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23.05.2012 | 10:28

Pröll und Bures: Sicherungsmaßnahmen für 13 gefährliche Eisenbahnkreuzungen in NÖ

1,8 Millionen Euro werden investiert

Unterzeichneten den Vertrag über die Entschärfung von 13 gefährlichen Eisenbahnkreuzungen in Niederösterreich: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Verkehrsministerin Doris Bures, ÖBB-Infrastruktur-Vorstandsdirektor Ing. Mag. Andreas Matthä (v. r. n. l.)
Unterzeichneten den Vertrag über die Entschärfung von 13 gefährlichen Eisenbahnkreuzungen in Niederösterreich: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Verkehrsministerin Doris Bures, ÖBB-Infrastruktur-Vorstandsdirektor Ing. Mag. Andreas Matthä (v. r. n. l.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bundesministerin Doris Bures präsentierten am heutigen Mittwoch, 23. Mai, ein weiteres Sicherheitspaket für gefährliche Eisenbahnkreuzungen in Niederösterreich. Insgesamt sollen dadurch 13 Kreuzungen entschärft werden, Land Niederösterreich und ÖBB investieren dafür 1,8 Millionen Euro, beide tragen jeweils 50 Prozent der Kosten.

Bereits im Jahr 2007 wurde ein erstes Maßnahmenpaket verabschiedet, das an 376 Eisenbahnkreuzungen Maßnahmen vorsah, berichtete der Landeshauptmann. Im Jahr 2008 wurde beschlossen, 17 besonders gefährliche Eisenbahnkreuzungen zu entschärfen. Dieses zweite Paket um rund 4,5 Millionen Euro wurde bis zum Jahr 2010 umgesetzt. „Wir sind nunmehr übereingekommen, ein drittes Maßnahmenpaket zu setzen, um weitere 13 gefährliche Eisenbahnkreuzungen zu entschärfen", informierte Pröll. An vier Kreuzungen werden technische Sicherungsmaßnahmen wie etwa Schrankenanlagen errichtet, an drei werden Wechselverkehrszeichen angebracht und an sechs Eisenbahnkreuzungen werden Fahrbahnlichter eingerichtet. Das Maßnahmenpaket soll 2012 und 2013 umgesetzt werden, so der Landeshauptmann.

„Mit den ersten beiden Maßnahmenpaketen haben wir gute Fortschritte erzielt", berichtete Pröll, dass im Zeitraum 2007 bis 2010 die Unfälle an Eisenbahnkreuzungen um 60 Prozent zurückgegangen seien. Die Zahl der Verletzten habe sich um 76 Prozent verringert, die Zahl der Toten sei um 88 Prozent gesunken.

„Aber noch so gute technische Einrichtungen helfen nichts, wenn nicht auch von den Verkehrsteilnehmern entsprechende Vorsicht an den Tag gelegt wird. Darum bitte ich alle Verkehrsteilnehmer, äußerste Vorsicht walten zu lassen, wenn es darum geht, eine Eisenbahnkreuzung zu queren", appellierte der Landeshauptmann.

„Ich freue mich, dass hier ganz konkrete Maßnahmen gesetzt werden, um Österreichs Straßen sicherer zu machen", sagte Verkehrsministerin Doris Bures. Gerade bei Eisenbahnkreuzungen herrsche ein „extrem hohes" Gefahrenpotenzial, so die Ministerin. „Wir haben im Jahr 2008 in ganz Österreich 100 gefährliche Eisenbahnkreuzungen ausgelotet, seitdem sind alle diese 100 Kreuzungen entschärft und durch zusätzliche Anlagen gesichert worden", bilanzierte sie. Österreichweit würden rund 35 Millionen Euro in die Sicherung von Eisenbahnkreuzungen investiert, informierte Bures.

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