> > > > > >
Wirtschaft, Tourismus & Technologie

Barrierefreie Version | Sitemap | Kontakt | Hilfe | Schriftgröße: A A A  | ein Druckersymbol
Erweiterte Suche | Suche:
Wirtschaft, Tourismus & Technologie
in Niederösterreich

Wirtschaftsstrategie Niederösterreich 2015

LR Bohuslav: Ausbau bewährter Programme, neue Akzente im Fokus!

Die Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise verlangen von Niederösterreichs Wirtschaft sich mit veränderten Rahmenbedingungen auseinander zu setzen. Mit der Wirtschaftsstrategie 2015 reagiert das Land NÖ rasch und effizient auf das neue Szenario und stärkt mittels konkreter Maßnahmen und Services die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen. Fünf Bereiche stehen dabei besonders im Mittelpunkt: Innovation & Technologie, Qualifikation, Kooperation, Markterschließung und Nachhaltigkeit.


LR Dr. Petra Bohulsav, Mag. Georg Bartmann

Zwei große Herausforderungen prägten den Amtsantritt von Landesrätin Dr. Petra Bohuslav in der niederösterreichische Wirtschaftspolitik: Die Wirtschaft in einer angespannten Wirtschaftslage als Partner zu unterstützen und  - in enger Abstimmung mit den Betrieben - zukunftsorientierte Strategien zu entwickeln. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit wurden vier Konjunkturpakte mit einem Gesamtvolumen von rund 880 Mio. Euro auf den Weg gebracht. Die Konjunkturpakete haben gut gewirkt: Die Wirtschaft befindet sich aktuell wieder auf Konsolidierungskurs, für 2010 wird ein Wachstum von 1,5% bis 2% prognostiziert.

Um diese moderate Wirtschaftsbelebung weiter anzukurbeln, sind allerdings weitergehende wirtschaftspolitische Maßnahmen unumgänglich. Hier setzt die Wirtschaftsstrategie 2015 an", betont Bohuslav. „Wir wollen damit die niederösterreichischen Unternehmen bei ihren Entwicklungsmaßnahmen bedarfsgerecht unterstützen und gleichzeitig den Weg für zukunftsträchtige Ideen und Initiativen freimachen".

Ausgangsbasis und Ideenbörse für die Wirtschaftsstrategie war der von Landesrätin Bohuslav im Vorjahr ins Leben gerufene UnternehmerInnendialog. Im Rahmen von Großgruppenworkshops, Kleingruppengesprächen und schriftlichen Befragungen wurde dabei der direkte Kontakt mit den UnternehmerInnen vertieft und so das Eingehen auf individuelle Problemfelder gewährleistet. Wichtige Themen konnten so identifiziert und für die Erarbeitung konkreter Maßnahmen und Services evaluiert werden. „Als Resultat dieses Schulterschlusses mit der Wirtschaft liegt nun eine schlagkräftige Strategie vor, mit deren Hilfe wir die Aktivitäten der UnternehmerInnen, ihre Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig steigern können", freut sich Bohuslav.

Die neue Strategie setzt einerseits auf bewährte Maßnahmen und bietet andererseits zahlreiche neue Ansätze. Die Hauptziele sind klar definiert:

  • Erreichung des höchsten Wirtschaftswachstums in Ost-Österreich
  • Sicherung und Erhöhung von Arbeitsplätzen (insbesondere von hochwertigen Arbeitsplätzen)
  • Nachhaltige Positionierung als lebenswerter, attraktiver Wirtschaftsstandort

 

Das soll unter anderem erreicht werden:

 

  • Steigerung des verfügbaren Einkommens (netto je EinwohnerIn bzw. je Beschäftigten)
  • Steigerung auf 5000 F&E-Arbeitsplätze bis 2015 (derzeit 4000)

 

Um diese Vorgaben zu erfüllen, beinhaltet die Wirtschaftsstrategie 2015 einen ausgewogenen Mix zwischen Bewährtem wie z.B. Innovationsunterstützung oder Cluster-Initiativen und Visionärem: „In der Vergangenheit erfolgreiche Instrumente werden beibehalten bzw. adaptiert, neue Entwicklungen, etwa im Feld „Green Technologies", werden wir noch stärker als bisher verfolgen", so Bohuslav.

 

Fünf Segmente stehen im Vordergrund:

  • Innovation & Technologie: Zukunftsorientierte Geschäftsfelder und Projekte werden finanziell sowie mit immateriellen Services (z.B. Beratungs- und Managementleistungen) begleitet, ebenso werden die Technopole ausgebaut.
  • Qualifikation: Geplant ist hier unter anderem eine Forcierung von Weiterbildungsinitiativen für UnternehmerInnen und Management.
  • Kooperation: In Vorbereitung ist eine Erhöhung des Vernetzungsgrads der niederösterreichischen Unternehmen in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht.
  • Markterschließung: Durch den Start entsprechender Pilotprojekte soll das Engagement heimischer Betriebe in den Wachstumsmärkten Asien, Afrika und Lateinamerika unterstützt werden.
  • Nachhaltigkeit: Energieeffizienz und Nachhaltiges Wirtschaften werden in der Wirtschaftsförderung stärker berücksichtigt.

„Zusätzlich werden wir für mehr Effizienz in der Verwaltung sorgen", verspricht Bohuslav. „Ich denke hier vor allem an eine Evaluierung und Neugestaltung der Bearbeitungsprozesse. Unser Dienstleistungsangebot soll hier für die Kunden noch einfacher und transparenter gestaltet werden." Im Dialog mit den Wirtschaftsressorts der anderen Bundesländer bemüht sich die Landesrätin auch um eine Verlängerung der Schwellenwertverordnung aus 2009 für die öffentliche Auftragsvergabe. Ziel für Bohuslav ist es, die Chancen für Klein- und Mittelbetriebe bei öffentlichen Aufträgen weiter zu verbessern um so die lokale Wirtschaft als wichtigsten Arbeitgeber zu stärken.

Obwohl die Wirtschaftsstrategie 2015 auf einen Fünf-Jahres-Horizont ausgerichtet ist, handelt es sich dabei um kein starres Korsett, sondern um einen höchst lebendigen Prozess. So wird im Herbst 2010 der UnternehmerInnendialog und damit die direkte, persönliche Kommunikation mit den Betrieben fortgesetzt. „Wenn neue Herausforderungen oder Probleme auftauchen, können wir so auch in Zukunft rasch und zielgerichtet reagieren", so Bohuslav abschließend.




WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN
Ihre Kontaktstelle des Landes

Amt der NÖ Landesregierung
Büro Landesrätin Dr. Petra Bohuslav


Mag. Lukas Reutterer E-Mail: lukas.reutterer@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12026, Fax:

3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 1

Lageplan, Adressen aller Dienststellen


Letzte Änderung dieser Seite: 12.07.2010