Stoffstrom- und Abfallwirtschaft: Tipps für Gemeinden
Ökologische Reinigung
Ein wichtiges Aufgabenfeld ist die so genannte „ökologische Reinigung", die zusätzlich viele Vorteile bietet. Ob als Dienstleistung oder bei Eigenreinigung, die Berücksichtigung ökologischer Aspekte zahlt sich aus:
- Einsparungen von bis zu 80 % der Reinigungschemikalien durch neue Techniken
- Kostenersparnis bis 40%
- Schadstoffreduktion im Abwasser und Klärschlamm
- Verbesserte Qualität der Raumluft - Gesundheitsschutz des Personals und der GebäudebenutzerInnen
- Arbeitserleichterungen
Es gibt hier sehr viele positive niederösterreichische Beispiele: Gemeinde Erlach, Gemeinde Wiener Neustadt, Gemeinde St. Valentin und andere. Siehe auch FÖRE (Förderung ökologischer Reinigungs-Effizienz) in Niederösterreich.
Ökomanagement
Ökomanagement NÖ ist eine Initiatie des Landes NÖ zur Förderung von Klima- und Umweltschutz in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen. Ökomanagement vermittelt Beratung und prämiert auch „TOP-Gemeinden", wie z.B. Neulengbach. Weitere Informationen finden sie hier.
Fair handeln in der Gemeinde
Das im Jahr 2006 gestartete Projekt „Fair handeln in der Gemeinde" dessen Ziel es ist, NÖ Gemeinden zum Umsteigen auf fair gehandelte Produkte im eigenen Wirkungsbereich zu motivieren, zeigt erste Erfolge. Im Jahr 2007 konnten Wiener Neustadt, Mönichkirchen, Warth, Ulrichskirchen-Schleinbach und Breitenfurt als „faire Gemeinden" ausgezeichnet werden. Rund 15 weitere Gemeinden in Niederösterreich haben bereits erste Schritte gesetzt.
Fair-Trade-Produkte sind qualitativ hochwertige Produkte mit Ursprungsgarantie und durchgehend gentechnikfrei. Darüber hinaus stellen sie einen Beitrag zum Klimaschutz im Beschaffungswesen dar. Fairer Handel steht für einen gerechten Handel mit Ländern des Südens und ist ein wichtiger Aspekt einer nachhaltigen Entwicklung im Norden und Süden. Fairer Handel stärkt eine gleichberechtigte Kooperation mit Entwicklungsländern, schützt natürliche Ressourcen im Süden und garantiert hochwertige Produktqualität und gerechte Entlohnung.
Um diesen Gedanken in die Gemeinden und in die breitere Bevölkerung zu tragen, eignet sich das Konzept der „Fairen Wochen" sehr gut. Dabei handelt es sich um Aktionswochen, in denen verschiedene Aktivitäten rund um das Thema „Fairer Handel" stattfinden. Ziel ist das Umsteigen auf faire Produkte in der privaten und öffentlichen Beschaffung. In den Weltläden sind neben den durch FairTrade zertifizierten Lebens- und Genussmitteln auch weitere fair gehandelte Produkte erhältlich, die sich z.B. auch für Präsente eignen.
Internationale Netzwerke
Procura+ ist eine europaweite Kampagne, die zum Ziel hat, Behörden und öffentlichen Einrichtungen in ganz Europa bei der Umsetzung nachhaltiger Beschaffung und bei der Bewerbung ihrer Arbeit zu helfen. http://www.iclei-europe.org/index.php?id=4929
Die Europäische Kommission fördert die grüne öffentliche Beschaffung in den Mitgliedstaaten der EU. In diesem Zusammenhang wurde eine neue Webseite eingerichtet, die viele nutzliche Informationen zum Thema anbietet, unter anderem das deutschsprachige Handbuch der Kommission für Grüne Öffentliche Beschaffung - Buying Green
„ICLEI - Local Governments for Sustainability" ist eine weltweite Mitgliederorganisation von Städten und Kommunen. Im Rahmen des Netzwerkes „Buy it Green" (BIG- Net) und im Rahmen von Procura+, einer Kampagne für nachhaltige Beschaffung, ist ICLEI um eine europaweite Vernetzung, Vereinheitlichung und Verbesserung der diversen Umweltkriterien bemüht. Kontakt ICLEI http://www.iclei.org/ BIG-Net: http://www.iclei-europe.org/ index.php?big-net Procura+ http://www.procuraplus.org/
Vorzeigeprojekte aus dem Klimabündnis
Vorzeigeprojekte zu Beschaffung und Entsorgung finden Sie hier: http://www.klimabuendnis.at/start.asp?showmenu=yes&ID=109752
Amt der NÖ Landesregierung
Abt. Umweltwirtschaft und Raumordnungsförderung
DI Punesch Elisabeth E-Mail: post.ru3@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-15336, Fax: 02742/9005-14350
3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 16

