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Wirtschaft, Tourismus & Technologie

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in Niederösterreich

NÖ Eigenkapitalsicherungsmodell

Neues Modell zur Unternehmensfinanzierung stärkt niederösterreichische Klein- und Mittelbetriebe

Bohuslav: Aufschwung mit gezielten Wachstumsimpulsen sichern


„Niederösterreichs Betriebsansiedlungen (derzeit 67) und Neugründungen (rund 6000 pro Jahr) verlaufen stabil. Die Kurzarbeit geht deutlich zurück und der Beschäftigungsstand (570.000) hat in Niederösterreich wieder ´Vorkrisenniveau` erreicht. Erst dieses Wochenende haben uns die Experten des IHS darüber informiert, dass die niederösterreichische Wirtschaft im Jahr 2010 mit 2,1% (BWS) schneller wachsen wird als der Bundesschnitt (BIP 1,8-2%)", fasst Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav Niederösterreichs derzeitige Wirtschaftssituation zusammen. 

Diese Entwicklung ist das Ergebnis harter Arbeit im Land und des Vertrauens der Unternehmen in ihre eigene Leistungsfähigkeit. Die vom Land Niederösterreich beschlossenen Konjunkturpakete in einer Höhe von rund 880 Mio. Euro haben punktgenau Wirkung gezeigt und die Unternehmen in einer schwierigen Phase unterstützt.

Obwohl alle Zeichen auf eine Erholung hinweisen, geht es jetzt darum diesen Aufschwung nachhaltig abzusichern und weiter zu verstärken. Niederösterreich hat mit seiner erst vor Kurzen präsentierten „Wirtschaftsstrategie 2015" ein klares Leitwerk, um Niederösterreichs Wirtschaft fit für die Zukunft zu machen.

Bei der Erarbeitung der neuen Strategie wurde auch deutlich, dass sich die Eigenkapitalsituation vieler Klein- und Mittelbetriebe durch die Krise verschlechtert hat.  Verschärfend kommt hinzu, dass es durch den Beschluss von Basel III künftig schwieriger wird, für klassische Finanzierungsanlässe wie Auftragsfinanzierung oder Unternehmenswachstum Kredite zu erhalten.

Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav:„Jetzt ist rasches Handeln gefordert, es gilt unsere Klein- und Mittelunternehmen mit gezielten Impulsen zu stützen. Wir haben daher speziell für diese Betriebe im Rahmen unseres Konjunkturpaketes ein österreichweit einzigartiges Instrument zur Eigenkapitalsicherung entwickelt."

Das sogenannte „NÖ Eigenkapitalsicherungsmodell" beinhaltet eine Mischung von Beteiligung und Fremdfinanzierung und deckt Finanzierungsbedarfe zwischen 60.000 und 200.000 Euro ab. Dies bedeutet für kleine und mittlere Unternehmen ab 5 Mitarbeitern zusätzliche Finanzmittel. Ermöglicht wird auf diese Weise beispielsweise die Finanzierung von Projekten und Aufträgen, energierelevante Maßnahmen oder auch weitergehende Aktivitäten in Richtung Markterschließung. 25% des Finanzierungsvolumens wird dabei durch eine stille Beteiligung des Landes (Abwicklung durch die NÖBEG) gefördert, weitere 75% durch einen Kredit im Rahmen des Kreditsicherungsmodells mit 50% Haftung des Landes.

„Unser neues Modell stärkt auf effiziente und unbürokratische Weise die Eigenkapitaldarstellung der KMU´s und verbessert so nachhaltig ihre Stabilität und ihre Chancen im Wettbewerb.", so Landesrätin Bohuslav weiter.

Neben der wichtigen Unterstützung von Klein - und Mittelunternehmen in der jetzigen Aufschwungphase hat für LR Bohuslav die Ankurbelung des regionalen Baugewerbes hohe Priorität. 

„Die Entwicklung des Baugewerbes ist in der jetzigen Situation schwer einzuschätzen. Während der Krise wurde von öffentlicher Hand hier überdurchschnittlich viel bewegt, diese Aufträge gehen in der jetzigen Phase zurück. Jetzt geht es darum diesen Rückgang zu dämpfen. Als ersten wichtigen Schritt fordere ich gemeinsam mit  der Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Sonja Zwazl, vom Bund eine Verlängerung der gelockerten Grenzwerte für die Direktvergabe der öffentlichen Hand!", betont Wirtschaftslandesrätin Bohuslav.

Mit der Lockerung der Vergaberegeln sind derzeit Direktvergaben durch die öffentliche Hand bis zu 100.000 Euro möglich, bei "nicht-offenen Verfahren" im Baubereich sogar bis zu einer Million. Diese Regelung, die der Regionalwirtschaft, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, bessere Chancen bei der Akquisition öffentlicher Aufträge gewährt, läuft zu Jahresende aus. Da diese gelockerten Schwellenwerte aber ein Plus an Stabilität für die Unternehmen bedeuten, fordern LR Bohuslav und Präsidentin Zwazl eine Verlängerung der Regelung um zwei Jahre bis Ende 2012.

„Ein weiterer wichtiger Schritt für die Unterstützung des Baugewerbes ist die  Forcierung der Thermischen Sanierung` in Niederösterreich. Wirtschaftminister Mitterlehner hat letzte Woche angekündigt, dass es zu einer Neuauflage der
Bundesförderung für die Thermische Sanierung kommen wird. Für mich ein unbedingt notwendiges Instrument von Bundesseite. Mit der jährlich 100 Millionen Euro umfassenden Bundes-Förderung für die Thermische Sanierung von Gebäuden
werden nachhaltige konjunkturelle Impulse für die Bauwirtschaft gesetzt. Auch in  Niederösterreich wird die Wohnbauförderung ihren Schwerpunkt auf die Thermische Sanierung konzentrieren. Mit gemeinsamen Anstregungen können wir so die Situation im Baugewerbe stabilisieren", so Bohuslav abschließend.





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Büro Landesrätin Dr. Petra Bohuslav


Mag. Lukas Reutterer E-Mail: lukas.reutterer@noel.gv.at
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Letzte Änderung dieser Seite: 13.10.2010