsely hielt fest: „Niederösterreich und Wien repräsentieren und sind verantwortlich für 40 Prozent der Bevölkerung. Daher ist es wichtig, dass die beiden Bundesländer im Bereich der Gesundheitsversorgung aber auch in anderen Bereichen sehr eng zusammenarbeiten. Die Bevölkerung erwartet sich zu Recht, immer mit den jeweils besten zur Verfügung stehenden Mitteln behandelt zu werden. Für die Menschen in unserem Land ist es irrelevant, wie die Strukturen hinter dem sind, was für sie wichtig ist."   

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Sobotka, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, Telefon 02742/9005-12221, e-mail eberhard.blumenthal@noel.gv.at, bzw. Büro Stadträtin Wehsely, Michael Eipeldauer, Telefon 01/4000-81 231, e-mail michael.eipeldauer@wien.gv.at

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