30.04.2012 | 00:28

Bilanz über ein Jahr Öffnung des Arbeitsmarktes

Schwarz: Kein Verlust von Arbeitsplätzen für Österreichische Arbeitnehmer

In St. Pölten zog Landesrätin Mag. Barbara Schwarz heute, Montag, 30. Mai, Bilanz über ein Jahr Öffnung des Arbeitsmarktes und hielt dabei fest: „Die Ängste, die bei der Arbeitsmarktöffnung geschürt wurden, waren unbegründet, es ist zu keinem Verlust von Arbeitsplätzen für österreichische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und - aufgrund gesetzlicher Maßnahmen und strengen Überprüfungen - auch zu keinem Lohndumping gekommen. Wir haben heute höhere Beschäftigungszahlen als 2008, der niederösterreichische Arbeitsmarkt ist weiterhin gut aufgestellt."

Neben den gesetzlichen Regelungen im Bereich der Entlohnung nannte die Landesrätin als zweiten wesentlichen Grund für diese Entwicklung die Sprachbarrieren - österreichische Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber würden aufgrund der Sprachkenntnisse nach wie vor auf inländische Dienstnehmerinnen und -nehmer setzen. Konkret habe man in Niederösterreich im März des heurigen Jahres 570.676 Beschäftigte gezählt, rund 71.000 bzw. 12,5 Prozent davon waren ausländische Beschäftigte. 7.000 davon kamen aus Deutschland, 7.600 aus Ungarn, 5.400 aus Polen, 4.800 aus der Slowakei und 2.900 aus der Tschechischen Republik.

Was allerdings auch in Niederösterreich zu bemerken sei, so Schwarz weiter, sei ein Fachkräftemangel, der auch nicht durch ausländische Arbeitskräfte kompensiert werde. In diesem Zusammenhang gäbe es seitens des Landes diverse Maßnahmen, als Beispiel nannte Schwarz das „Job Tandem", das man gemeinsam mit Wirtschaftskammer und Arbeitsmarktservice für das Waldviertel kreiert habe. „Wir müssen die Arbeitgeberinnen und -geber dabei unterstützen, vor Ort Facharbeiterinnen und -arbeiter finden zu können und vor allem junge Menschen dahingehend motivieren." Es müsse hier an alle appelliert werden, die Einfluss auf die Berufsentscheidung von Jugendlichen nehmen, und man dürfe nicht übersehen, dass viele Lehrlinge in der Firmenhierarchie bis ganz nach oben aufsteigen und man es daher auch mit einer Lehre sehr weit bringen könne. „Es darf keine Wertung geben zwischen Lehre und schulischer Ausbildung", so die Landesrätin.

Weitere Aktionen des Landes im Bereich Arbeitsmarkt bzw. Berufsausbildung seien u. a. der „Girls Day" oder das Kindergarten-Portfolio ab Herbst dieses Jahres. Auch die Wirtschaftskammer würde Potenzialanalysen anbieten. Abgesehen davon würde in Niederösterreich auch auf ältere Arbeitnehmerinnen und -nehmer nicht vergessen, hier sei man dabei, Programme zu entwickeln. Zudem werde auf das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf geachtet, so Schwarz.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Marion Gabler-Söllner, Telefon 02742/9005-12655, e-mail marion.gabler-soellner@noel.gv.at.

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