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Wasser


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in Niederösterreich

Fallstudie "Große Tulln"

Einleitung

Für die Erreichung des Zielzustands gemäß Wasserrechtsgesetz bzw. Wasserrahmenrichtlinie sollen bis zum Jahr 2009 für sämtliche Oberflächengewässer Maßnahmenprogramme entwickelt werden, die unter Berücksichtigung der Kosteneffizienz die ökologisch wirksamsten Maßnahmen ausweisen. Im vorliegenden Pilotprojekt wird am Beispiel der Großen Tulln eine Vorgehensweise zur Entwicklung und Bewertung von Maßnahmenvorschlägen im Rahmen einer Kostenwirksamkeitsanalyse vorgestellt.


Durchführung

Die Bewertung des Ist-Bestands sowie der Maßnahmen erfolgt anhand eines Zielsystems, das aus den vier Teilzielen Ökologie, Kosten, rechtliche und administrative Umsetzbarkeit und Hochwasserschutz besteht.

Die Bewertung erfolgt in einem zweistufigen Prozess. In der ersten Stufe wird das Verbesserungspotential der Maßnahmen bewertet und darauf aufbauend eine Grobauswahl erstellt, um die Vielzahl von denkbaren Maßnahmenkombinationen zu reduzieren. In der zweiten Stufe werden mit den ausgewählten Maßnahmen Kombination erstellt und die ökologische Wirksamkeit bewertet. In Abhängigkeit der jeweiligen Ausdehnung der Maßnahme und den lokalen Randbedingungen werden die Kosten, Umsetzbarkeit sowie die Auswirkungen auf den HW-Schutz ermittelt. Insgesamt ergeben sich dadurch für jeden Abschnitt mehrere wirksame Maßnahmen bzw. Maßnahmenkombinationen, mit denen der gute ökologische Zustand erreicht werden kann.

Abschließend wird beschrieben, welche Elemente der im Pilotprojekt ange­wandten Methodik auf andere Oberflächengewässer übertragen werden können.


Ergebnisse

Für die Große Tulln ergaben sich folgende konkrete Ergebnisse:

  • Im Mittel- und Unterlauf ist die Durchgängigkeit herzustellen
  • In den meisten Gewässerabschnitten ist eine Renaturierung (Gerinne-Aufweitung, pendelnde Linienführung für Niederwasser etc.) oder Beschattung erforderlich. Diese muss aber nicht den gesamten Abschnitt umfassen, sondern nur Teilbereiche, da die Maßnahmen über den umgestalteten Bereich hinaus wirken.
  • Im untersten Abschnitt, der durch die Donau eingestaut ist, wird der gute Zustand voraussichtlich nicht erreicht werden können, sondern nur das „gute ökologische Potential". Dazu wird eine regelmäßige Beseitigung von abgesetzten Stoffen erforderlich sein.
  • Der Nährstoff-Eintrag wurde nicht als kritisch ermittelt und ist daher eine Reduktion nicht zwingend erforderlich.



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Letzte Änderung dieser Seite: 13.09.2007