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Ländliche Entwicklung 2014-2020: Naturschutz-Projektförderung

Bewilligende Stelle für Naturschutz-Projektförderungen, die aus Fördermitteln der EU und des Landes Niederösterreich finanziert werden, ist die Abteilung Naturschutz beim Amt der NÖ Landesregierung.

Förderungsvoraussetzungen:

  • Das zu fördernde Vorhaben befindet sich im ländlichen Gebiet;
  • Das Vorhaben steht im Einklang mit naturschutzfachlichen Zielsetzungen oder vergleichbaren relevanten Strategien (z.B. EU-Naturschutzrichtlinien, Biodiversitäts-Strategie Österreich 2020+, Konzept zum Schutz von Lebensräumen und Arten in Niederösterreich, ...);
  • Das Vorhaben wird im Einvernehmen mit der für Naturschutz zuständigen Stelle realisiert.

Als Förderungswerber kommen in Betracht:

  • Bewirtschafter land- und forstwirtschaftlicher Betriebe;
  • Sonstige Förderungswerber - insbesondere Landnutzer, NGOs, Vereine, Schutzgebietsverwaltungen, Agrargemeinschaften, Nationalparkverwaltungen, Natur- und Biosphärenparkverwaltungen, Körperschaften öffentlichen Rechts;
  • Gebietskörperschaften.

Förderungsabwicklung:

Förderungsanträge können laufend bei der Bewilligenden Stelle eingebracht werden. Die Bewilligende Stelle hat den Stichtag bekanntzugeben, zu welchem bis dahin eingelangte und vollständige Förderungsanträge zu einem Auswahlverfahren zusammengefasst werden.

Die Bewilligende Stelle darf einen Förderungsantrag nur dann annehmen, wenn er folgende Mindestinhalte aufweist:

  • Name des Förderungswerbers bzw. der vertretungsbefugten Person;
  • Geburtsdatum des Förderungswerbers bzw. der vertretungsbefugten Person;
  • Zustelladresse;
  • Kurzbezeichnung des Vorhabens;
  • Unterschrift auf dem Antragsformular und auf der Verpflichtungserklärung.

Ein Vorhaben kann für einen Zeitraum von maximal drei Jahren bewilligt werden.






Rechtliche Grundlagen

Die Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 regelt die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes in der Periode 2014 - 2020.

Das Österreichische Programm für ländliche Entwicklung 2014 - 2020 wurde am 12. Dezember 2014 von der Europäischen Kommission genehmigt. Auf Basis des genehmigten Programms wurden auf nationaler Ebene spezielle Förderrichtlinien zur Umsetzung der einzelnen Vorhabensarten (Maßnahmen) erlassen, in denen die konkreten Details zur Förderung geregelt werden.

Die Richtlinie des Landes Niederösterreich für Naturschutz-Projektförderungen wurde von der NÖ Landesregierung in der Sitzung vom 14. April 2015 beschlossen und regelt die Förderungsabwicklung für jene Vorhaben, die aus Fördermitteln der EU und des Landes Niederösterreich finanziert werden.





Ziele der Förderung

Mit der Förderung von Naturschutz-Vorhaben soll die Erreichung folgender Ziele unterstützt werden:

  • Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung von naturschutzfachlich wertvollen Flächen, die schützenswerte Lebensraumtypen oder Arten aufweisen, wobei ein Beitrag zur Erreichung der Ziele der EU-Naturschutzrichtlinien, der nationalen Biodiversitätsstrategie, der Landesnaturschutzgesetze und -strategien, der Nationalparkgesetze und der österreichischen Nationalparkstrategie oder der Ziele von internationalen Naturschutzübereinkommen (Bonner Konvention, Berner Konvention, Ramsar-Übereinkommen, CBD, CITES) geleistet werden soll;
  • Erstellung wissenschaftlicher oder praxisorientierter Grundlagen, die im Zusammenhang mit der Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung von schützenswerten Lebensräumen und Arten stehen;
  • Entwicklung von Kompetenzen für Naturraummanagement und Schaffung guter Voraussetzungen für die Wertschöpfung durch Dienstleistungen für den Naturschutz;
  • Motivation und Bewusstseinsbildung zur Unterstützung lokaler Akteure und Stakeholder sowie der breiten Öffentlichkeit, um die Ziele des Naturschutzes als gesellschaftlich anerkannte Werte zu verankern;
  • Management und Entwicklung von Schutzgebieten sowie Grundlagenarbeiten hierzu.




Förderungsgegenstände

Projekte werden in der Programmperiode 2014-2020 als "Vorhaben" bezeichnet.

Naturschutz-Vorhaben können in drei Vorhabensarten (VHA) beantragt werden:



Pläne und Entwicklungskonzepte zur Erhaltung des natürlichen Erbes (VHA 7.1.1)

Förderungsgegenstand 2.2.1 der Richtlinie

  • Bewirtschaftungspläne,
  • Naturschutzpläne für Land- und Forstwirte,
  • Managementpläne,
  • Entwicklungskonzepte für Gebiete von hohem Naturwert,
  • Landschaftspflegepläne,

die für die Erhaltung, Wiederherstellung oder Verbesserung des natürlichen Erbes erforderlich sind.


Studien und Investitionen zur Erhaltung und Verbesserung des natürlichen Erbes (VHA 7.6.1)

Förderungsgegenstand 3.2.1 der Richtlinie

  • Monitoring, Fallstudien, sonstige Konzepte, Studien oder Grundlagenarbeiten zu biodiversitätsrelevanten Themen.
  • Projektbezogene Betreuungstätigkeiten im Zusammenhang mit der Initiierung, Planung und Umsetzung komplexer Naturschutzvorhaben.

 Förderungsgegenstand 3.2.2 der Richtlinie

Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung:

  1. Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung: Veranstaltungen und Materialien,
    Workshops, Tagungen, Informationsveranstaltungen, Pressearbeit, Sendungen in
    Rundfunk und Fernsehen, Seminare, Folder, Plakate, Videos, Apps, Websites,
    sonstiges Begleitmaterial und Bewusstseinsbildung der Stakeholder und
    BewirtschafterInnen, sowie der breiten Öffentlichkeit.
  2. Betriebsbesuche und Beratungen, Geländebegehungen, geführte Wanderungen, 
    Workshops, Tagungen und sonstige Informationsveranstaltungen.

 Förderungsgegenstand 3.2.3 der Richtlinie

Investitionen zum Schutz der biologischen Vielfalt im ländlichen Raum:

  1. Verbesserung oder Wiederherstellung wertvoller Lebensräume, Wiederherstellung
    oder Neuanlage wertvoller kulturlandschaftsprägender Objekte; Neuanlage oder
    Wiederherstellung von Lebensräumen für zu schützende Tier- und Pflanzenarten.
  2. Herstellung von Objekten, welche die Funktion einer Fortpflanzungs- oder
    Ruhestätte oder zur Biotopvernetzung für zu schützende Arten bereitstellen.
  3. Aufwendungen und grundbücherliche Sicherstellung für Grunderwerb, Anpachtung
    von Flächen oder Erwerb von Nutzungsrechten, die für die Sicherung oder Entwicklung naturschutzfachlich wertvoller Flächen oder Strukturen erforderlich sind. Im Grundbuch ist
    eine Reallast zu Gunsten der naturschutzfachlichen Nutzung einzutragen.
  4. Investitionen in Anlagen und Objekte, die der landschaftsgebundenen Erholung,
    der Inwertsetzung von Gebieten mit hohem Naturwert sowie der Information und 
    Bewusstseinsbildung dienen.
  5. Konzeption von Einrichtungen wie Gebäude, Lehrpfade, Themenwege,
    Erlebnispfade, Aussichtsplätze oder Demonstrationsflächen.

Stärkung der Zusammenarbeit von AkteurInnen und Strukturen zur Erhaltung des natürlichen Erbes (VHA 16.05.2)

Förderungsgegenstand 4.2.1 der Richtlinie

Zusammenarbeit zwischen zwei oder mehreren Institutionen, die zu einer Verbesserung des Erfahrungs- und Meinungsaustausches, bzw. zu gemeinsamen Strategien und gemeinsamem Handeln im Bereich biodiversitäts- und umweltrelevanter Themenbereiche des ländlichen Raums führt. Die Zusammenarbeit kann zwischen Institutionen verschiedener Sachgebiete, verschiedener Regionen oder auch verschiedener Mitgliedstaaten erfolgen.

Folgende Tätigkeiten sind förderungswürdig:

  1. Zusammenarbeit bei der Erstellung von Studien, Konzepten, Strategieplänen;
  2. Zusammenarbeit bei der Schutzgebietsbetreuung in Umsetzung von Konzepten und Strategieplänen (in Natura 2000 Gebieten, Nationalparks, Natur- und Biosphärenparks, Gebieten mit hohem Naturwert, wobei unter der Vorgabe von klaren Zielen der notwendige Handlungsbedarf im Schutzgebiet vermittelt oder erarbeitet wird und die AkteurInnen zur Umsetzung von für die Zielerreichung wesentlichen Maßnahmen motiviert werden);
  3. Informations- und bewusstseinsbildende Maßnahmen zum Zwecke der Verbesserung des Schutzgebietsmanagements;
  4. Öffentlichkeitsarbeit.



Auswahlverfahren

Die Richtlinie des Landes Niederösterreich für Naturschutz-Projektförderungen sieht für die Vorhabensarten

  • Pläne und Entwicklungskonzepte zur Erhaltung des natürlichen Erbes (7.1.1)
  • Studien und Investitionen zur Erhaltung und Verbesserung des natürlichen Erbes (7.6.1)
  • Stärkung der Zusammenarbeit von AkteurInnen und Strukturen zur Erhaltung des natürlichen Erbes (16.05.2)

eine laufende Antragstellung vor.

Nur jene Förderungsanträge, die bis zu einem vorgegebenen Stichtag vollständig bei der zuständigen Bewilligenden Stelle eingelangt sind, können in das nächste Auswahlverfahren einbezogen werden.

Als nächster Stichtag für ein Auswahlverfahren wird der 31. Oktober 2016 bekannt gegeben.

Bereits abgeschlossenen Stichtage: 19. Mai 2015, 31. Juli 2015, 30. Oktober 2015, 29. April 2016

Mit dem Auswahlverfahren soll sichergestellt werden, dass eine bessere und zielgerichtetere Nutzung der budgetierten Finanzmittel und die Mittelverfügbarkeit bis zum Periodenende gewährleistet ist. Die Bewilligende Stelle prüft Förderungsanträge in der Reihenfolge ihres Einlangens auf Vollständigkeit und gibt die Möglichkeit der Nachreichung von fehlenden Angaben und Unterlagen innerhalb einer angemessenen Frist. In das Auswahlverfahren können nur jene Förderungsanträge einbezogen werden, die bis zum genannten Stichtag vollständig vorliegen. Alle anderen Förderungsanträge werden nach entsprechender Vervollständigung in das nachfolgende Auswahlverfahren einbezogen. Der anlässlich der Annahme des Förderungsantrags mitgeteilte Zeitpunkt der Kostenanerkennung bleibt aber gewahrt.

Die Vorhaben werden durch ein bundesweit angelegtes eindeutiges, transparentes und objektives Bewertungsschema anhand von Auswahlkriterien mit einem Punktesystem qualitativ und quantitativ beurteilt.

Die Auswahlkriterien, die für das Auswahlverfahren herangezogen werden, sind im Dokument „Auswahlverfahren und Auswahlkriterien für Projektmaßnahmen im Rahmen des österreichischen Programms für ländliche Entwicklung 2014-2020" beschrieben.
 

Bezug zu Prioritätenlisten des Landes und des Bundes

In der Beschreibung eines Vorhabens ist darzulegen, inwieweit dieses eine inhaltliche Übereinstimmung mit Prioritätenlisten (Handlungsprioritäten) des Landes bzw. des Bundes aufweist. Diese Prioritäten können folgenden Dokumenten entnommen werden:

Zusatzinformationen zu Auswahlkriterien

  • Die Lage der Schutzgebiete in Niederösterreich wird im NÖ Atlas angezeigt (Schutzgebietskategorien können im Menüpunkt "Inhalte" ausgewählt werden).
  • Informationen zu Natura 2000-Gebieten und ihren Schutzgütern liefert der Natura-2000-Viewer der Europäischen Kommission. Eine Kurzanleitung zur Verwendung des Viewers beschreibt die wesentlichen Funktionalitäten. 




Antragstellung

Förderungswerber, die ein Naturschutzprojekt planen und dafür Förderungen in Anspruch nehmen wollen, müssen vor Antragstellung ein Projektkonzept inkl. Kostenschätzung vorlegen und eine inhaltliche Abstimmung mit der Abteilung Naturschutz vornehmen. Dadurch soll die Notwendigkeit der Nachreichung ergänzender Projektunterlagen durch den Förderungswerber im Zuge der Antragstellung und Prüfung des Vorhabens und somit auch die Bearbeitungsdauer der Anträge reduziert werden.   

Das Antragsformular besteht aus einem Allgemeinen Teil und einem Vorhabensdatenblatt.
Der Allgemeine Teil (Ausfüllhilfe) besteht aus 2 Seiten sowie der Verpflichtungserklärung.

Für Kooperationsverträge in der Vorhabensart 16.05.2 wird ein Leitfaden zur Verfügung gestellt.

Dem Antrag ist eine ausführliche Projektbeschreibung beizulegen - dazu ist diese Vorlage zu verwenden. Die Struktur der Projektbeschreibung geht bereits auf die Auswahlkriterien ein und ist eine Hilfestellung, um einen schlüssigen Bezug der Projektinhalte zu den Bewertungskriterien herzustellen.  

Die Kostendarstellung ist dem Antragsformular beizulegen und beinhaltet Angaben zu folgenden Kostenarten von Vorhaben:

  • Personalkosten
  • Sachkosten
  • Investitionskosten

Einzelne Kostenpositionen innerhalb der drei Kostenarten sind jeweils den in der Projektbeschreibung angeführten Arbeitspaketen bzw. Projektmodulen zuzuordnen.

Personalkosten werden auf Basis von standardisierten Einheitskosten genehmigt.
Grundlage für die Stundensatzermittlung ist das letzte (aktuellste) Jahreslohnkonto. Für die Ermittlung eines plausiblen Stundensatzes muss ein Lohnkonto zumindest einen Zeitraum von 6 Monaten umfassen.

  • Die ermittelten Stundensätze sind in die Kostendarstellung zu übernehmen
  • Die Lohnkonten sind dem Antrag beizulegen

Die Stundensatzermittlung kann mit dem im Downloadbereich verfügbaren Dokument "Zahlungsantrag inkl. Belegaufstellungen" durchgeführt werden. Dazu wird im Tabellenblatt 'Übersicht' die Funktion "Belegaufstellung für Personalkosten anlegen" ausgewählt.

Für Mitarbeiter, die beim Förderwerber angestellt sind, ist grundsätzlich das Abrechnungsmodell „Berechnung der Personalkosten auf Basis von standardisierten Einheitskosten (%-Zuschlag für Lohnnebenkosten)" zu verwenden.

Abweichend davon ist für folgende Gruppen von Arbeitnehmern das Modell „Berechnung der Personalkosten auf Basis von standardisierten Einheitskosten ( Lohnnebenkosten auf Ist-Basis)" heranzuziehen:

  • Öffentlich Bedienstete, die bei einer Versicherungsanstalt für öffentlich Bedienstete versichert sind, sowie Vertragsbedienstete mit Dienstvertrag nach öffentlichem Recht
  • Lehrlinge
  • Geringfügig Beschäftigte
  • Freie Dienstnehmer
  • Arbeitnehmer in Kurzarbeit oder Altersteilzeit
  • Arbeitsverhältnisse, auf die das Bauarbeiter-Urlaubsgesetz anzuwenden ist
  • Behinderte nach dem Behinderteneinstellungsgesetz

Hinweis zum Ausfüllen des Formulars für beide Modelle: "Anzahl der abgerechneten Monate" = Anzahl der Monate, die das Lohnkonto umfasst.

Im Genehmigungsverfahren müssen die beantragten Kostenpositionen den Förderungsgegenständen zugeordnet werden. Bei Vorhabensarten mit mehr als einem Förderungsgegenstand (7.6.1. und 16.05.2) erfolgt diese Zuordnung durch eine Codierung in der Kostendarstellung. Die Codes können der Ausfüllhilfe entnommen werden. 

Der Kostenanerkennungsstichtag (Beginn des Zeitraums für die Kostenanerkennung) ist jenes Datum, das dem Förderungswerber im Bestätigungsschreiben zur Annahme des Förderungsantrags schriftlich bekannt gegeben wird, sofern die Bewilligende Stelle im Genehmigungsschreiben unter Heranziehung der Angaben im Förderungsantrag keine anderen Fristen festlegt.
Planungs- und Beratungskosten zu investiven Vorhaben werden bis zu 6 Monate vor diesem Datum anerkannt.

Die Bewilligende Stelle muss prüfen, ob die beantragten Kosten plausibel sind und den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit entsprechen.
Eine gängige Methode für den Nachweis der Plausibilität ist die Vorlage von Vergleichsangeboten bzw. Preisauskünften. Dabei sind folgende Schwellenwerte zu beachten:

  • Auftragswert bis inkl. 10.000 Euro: Vorlage von zwei Angeboten bzw. Preisauskünften
  • Auftragswert über 10.000 Euro: Vorlage von drei Angeboten bzw. Preisauskünften 

Der Förderungsbetrag setzt sich zu 49,43 % aus EU-Mitteln und zu 50,57 % aus nationalen Mitteln zusammen. Nach endgültiger Klärung der Finanzierung des nationalen Anteils kann es erforderlich sein, dass der Förderungswerber einen ergänzenden Antrag beim NÖ Landschaftsfonds für die Bereitstellung von Landesmitteln stellen muss.  





Genehmigung

Mit der Erteilung einer Genehmigung ist vom Förderwerber eine Projektinformation (Projekt-Fact-Sheet) an die Bewilligende Stelle zu übermitteln. Diese Projektinformation muss jedenfalls mit Beginn und mit Abschluss des Vorhabens vorgelegt werden. Die Bewilligende Stelle behält sich vor, bei wesentlichen Meilensteinen auch während der Projektlaufzeit zusätzliche Informationen und Aktualisierungen anzufordern.

Werden im Zuge eines Vorhabens Geodaten generiert, müssen diese für die weitere Verarbeitung bestimmten Datenformaten entsprechen. Die Datenbeschreibung für den Datenaustausch von digitalen Geodaten zwischen AuftragnehmerInnen und dem Land Niederösterreich ist bei der Erstellung von GIS-Daten unbedingt zu berücksichtigen.





Abrechnung

Beachten Sie bitte die "Vorgaben für die Einreichung von Zahlungsanträgen", auf die im Genehmigungsschreiben hingewiesen wird.

Für die Abrechnung von Naturschutzprojekten wird im Downloadbereich (am Seitenende unter WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN) das Formular "Zahlungsantrag inkl. Belegaufstellungen" zur Verfügung gestellt.

Die Beträge aus den einzelnen Belegaufstellungen werden in das Zahlungsantragsformular übernommen. Es ist daher ausreichend, wenn der Zahlungsantrag unterschrieben wird. Die Belegaufstellungen müssen nicht gesondert unterschrieben werden.

Für die Bearbeitung der Zahlungsanträge steht eine Ausfüllhilfe zur Verfügung.

Vollständig ausgefüllte und unterschriebene Zahlungsanträge sind postalisch, per Fax oder eingescannt an die Bewilligende Stelle zu übermitteln.
Ergänzend dazu ist die Excel-Version "Zahlungsantrag inkl. Belegaufstellungen" als Excel-Datei per E-Mail an post.ru5@noel.gv.at zu übermitteln.

Ein vollständiger Zahlungsantrag besteht zumindest aus:

  • einem unterschriebenen Zahlungsantrag
  • einer Belegaufstellung
  • den Rechnungen/Belegen
  • den entsprechenden Zahlungsnachweisen (falls erforderlich)
  • der Excel-Datei "Zahlungsantrag inkl. Belegaufstellungen"

Rechnungen/Belege müssen immer im Original vorgelegt werden.

Spezialfall elektronische Rechnungen:
Wird vom Rechnungsleger (Leistungserbringer) bereits ein Vermerk (z.B. Die gegenständliche Leistung wurde anlässlich eines Projekts erstellt, das zur Förderung im Rahmen des EU-Programms Ländliche Entwicklung 2014-2020 eingereicht wird) auf der Rechnung angebracht, aus dem eindeutig hervorgeht, dass die elektronische Rechnung zur Förderung im Programm LE 14-20 eingereicht wird, sind diese Rechnungen förderbar.
Fehlt ein solcher Vermerk, ist mit der Bewilligenden Stelle abzuklären, ob die elektronischen Rechnungen zur Förderung eingereicht werden können.

Zahlungsnachweise sollten vorzugsweise im Original vorgelegt werden, können aber auch in Kopie anerkannt werden.

Allgemeiner Hinweis: Kosten für die Förderungsabwicklung (Erstellung von Unterlagen zur Antragseinreichung oder Abrechnung) können nicht für die Förderung geltend gemacht werden.

Hinweis zu Personalgemeinkosten: In die Naturschutz-Vorhabensarten sind Personalgemeinkosten als Pauschalsatz in der Höhe von 15 % der anrechenbaren direkten Personalkosten vorgesehen. Damit werden Investitionen für Büroinfrastruktur und Kosten für Sachaufwand im Bereich Büroinfrastruktur (z.B. EDV, Miete, Heizung, Wasser, Energie, Reinigung) abgedeckt - eine gesonderte Abrechnung dieser Kosten ist damit nicht mehr zulässig.
Voraussetzung für eine Anwendung ist die Implementierung einer entsprechenden Bestimmung im Österreichischen Programm LE 14-20 und eine Änderungsmeldung an die Europäische Kommission. Eine Anwendung des 15 %-igen Pauschalsatzes ist voraussichtlich ab dem Frühjahr 2016 möglich, eine erstmalige Abrechnung und Auszahlung der Personalgemeinkosten kann jedoch erst nach Genehmigung der Änderungsmeldung durch die Europäische Kommission erfolgen.





Publizitätsbestimmungen

Der Förderungswerber hat die Öffentlichkeit im Sinn der Transparenz durch geeignetes Publizitätsmaterial über die Unterstützung aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und des Landes Niederösterreich zu informieren.

Die dazu einzuhaltenden und anzuwendenden Informations- und Publizitätsmaßnahmen sind im "Merkblatt zu den Informations- und Publizitätsbestimmungen LE 14-20" des BMLFUW zusammengefasst. Zusätzliche Informationen finden sich auf der Internetseite des BMLFUW.

Aktivitäten in Zusammenhang mit projektbezogener Öffentlichkeitsarbeit sind nur im Einvernehmen mit der Bewilligenden Stelle (Absprache vor Drucklegung/Produktion/Veröffentlichung) zulässig.

Beiträge in Printmedien (Tages- und Wochenzeitungen, Magazine, Fachzeitschriften, ...) und in elektronischen Medien (Radio, Fernsehen, Internet, ...) sind vor ihrer Veröffentlichung mit der Bewilligenden Stelle inhaltlich abzustimmen. Damit verbundene Meldepflichten nach dem Medientransparenzgesetz (MedKF-TG, BGBl. I Nr. 125/2011) obliegen dem Förderungswerber, sofern es sich bei diesem um einen Rechtsträger handelt, der der Kontrolle des Rechnungshofes des Bundes unterliegt (nähere Informationen dazu sind auf https://www.rtr.at/de/m/Medientransparenz verfügbar)

Gestaltungselemente

Die Logoleiste ist so zu verwenden, dass insbesondere Schriften mit freiem Auge noch gut lesbar erscheinen. Das ist bei dieser Logoleiste ab einer Mindestbreite von 7 cm gewährleistet.

Titelblätter von Printprodukten müssen einen gut sichtbaren Hinweis auf die Beteiligung des Landes und der Europäischen Union aufweisen. Die Logoleiste soll daher eine in Relation zum Format des Printprodukts angemessene Größe haben und ist bei Bedarf proportional zu vergrößern.  

Kann die Logoleiste aus Platzgründen nicht angewendet werden, so ist folgender Wortlaut als Informationsmaßnahme anzuführen: "Mit Unterstützung des Landes Niederösterreich und der Europäischen Union".

Die Logoleiste wird im Downloadbereich als Vektorgrafik (eps-Datei) zur Verfügung gestellt.

Richtlinien zur Öffentlichkeitsarbeit

Ergänzend zu den Publizitätsbestimmungen des ELER, die auf die Nennung der fördergebenden Stellen abzielen, sind von der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich Hilfsmittel erarbeitet worden, die den Förderwerbern für ihre projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung stehen. Durch eine gebündelte Projektpräsentation auf der Plattform "Naturland Niederösterreich" und durch einen abgestimmten Außenauftritt sollen die vielfältigen Naturschutz-Aktivitäten sichtbarer und ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit gesteigert werden.

Beachten Sie dazu die Richtlinien zur Öffentlichkeitsarbeit von Naturschutz-Projekten in Niederösterreich. Diese Richtlinien sind auch integraler Bestandteil des Genehmigungsschreibens. Die "Servicestelle Naturschutz-Kommunikation" in der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich unterstützt Sie bei der Umsetzung gerne und stellt die in der Richtlinie genannten Vorlagen sowie den Schriftzug "Naturland Niederösterreich" zum Download zur Verfügung.






Sonstige Vorhabensarten und Förderstellen

Eine Übersicht zu den im Österreichischen Programm für ländliche Entwicklung 2014 - 2020 angebotenen Vorhabensarten und jeweils zuständigen Förderstellen gibt die Internetseite der programmverantwortlichen Stelle für das Förderprogramm ländliche Entwicklung in Niederösterreich.




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Letzte Änderung dieser Seite: 22.09.2016

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