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Wichtige Eisenbahnbauvorhaben

Rund 2.100 km Netzlänge oder 40% des gesamten Schienennetzes der ÖBB liegen in Niederösterreich. Pro EinwohnerIn entfallen in Österreich durchschnittlich rund 0,7 m Schienennetz.

In Niederösterreich zeigt sich mit gut 1,4 m Netzlänge pro EinwohnerIn ein rund doppelt so hoher Bestand wie im österreichischen Durchschnitt. Dies ist vor allem auf die große Anzahl der in Niederösterreich bestehenden Regionalbahnen zurückzuführen.

Die Ziele zur Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs sind ohne Infrastrukturmaßnahmen nicht zu erreichen. Daher wurden in den letzten Jahren einige wesentliche Projekte realisiert, bzw. stehen derzeit in Bau. Aber auch auf Planungsseite werden weitere wichtige Projekte zur Baureife entwickelt.

Im hochrangigen Schienenetz Niederösterreichs wurde der viergleisige Ausbau der Westbahn zwischen St. Pölten und St. Valentin weiter vorangetrieben. Zahlreiche Abschnitte mit insgesamt rund 100 km wurden bereits fertig gestellt z.B. Aschbach -Krenstetten, Sarling -Ybbs, Prinzersdorf -Pöchlarn, Umfahrung Enns, Knoten Rohr und Knoten Wagram usw. Die Neubaustrecke Wien -St. Pölten steht vor der Inbetriebnahme und soll im Dezember 2012 fertiggestellt werden.Der Abschnitt von Ybbs bis Amstetten und die Güterzugumfahrung St. Pölten (GZU) befinden sich in Bau. Nach erfolgtem durchgehenden 4-gleisige Ausbau der Westbahn in Niederösterreich werden die heute bestehenden Kapazitätsengpässe behoben sein, sodass neben dem Fernverkehr (Personen und Güter) auch der Personenregional-und Nahverkehr (z.B. Bestandsstrecke Wien -St. Pölten, Regionalbahnhof Tullnerfeld) profitieren werden.

Im Zusammenhang mit der Neubaustrecke Wien -St. Pölten und dem neuen Regionalbahnhof Tullnerfeld hat die im Jahr 2009 fertiggestellte Tullner Westschleife besondere Bedeutung, da sie durch Umfahrung des Tullner Hauptbahnhofes eine direkte Eisenbahnverbindung des Bahnnetzes nördlich der Donau mit der neuen Westbahn im Tullnerfeld herstellt.

Die Südbahn wurde im Abschnitt Wien -Wr. Neustadt als Nahverkehrsstrecke im Rahmen des Südbahnvertrages 1998 für einen 30-Minutentakt ausgebaut. In diesem Zusammenhang nimmt auch der derzeit geplante 2-gleisige Ausbau der Pottendorfer Linie im Abschnitt Wien/Inzersdorf-Metzgerwerke -Wampersdorf (Realisierung 2013-2020) einen hohen Stellenwert ein, um die Südbahnachse im Abschnitt Wien -Wr. Neustadt leistungsfähiger und damit auch für den Personennahverkehr attraktiver zu machen. Weitere Streckenverbesserungen der Südbahn wurden im Abschnitt Wr. Neustadt -Gloggnitz vorgenommen. Seit 2006 läuft die Sanierung der Bestandsstrecke über den Semmering, die 2014 abgeschlossen sein soll Für den Semmeringbasistunnel NEU erfolgte im April 2012 der Spatenstich.

Die Ostbahn wurde in Richtung Budapest einschließlich der Spange Parndorf -Kittsee -Bratislava ausgebaut. Zwischen 1994 und Dezember 2002 wurde auch der 2-gleisige Ausbau der Flughafenschnellbahn S7 vorgenommen. Der MarcheggerAst der Ostbahn soll im Abschnitt Wien/Stadlau -Marchegg entsprechend den Festlegungen im Rahmenplan des Bundes, beginnend mit dem Wiener Abschnitt ab dem Jahr 2014  ausgebaut und elektrifiziert werden.

An der Schnellbahnlinie S 2 , Wien Wolkersdorf -Mistelbach -Laa/Thaya wurde nach dem ersten Projektabschnitt, dem zweigleisigen Ausbau zwischen Gerasdorf und Wolkersdorf, im Dezember 2006 auch der zweite Teil der Ausbaumaßnahmen, nämlich die Elektrifizierung des Abschnitts Mistelbach -Laa an der Thaya, eröffnet. Bahnfahrer aus dem Weinviertel profitieren seither durch einen neuen, dem Infrastrukturausbau angepassten Fahrplan, der mehr Verbindungen und schnellere Fahrzeiten aufweist.

Die grenzüberschreitenden Schienenverbindungen in Richtung Tschechische Republik wurde durch die Elektrifizierung der Bahnstrecke Retz -Znaim verbessert. Die Bauarbeiten für diese Bahnstrecke, welche in zwei Etappen erfolgten, wurden im Oktober 2009 abgeschlossen. Weiters erfolgte im Jahr 2010 die Fertigstellung der Elektrifzierung der Bahnstrecke Ceske Budejovice - Ceske Velenice/Staatsgrenze. Damit ist die durchgehende Elektrifizierung der Verbindung Wien - Ceske Budejovice gegeben.

Entscheidungen für die Umsetzung konkreter Ausbaumaßnahmen sind jedoch letztendlich auf der jeweiligen bundesstaatlichen Ebene und in den betroffenen nationalen Eisenbahnunternehmen zu treffen.

In Richtung Slowakische Republik wurde seitens des Bundes der Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke Gänserndorf -Marchegg auf den Zeitraum 2019-2021 verschoben.


Weiterführende Informationen

Publikationen

Publikationen zum gewählten Thema finden Sie hier.

Ihre Kontaktstelle des Landes für Eisenbahnbauvorhaben

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten
DI Christian Popp E-Mail: post.ru7@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-14083, Fax: 02742/9005/14950

3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 16

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Letzte Änderung dieser Seite: 09.01.2013

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