23.02.2012 | 15:48

EU-Projekt für Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft gestartet

Schwarz: Der Wettbewerb der Zukunft ist Wettbewerb um die bessere Ausbildung

Für ein neues grenzüberschreitendes EU-Projekt zwischen Niederösterreich und Vysočina (Tschechische Republik) wurde gestern in Retz der Startschuss von der für EU-Fragen zuständigen Landesrätin Mag. Barbara Schwarz gegeben. Im Zentrum des Projektes steht die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft und zwar über die Grenzen hinweg. Partner bei diesem Projekt ist die NÖ Landesakademie, die dieses Projekt initiierte und damit 591.000 Euro, die zu 75 Prozent von der EU bezahlt werden, für Niederösterreich lukrieren konnte.

„Die Zusammenarbeit der niederösterreichischen Grenzregionen mit den Grenzregionen der Nachbarländer ist von ganz zentraler Bedeutung. Sie bietet Perspektiven und Horizonte, erschließt aber auch neue Kundenkreise und neue Märkte, die von gut ausgebildeten jungen Menschen belebt werden müssen", so Landesrätin Mag. Barbara Schwarz.

Niederösterreich hat vom EU-Beitritt Österreichs und der Nachbarstaaten sowie vom Zusammenwachsen der Regionen im Herzen Europas profitiert. Das beweisen auch Zahlen, Daten und Fakten: So gab es in den Grenzregionen in den letzten 16 Jahren einen Zuwachs an Betriebsstandorten von mehr als 70 Prozent, der Kaufkraftindex liegt deutlich über dem Durchschnitt, das verfügbare Einkommen ist seit 1995 um 50 Prozent und die Zahl der Beschäftigten in Niederösterreich um 14,3 Prozent gestiegen, was ebenfalls über dem österreichischen Durchschnitt liegt.

Auch der Chefökonom der Industriellenvereinigung, Dr. Christian Helmenstein, wies darauf hin, dass Niederösterreich von einem größeren Europa profitiert habe und dass Projekte, wie das jüngste, wichtige Impulse für die gesamte Region auslösten. Die Regionen Vysočina und Niederösterreich hätten gerade durch ihre Unterschiedlichkeit große Chancen sowohl die Bildungssysteme als auch die Betriebsstrukturen oder die Tourismusangebote betreffend. Durch diese Unterschiedlichkeiten könne in schwierigen Zeiten viel besser und effizienter reagiert werden. Das Projekt „EDU.Region" mit seiner Intention, das Zusammenspiel von Schulen und Wirtschaft zu verbessern sei auch deswegen zukunftsweisend, weil der größte Wettbewerb künftig um gut ausgebildete Arbeitskräfte stattfinden werde. Hier gelte es, Spannungsfelder wie Arbeitslosigkeit und Arbeitskräfteknappheit zu bewältigen.

Für den Geschäftsführer der NÖ Landesakademie Dr. Christian Milota ist das Zusammenwirken zwischen Schule und Wirtschaft ein ganz zentrales Thema, das grenzüberschreitend gelöst werden muss. So wisse man aus einer Umfrage, dass sich die Vorstellungen der Wirtschaft über die Schulabsolventen oft nicht mit den Lehrplänen decken. Dort solle auch das aktuelle Projekt ansetzen und durch konkrete Maßnahmen wieder dazu führen, dass die Schulen nicht länger am Bedarf der Wirtschaft „vorbeiproduzieren" bzw. „vorbeilehren".

Nähere Informationen: NÖ Landesakademie, Mag. Susanne Schiller, Telefon 02742/294-17433, e-mail susanne.schiller@noe-lak.at, http://www.noe-lak.at/.

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