23.04.2012 | 13:20

Bettina Hering präsentiert ihre erste Spielzeit am Landestheater NÖ

2012/2013 „Mit subversivem Humor zur Gegenwartsbewältigung"

In St. Pölten präsentierte Bettina Hering heute, Montag, 23. April, ihre erste Spielzeit am Landestheater Niederösterreich, dessen Leitung sie von Isabella Suppanz übernimmt. Die gebürtige Schweizerin, die seit 20 Jahren in Wien lebt, u. a. mit Einar Schleef, Peter Palitzsch und Hans-Jürgen Syberberg arbeitete und sowohl als Regisseurin als auch Dramaturgin - in Niederösterreich etwa auch beim Theatersommer Haag und bei „Literatur im Nebel" in Heidenreichstein - tätig war, stellt die Saison 2012/2013 unter das Motto „Mit subversivem Humor zur Gegenwartsbewältigung".

Das Ensemble wird von bisher zwölf Schauspielern auf nunmehr elf ständige und drei weitere Kräfte für einen Teil der Spielzeit, unter ihnen Babett Arens, umgestaltet und zum Großteil neu zusammengesetzt. Als Gäste sind u. a. Anne Bennent, Birgit Doll, Ulrike Folkerts, Cornelia Köndgen, Doris Schretzmayer und Heinz Zuber zu sehen. Insgesamt wird die am 6. Oktober beginnende Spielzeit in Eigen- und Koproduktionen elf Premieren im Großen Haus und in der Theaterwerkstatt, fünf thematisch eng an das Programm geknüpfte Gastspiele, Lesungen etc. umfassen.

Der Auftakt erfolgt mit Thornton Wilders „Wir sind noch einmal davongekommen" in der Regie von Daniela Kranz. Zuvor gibt es - als Prolog zur Eröffnung der ersten Spielzeit der neuen Intendanz - „Wuttke spricht Pollesch". Ab 11. Oktober wird Jérome Savarys Raimund-Inszenierung „Der Bauer als Millionär" aus Baden übernommen. Maria Happel wird Robert Thomas\' Kriminalkomödie „Acht Frauen" inszenieren (ab 7. Dezember), Babett Arens bringt ab 19. Jänner in der Theaterwerkstatt unter dem Titel „Die Liebenden in der Untergrundbahn" vier Einakter von Jean Tardieu auf die Bühne. Ebenfalls noch im Jänner inszeniert Roland Koch Shakespeares „Viel Lärm um nichts" (ab 26. Jänner).

Am 9. März gelangt in der Theaterwerkstatt eine Goethe-Paraphrase von Stephan Lack zur Uraufführung - Arbeitstitel „Stella entscheidet sich (endlich)", „Mamma Medea" bringt ab 16. März die österreichische Erstaufführung einer modernen Medea-Version von Tom Lanoye. Im Rahmen der ersten internationalen Koproduktion des Landestheaters (mit dem Ballhaus Naunynstraße in Berlin) kommt es am 20. April zur deutschsprachigen Erstaufführung von „I Call My Brothers" von Jonas Hassen Khemiri. Den Abschluss der Eigenproduktionen bildet die Premiere von „aufgleisen!" am 28. März (Theaterwerkstatt) im Rahmen des „Bürgertheaters", einer neuen Initiative, um Menschen aus St. Pölten und ganz Niederösterreich nicht nur als Besucher, sondern auch als Mitspieler für die Bühne zu begeistern. Parallel dazu wird es auch zwei „Bürgergespräche" geben (11. Jänner und 14. April).

Kinderstücke aus dem eigenen Haus sind „Minus und die verrückte Hutjagd" (Regie: Dominic Oley) ab 6. Oktober und „Eine Woche voller Samstage" (Regie: Bettina Hering) ab 24. November. Dazu kommt „Der gestiefelte Kater" als Gastspiel des Theaters mit Horizont (ab 22. Februar). Gastspiele sind ebenso Ibsens „Nora oder ein Puppenhaus" vom Theater Oberhausen (20. Oktober, Regie: Herbert Fritsch), Goethes „Faust 1 - 3" in Kombination mit Elfriede Jelineks „Faustin and out" vom Schauspielhaus Zürich (Regie: David Dusan Parizek; am 14. und 15. Dezember gleichzeitig an den zwei Spielstätten des Hauses), „Tape" von Stephan Belber vom Deutschen Theater Berlin mit Nina Hoss (31. Jänner und 1. Februar) sowie Luc Percevals „Hamlet"-Inszenierung vom Hamburger Thalia Theater (10. und 11. Mai).

Komplettiert wird die nächste Saison durch zwei Lesungen: Am 13. März lesen Michael Maertens und Toni Slama aus dem Briefwechsel zwischen Ephraim Kishon und Friedrich Torberg, am 7. Mai präsentiert Corinna Harfouch unter dem Titel „Große Liebensgeschichten" Texte von Etel Adnan und Swetlana Alexijewitsch. Im Rahmen des Lesefestes „Blätterwirbel" gibt es drei Personalen: für und mit Sabine Gruber (13. Oktober), Anna Mitgutsch (17. Oktober) und Paulus Hochgatterer (23. Oktober). Schließlich wird am 22. März in Zusammenarbeit mit dem Max Reinhardt Seminar mit Anton Tschechows „Der Bär" zur Premiere einer Vordiplominszenierung (von Nicolas Charaux) geladen.

Nähere Informationen, das detaillierte Programm und Karten beim Landestheater Niederösterreich unter 02742/90 80 60-600, e-mail karten@landestheater.net, http://www.landestheater.net/.

 

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