Seitenbereiche:
Hauptmenü:
dunkelblauer streifen
Bereichsname:
> > > > > >
Klima
Top menü
Standard Version | Sitemap | Kontakt | Hilfe | ein Druckersymbol
 Erweiterte Suche
Klima 
in Niederösterreich 
Blauer Himmel mit einer weissen Wolke

Von der Abfallwirtschaft zur Stoffstromwirtschaft

Abfallkreislauf (in der Mitte NÖL Logo)
Abt. RU3

Die Abfallwirtschaft ist neben der Tierproduktion der größte Verursacher von Methanemissionen in Österreich. Seit Ende der 1990er Jahre wurden große Anstrengungen unternommen, einerseits durch Forcierung der Müllvermeidung und Mülltrennung die Abfallmengen auf freiwilliger Basis zu reduzieren und andererseits durch gesetzliche Maßnahmen (Deponieverordnung) die Entstehung von Methanemissionen aus Deponien deutlich zu reduzieren.

Daher ist die Abfallwirtschaft jener Sektor, in dem in der Klimastrategie eine höhere Einsparung als das Kyotoziel von minus 13 % bis 2012 zu erreichen sein wird (wobei der Anteil der Abfallwirtschaft an den Treibhausgasemissionen bei 3-5% liegt).

Gemäß Bundesländer Luftschadstoffinventur 1990-2005 (Datenstand 2007) kam es in Niederösterreich durch die verbesserte Erfassung von Deponiegas, die Vorbehandlung von Abfall sowie die verstärkte Abfallverbrennung zu einer Minderung der Treibhausgasemissionen um 38 %.Da trotz aller Maßnahmen die Gesamtabfallmengen steigen, gilt es, neue Ansätze zur Bewältigung der Umweltprobleme in einer geänderten, nämlich nachhaltigen (Umwelt-)Wirtschaft zu finden: Von der Abfallwirtschaft zur Stoffflusswirtschaft!

Dazu ist es notwendig, von der Natur zu lernen und die Produktionswirtschaft und die Abfallwirtschaft als ein ineinander greifendes System zu verstehen, um so neue menschen- und naturverträglichere Lösungen entwickeln zu können. Da dies in vielen Bereichen grundlegende Veränderungen bedingt, müssen integrierte Konzepte -sozial, wirtschaftlich und umweltrelevant - entwickelt werden, mit denen Schritt für Schritt konkrete Lösungen und Umsetzungsbeispiele für eine Stoffflusswirtschaft geschaffen werden. Beim Schließen eines Stoffkreislaufes kann der Abfall zum Rohstoff werden.

Die gute Zusammenarbeit zwischen Land und den Abfallverbänden, sowie das hohe Engagement der AbfallberaterInnen sind wesentliche Standbeine zur Erhöhung des Bewusstseins für diese Thematik in der Bevölkerung.

Niederösterreich setzt vor diesem Hintergrund auf Programme zur Abfallvermeidung, um

  • die Gesamtabfallmengen zu reduzieren,
  • die Ressourcen besser zu nutzen und
  • die Stoffflusswirtschaft zu optimieren bzw. überhaupt erst aufzubauen.

Gelingen kann dies alles nur, wenn die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger ihr Verhalten umweltgerecht zu gestalten auf dem derzeit bereits hohen Niveau gehalten oder sogar gesteigert wird, durch umweltbewussten Konsum und durch gewissenhafte Trennung der Abfälle:


Mülltonne mit Maßband

Mit der Kampagne „Stopp Littering - wir halten Niederösterreich sauber" rufen das Land Niederösterreich und die Abfallverbände alle Bürgerinnen und Bürger zum bewussten Umgang mit unserer Umwelt auf. Im Jahr 2006 war der „Frühjahrsputz" die erste Maßnahme der Stopp Littering Kampagne. In den ersten beiden Jahren der Kampagne wurden 815 Einzelaktionen durchgeführt. Dank des Einsatzes von 45.000 freiwilligen HelferInnen konnten 789 Tonnen Abfall aller Art gesammelt und ordnungsgemäß entsorgt werden.

Die Erweiterung der Aktion „Stopp Littering - wir halten Niederösterreich sauber" mit der Installierung der „Sauberhafte Feste" wurde im Mai 2007 vollzogen. Im Jahr 2007 wurden 345 „Sauberhafte" Feste durchgeführt. Durch den Einsatz von Mehrweggeschirr und der Trennung aller Festabfälle lassen sich die Rest-Abfallmengen pro Person von üblicherweise 20 Liter auf bis zu 0,25 Liter reduzieren. Damit wurde der Abfall um fast 99% reduziert! Das Land Niederösterreich und die Abfallverbände wollen gemeinsam mit den Festveranstaltern die erfolgreichen Standards der „Sauberhafte Feste" Kultur für die Zukunft sicherstellen.

Die gute Kooperation mit der Wirtschaftskammer, der Landwirtschaft und der Industrie ermöglicht die verstärkte Nutzung betrieblicher Abfälle als Rohstoffe. Der Kunststoffcluster hat mit dem internationalen Forschungsprojekt Cornet einen wichtigen Schritt in Richtung Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung von Biokunststoffen gesetzt.

Das mit der Geschäftsstelle für Energiewirtschaft beauftragte Projekt mit dem Titel „Klärschlamm als Wertstoff" zur Erforschung verschiedener Möglichkeiten der Klärschlammnutzung wie z.B. Mitverwertung in einer Biogasanlage wurde abgeschlossen und am 28. November 2007 in der LLWK vorgestellt. Neben der kontrollierten regionalen Direktverwertung von geeigneten Klärschlämmen sollen darauf aufbauend in den nächsten Jahren ergänzende Schritte zur Sicherstellung der Kreislaufschließung in Bezug auf Phosphor erfolgen.




WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN
Ihre Kontaktstelle des Landes für Abfallwirtschaft

Amt der NÖ Landesregierung
Abt. Umweltwirtschaft und Raumordnungsförderung


DI Punesch Elisabeth E-Mail: post.ru3@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-15336, Fax: 02742/9005-14350

3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 16

Lageplan, Adressen aller Dienststellen

Footer


Letzte Änderung dieser Seite: 12.08.2008