08.03.2012 | 14:07

Zwischenbilanz und Ausblick zu „e-mobil in niederösterreich"

Pernkopf, Bohuslav: e-Mobilität ist großes Thema mit großem Potenzial

In St. Pölten zogen Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf sowie Wirtschafts- und Tourismus-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav heute, Donnerstag, 8. März, eine Zwischenbilanz zur vor zwei Jahren gestarteten Landesinitiative „e-mobil in niederösterreich" und gaben dabei auch einen Ausblick auf die in Zukunft geplanten Schritte.

„Verkehr und e-Mobilität sind große Themen und wichtige Anliegen im Klimaschutz. Im Verkehrsbereich liegt man im Grunde weltweit nicht so gut, es gab zuletzt einen neuen Rekordzuwachs an Pkw. Somit ist e-Mobilität der Haupthoffnungsträger", betonte dabei Pernkopf. Bohuslav hielt fest: „Elektromobilität besitzt ein großes Potenzial für unsere heimische Wirtschaft, ist aber auch wichtig für den Erhalt unserer intakten Natur - eine wichtige Basis für den heimischen Tourismus. Wenn Unternehmungen e-Mobilität nutzen und sich damit auseinandersetzen, gibt es von Seiten des Wirtschaftsressorts Unterstützung. Den Tourismusbereich sehen wir indes als einen Produzenten bzw. Zulieferer von Alltags-e-Mobilität."

Mit den bisherigen Maßnahmen und Erfolgen im Bereich e-Mobilität zeigten sich die beiden Landespolitiker zufrieden. Man habe in den drei Modellregionen Wachau, Römerland-Carnuntum und Bucklige Welt bereits zahlreiche touristische Mobilitätskonzepte gestartet, im ganzen Land seien bereits über 12.000 Elektrofahrräder und über 1.500 Elektrofahrzeuge unterwegs. Die Förderung der e-Fahrräder durch das Land habe einen großen Boom ausgelöst - von 2010 auf 2011 habe es eine Steigerung von 20.000 auf 30.000 derartige Räder gegeben.

Als weitere erfolgreiche Projekte im Bereich e-Mobilität wurden etwa der Solarbus in Perchtoldsdorf, die Abhaltung einer Mobiltäts-Rallye oder auch Car-Sharing-Projekte genannt. Zudem vergebe das Land entsprechende Förderungen, für e-Autos gebe es beispielsweise bis zu 1.400 Euro, für Mopeds bis zu 300 Euro. „Diese Förderung wird es auch 2012 weiterhin geben", so Pernkopf, der auch festhielt, dass e-Mobilität nur Sinn mache, wenn der Strom dafür zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie stamme und dass dies in Niederösterreich leicht machbar wäre: „Erneuerbare Energie ist bereits ein wichtiger Wertschöpfungsfaktor sowie ein wichtiger Wirtschafts- und Arbeitsplatzfaktor in Niederösterreich."

Was die Zukunft betrifft, so meinte Pernkopf: „Es gibt im Bereich e-Mobilität nicht nur eine gute Bilanz, sondern auch schon ein neues Großprojekt." Dabei handelt es sich um das Vorhaben, die Region zwischen Wiener Neustadt und Wien e-mobil zu machen. In dieses Projekt mit dem Namen „e-pendler in niederösterreich" seien 49 Gemeinden involviert, um die Pendlerinnen und Pendler der Region e-mobil unterwegs sein zu lassen. Bohuslav ergänzte, dass es zudem ein EU-Projekt gebe, bei dem Forschung und Wirtschaft im Bereich e-Mobilität zusammengeschlossen werden solle. Überdies habe man bereits eine Kooperation mit der Steiermark und insbesondere der Stadt Graz gestartet; dabei gehe es einerseits um verstärktes Netzwerken und Messeauftritte, andererseits um Weiterentwicklungen im Fuhrparkbereich der Länder.

Als e-mobil-Partner aus den Bereichen Kommunen und Wirtschaft stellten Feri Schwarz, Bürgermeister der Kurgemeinde Bad Schönau, und Ing. Gerhard Nachförg, Geschäftsführer der GW St. Pölten Integrative Betriebe GmbH, ihre jeweiligen Projekte im Bereich e-Mobilität vor.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, Mag. Markus Habermann, Telefon 02742/9005-15473, e-mail markus.habermann@noel.gv.at, Büro LR Bohuslav, Mag. Lukas Reutterer, Telefon 02742/9005-12026, e-mail lukas.reutterer@noel.gv.at, bzw. ecoplus, Michaela Schmid, Telefon 02742/9000-19660, e-mail m.schmid@ecoplus.at.

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