Stoffstrom- und Abfallwirtschaft: Abfall vermeiden, Mülltrennung, Elektronikschrott und Reparaturnetzwerke
Abfallvermeidung
Wer bereits beim Einkauf Abfall vermeidet, hat hinterher weniger Arbeit und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung der Umwelt.
- Auf den Seiten von marktcheck.at finden Sie:
- zahlreiche Tipps zur Müllvermeidung,
- Abbestellung von unerwünschtem Werbematerial
- Infos zu Mehrwegflaschen
- Alternativen zu Wegwerfwindeln
- Tipps zum Papier sparen
Getränke sollten nach Möglichkeit aus der Region stammen und in Mehrwegflaschen abgefüllt sein. Mehrwegflaschen aus regionalen Wirtschaftskreisläufen sind ökologischer und volkswirtschaftlich vorteilhafter. In der marktcheck.at Produktdatenbank werden eine Vielzahl von Produkt hinsichtlich seiner Verpackung unter die Lupe genommen.
Mülltrennung
Wenn sich Müll nicht vermeiden lässt, dann sollte er entsprechend sauber getrennt werden. Die Mülltrennung ist kommunal geregelt. Details dazu, was in Ihrer Gemeinde zu beachten ist, erfahren Sie bei der für Abfall zuständigen Stelle.
Elektronikschrott
Insgesamt fallen in Österreich pro Jahr 100.000 - 120.000 Tonnen alte Elektro- und Elektronikgeräte an. Seit 13. August 2005 muss Österreichs Elektro- und Elektronikschrott lückenlos gesammelt und umweltgerecht verwertet werden. Wichtige in Elektroartikeln vorkommende gesundheits- und umweltschädliche Stoffe sind Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Cadmium und Chrom, halogenierte Stoffe wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), bromhaltige Flammschutzmittel sowie Asbest und Arsen.
Was Sie tun können, um Elektroschrott zu vermeiden:
- Kaufen Sie nur Geräte, die Sie auch tatsächlich brauchen und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen (Werbung, Medien, Handel, Umfeld), dass Sie bestimmte Geräte unbedingt besitzen sollten (z.B. elektrische Dosenöffner, Brotschneidemaschinen oder Wäschetrockner).
- Verwenden Sie Geräte so lange wie möglich.
- Achten beim Kauf darauf, ob der Hersteller sich verpflichtet hat, auf gefährliche Chemikalien zu verzichten.
- Defekte Geräte müssen nicht gleich durch neue ersetzt werden, sie lassen sich vielfach wieder reparieren.
- Noch funktionstüchtige Geräte können weiterverkauft oder verschenkt werden.
- Falls bereits ein batteriebetriebenes Gerät als Geschenk gekauft wurde, sollten aufladbare Akkus samt Ladegerät mitgeschenkt werden, um unnötigen Sondermüll zu vermeiden.
Der Elektronik-Ratgeber hat bislang IT-Firmen hinsichtlich ihrer globalen Politik mit problematischen Chemikalien sowie deren Recyclingverantwortung beurteilt. In künftigen Ausgaben werden die Kriterien zu giftigen Chemikalien und Elektroschrott strenger, der Energieverbrauch wird als zusätzliches Kriterium in die Beurteilung einfließen.
Reparaturnetzwerke
Abfallvermeidung gilt vielen immer noch als Synonym für Verzicht, und "Wegwerfen" als Ausdruck von Wachstum und Wohlstand. Daß es dazu jedoch nachhaltige Alternativen gibt, zeigt die zunehmende Zahl an Einrichtungen und Werkstätten, die sich wiederum dem Reparieren verschrieben haben. Ist ein Produkt einmal defekt, sollte man sich nicht einfach durch das Argument: "Das rentiert sich nicht mehr, kaufen Sie sich ein Neues" abspeisen lassen. Wie die Statistik eines Elektroinstallateurs zeigt, war bei lediglich 2 bis 5 Prozent der zu ihm gebrachten defekten Geschirrspüler, Herde, Waschmaschinen und Trockner die Reparatur unrentabel. Bei nahezu 70 % der Geschirrspüler und bei mehr als 50 % der Waschmaschinen war nicht einmal ein Ersatzteil notwendig. Im Schnitt lag der Preis der Ersatzteile meist unter € 12.-
Amt der NÖ Landesregierung
Abt. Umweltwirtschaft und Raumordnungsförderung
DI Punesch Elisabeth E-Mail: post.ru3@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-15336, Fax: 02742/9005-14350
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