Galerie Herrengasse 1922 bis 1996
Highlights aus 8 Jahrzehnten NÖ Landesregierung in Wien
1922
Trennung. Wien und Niederösterreich, bisher eine Gebietskörperschaft, werden zu zwei selbständigen Bundesländern.
Rangerhöhung. St.Pölten wird zur Statutarstadt erhoben.
Innovation. In den St.Pöltner Voith-Werken wird die erste Kaplan-Turbine mit verstellbarer Schaufel hergestellt.
1923
Gürtel enger. Das Land NÖ erläßt ein drastisches Sparprogramm. U.a. verlieren 20 Prozent der Lehrer ihre Dienstposten.
Verrückter Sommerbeginn. Neuschnee auf Rax und Schneeberg. Auf dem Lahnsattel verschüttet eine Lawine die Straße.
1924
Krise. Mehrere renommierte Betriebe im Traisental schließen, über 1.000 Menschen werden arbeitslos.
Todesfall. Der Dichter Franz Kafka stirbt im Sanatorium Klosterneuburg-Kierling.
Katastrophen. Eine Explosion im Bergwerk Hart bei Gloggnitz fordert 30 Todesopfer, ein Großbrand in der Altstadt von St.Pölten kann nur mit Mühe eingedämmt werden.
Spürnasen. Zur Bekämpfung der zunehmenden Kriminalität wird beim Landesgendarmeriekommando NÖ die "Gendarmerieausforschungsabteilung" eingerichtet.
1925
Alpendollar. Der Schilling ersetzt die Krone als österreichische Währung. Ende der Inflation.
Terror. Der Mödlinger Bürgermeister Leopold Müller wird von Nationalsozialisten ermordet.
Verwaltungsreform. Neue Geschäftsordnung der NÖ Landesregierung. Die Bezirkshauptmannschaften werden Landesbehörden.
1926
Dankeschön. Auf Anregung der Badenerin Marianne Hainisch (Mutter des Bundespräsidenten) wird erstmals in Österreich der Muttertag gefeiert.
Hausberg. Die Seilbahn auf die Rax wird eröffnet.
Badespaß. Das Badener Thermalstrandbad - das größte Österreichs - wird errichtet.
1927
Haß und Furcht. Demonstrationen und blutige Zusammenstöße nach dem "Schattendorfer Prozeß". In Wien brennt der Justizpalast, auch in Niederösterreich - u.a. in Wiener Neustadt, Waidhofen/Ybbs und Pottenstein - heftige Auseinandersetzungen.
H2O. Die Wasserleitung in St.Pölten wird eröffnet.
Naturgewalt. In Schwadorf wird das stärkste Erdbeben seit 159 Jahren registriert.
1928
Abheben. Erstmals wird in St.Pöltern ein Flugtag abgehalten.
Bauernbefreier. Im Hof des NÖ Landhauses wird eine Gedenktafel für Hans Kudlich enthüllt.
Konfrontation. In Wiener Neustadt marschieren am 7. Oktober Heimwehr und Schutzbund auf. Ein Großaufgebot von Militär und Gendarmerie verhindert Zusammenstöße.
1929
Zähneklappern. Strengster Winter seit Menschengedenken. Temperaturen bis minus 30 Grad. Bei Dürnstein kann man die zugefrorene Donau zu Fuß überqueren.
Mobil. In ganz Niederösterreich gibt es 3.419 Pkw (heute rund 770.000)
Zündstoff. Großaufmärsche und Zusammenstöße zwischen Heimwehr und Schutzbund in zahlreichen niederösterreichischen Orten.
1930
Leere Kassen. Aufgrund der wirtschaftliche Notlage kommen auch Gemeinden, vor allem die Industriestädte St.Pölten und Wiener Neustadt, in größte finanzielle Schwierigkeiten.
Schwarzes Gold. In Zistersdorf wird ein Erdölvorkommen gefunden.
Urnengang. Letzte Nationalratswahl in der Ersten Republik. In NÖ erhalten die erstmals kandidierenden Nationalsozialisten 4,2 Prozent der Stimmen.
1931
Not. 90.000 Arbeitslose in Niederösterreich, dreimal so viele wie 1929.
Crash. Der Zusammenbruch der Creditanstalt für Handel und Gewerbe trifft auch viele niederösterreichische Industriebetriebe.
Verbrechen. Attentate auf die Westbahn bei Neulengbach und Maria Anzbach. Als Täter wird Sylvester Matuschka entlarvt.
Bauernhauptmann. Josef Reither aus Langenrohr im Tullnerfeld wird Landeshauptmann von Niederösterreich.
1932
Glaube. In Kirchschlag werden erstmals Passionsspiele aufgeführt.
Braune Gewinne. Bei den Landtagswahlen in Niederösterreich und Wien erzielen die Nationalsozialisten Stimmengewinne und ziehen erstmals in die Landtage ein.
Verbot. Aufgrund zahlreicher Zusammenstöße und Ausschreitungen wird über Niederösterreich ein Versammlungsverbot verhängt.
1933
Mord. Ein Handgranatenüberfall von SA-Männern auf Hilfspolizisten in Krems fordert einen Toten und mehrere Schwerverletzte.
Ausschluß. Den NSDAP-Abgeordneten werden die Landtagsmandate aberkannt.
Ständestaat. Ausschaltung des Parlaments, Gründung der vaterländischen Front. Großkundgebungen, unter anderem in St.Pölten.
1934
Bruderkrieg. Auch in vielen niederösterreichischen Gemeinden kommt es im Februar zu Kämpfen zwischen Schutzbund, Polizei und Bundesheer.
Notwehr. In verschiedenen Orten Niederösterreichs werden Ortswehren gegen den NS-Terror gebildet.
Gefangen. 2.500 politische Häftlinge im Anhaltelager Wöllersdorf. Die meisten werden zu Weihnachten entlassen.
1935
Uniform. Die allgemeine Wehrpflicht wird in Niederösterreich wieder eingeführt.
Agrarier. Einrichtung des Bauernbundbüros, Bauernbunddirektor wird der erst 33jährige Leopold Figl.
Wienerwald. Die Wiener Höhenstraße wird eröffnet.
1936
Flamme. Das olympische Feuer durchquert auf dem Weg nach Berlin Niederösterreich, es kommt zu nationalsozialistischen Kundgebungen.
Gold. Der Kremser Gregor Hradecky wird in Berlin Olympiasieger im Kajak-Einer über 1.000 Meter und im Faltboot-Einer über 10.000 Meter.
Überbrückt. Die Brücke über den St.Pöltener Alpenbahnhof wird errichtet.
1937
Pedalritter. Eine Fahrradsteuer wird in Niederösterreich eingeführt, die Drahtesel erhalten auch Nummerntafeln.
1938
"Anschluß". Österreich und Niederösterreich verschwinden von der Landkarte, werden zu "Ostmark" und "Niederdonau".
Stacheldraht. Im ersten Transport prominenter österreichischer Politiker ins Konzentrationslager auch die Niederösterreicher Leopold Figl und Josef Reither.
Größe. 97 niederösterreichische Gemeinden, darunter Klosterneuburg und Mödling, werden dem neu geschaffenen Gau "Groß-Wien" zugeschlagen.
1939
Waffen. Die Wiener Neustädter Flugzeugwerke werden zu einem großen Rüstungsbetrieb umgebaut.
Hauptstadt. Krems wird zur Gau-Hauptstadt von Niederdonau erklärt. Aufgrund des Kriegsbeginnes bleibt es beim bloßen Titel.
Tonkünstler. Das Gau-Symphonieorchester (die späteren NÖ Tonkünstler) wird gegründet. In Perchtoldsdorf stirbt der große Komponist Franz Schmidt.
1940
Rot-weiß-rot. Der Klosterneuburger Augustiner-Chorherr Pater Roman Scholz und viele Mitglieder seiner "Österreichischen Freiheitsbewegung" werden verhaftet. Er wird 1944 hingerichtet.
Rüstung. Vor allem der Panzerproduktion dient das "Nibelungen-Werk", das vom Steyr Puch-Konzern in St.Valentin errichtet wird.
Pionier. Der Begründer des alpinen Schilaufs ("LilienfelderTechnik"), Mathias Zdarsky, stirbt in St.Pölten.
1941
Waffenschmiede. Bau der Rax-Werke in Wiener Neustadt und der Flugmotorenwerke Ostmark in Wiener Neudorf, Biedermannsdorf, Laxenburg und Guntramsdorf.
Widerstand. Zerschlagung einer kommunistischen Widerstandszelle im Traisental und einer Widerstandszelle bei der Reichsbahn in St.Pölten.
Größenwahn. Der deutsche Feldzug gegen die Sowjetunion beginnt, das Deutsche Reich erklärt den Vereinigten Staaten den Krieg.
1942
Kirchenkampf. Die Stifte Klosterneuburg, Altenburg und Göttweig werden aufgehoben.
Stahlgewitter. Beginn der Schlacht um Stalingrad. In der 6. Armee kämpfen viele Soldaten aus Österreich.
Kriegswirtschaft. Die Lebensmittelrationen werden erheblich gekürzt.
1943
Bombenhagel. Wiener Neustadt ist Opfer des ersten alliierten Luftangriffs auf Österreich. Nach weiteren 28 Angriffen sind am Ende des Krieges in der "Allzeit Getreuen" 88 Prozent der Gebäude zerstört oder schwer beschädigt.
Theatergigant. Max Reinhardt, geboren in Baden, stirbt im New Yorker Exil.
1944
Letztes Aufgebot. Auch in Niederösterreich werden alle Männer zwischen 16 und 60 zum "Volkssturm" einberufen.
Götterdämmerung. Die russische Front rückt immer näher. Aus Ungarn zieht ein Flüchtlingsstrom durch Niederösterreich.
1945
Trümmerfeld. Am Ende des Krieges sind in Niederösterreich 55.000 Gebäude total zerstört. Ebenso fast 700 Brücken, darunter alle Donauübergänge.
Wiederbeginn. Leopold Figl und Oskar Helmer sind die ersten Landespolitiker, die wieder das Landhaus betreten, während nördlich von Wien noch gekämpft wird, und den Wiederaufbau der Landesverwaltung in Angriff nehmen.
Kontrollor. In das NÖ Landhaus zieht für 10 Jahre eine sowjetische Kontrollkommission ein.
1946
Warten und Hoffen. Von 180.000 eingerückten Niederösterreichern sind erst 25.000 in die Heimat zurückgekehrt.
Pionierleistung. Die neue Landesberufsschule für das Gastgewerbe in Waldegg ist die erste Internats-Berufsschule und wird über Österreich hinaus zum Vorbild.
Klänge. Das NÖ Tonkünstlerorchester wird gegründet.
1947
Glückstränen. Der erste Heimkehrertransport aus der Sowjetunion trifft im Bahnhof Wiener Neustadt ein.
Silberhelme. Der NÖ Landesfeuerwehrverband wird gegründet, in Krems findet der erste Landesfeuerwehrtag statt.
Wiederaufbau. Es sind bereits 50 Straßenbrücken wiederhergestellt.
1948
Lebensader. Die Bundesstraße 1 nach Westen ist in Niederösterreich wieder durchgehend befahrbar.
Interessenvertretung. Konstituierende Sitzung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für NÖ im Landhaus.
Hoffnung. In Krems findet erstmals wieder eine NÖ Landesausstellung mit über 500 Ausstellern statt.
1949
Pietät. Die zahlreichen Soldatengräber in den Straßengräben sind zum größten Teil beseitigt; die Toten wurden in den Ortsfriedhöfen beigesetzt.
Hunger. Die Zahl der unterernährten Kinder in NÖ ist gegenüber 1946 von 59,1 auf 37,7 Prozent zurückgegangen.
Klassenzimmer. Gründung des Schulbaufonds, später Schul- und Kindergartenfonds. Bis heute wurden fast 1.800 Bauvorhaben ermöglicht.
Aufwärts. Niederösterreichs erster Sessellift führt von Puchberg auf den Himberg.
1950
Dach über dem Kopf. Niederösterreich ist das erste Bundesland mit einer Landes-Wohnbauförderung.
Unruhen. Im Zuge des kommunistischen Putschversuches kommt es auch in Niederösterreich, vor allem in Wiener Neustadt, zu Zusammenstößen.
Wehren. Eröffnung der neuen NÖ Landesfeuerwehrschule in Tulln.
1951
Schaufenster. Das wiederaufgebaute NÖ Landesmuseum, Herrengasse 9, wird eröffnet.
Kathedrale. Niederösterreichs Bevölkerung und die Landesregierung spenden 1 Million Schilling für den Stephansdom.
Leuchtsignale. Erstmals nach dem Krieg brennen in der Wachau zur Sommersonnenwende wieder Höhenfeuer und tausende Lichter auf der Donau.
1952
Glockenklang. Triumpfzug der Pummerin von St.Florian durch Niederösterreich nach Wien.
Beschwingt. Gründung des NÖ Blasmusikverbandes mit vier Mitgliedskapellen, heute sind es über 460.
Lebensraum. Der Landtag beschließt das NÖ Naturschutzgesetz.
1953
Ein Stück Freiheit. Die sowjetische Besatzungsmacht hebt die Kontrollen an der Zonengrenze und die Zensur auf. Im Vorjahr wurden noch 103 Zeitungen und 111 Bücher verboten.
Energie. Weihe und Eröffnung des Kamptal-Kraftwerkes Dobra-Krumau der NEWAG.
Warnung. Eine Sonderausstellung des Landesmuseums, "Wienerwald in Gefahr", warnt vor der drohenden Zersiedelung.
1954
Spitze. Die Semmeringerin Trude Klecker wird Weltmeisterin im Slalom, der Traisener Rupert Hollaus Weltmeister in der 125 cm3 -Klasse der Motorräder.
Heimkehr. 80 der insgesamt 95 Gemeinden, die 1938 "Groß-Wien" zugeschlagen wurden, gehören wieder zu Niederösterreich.
Über die Ufer. Das schwerste Donauhochwasser seit Menschengedenken. 3.100 Häuser werden überschwemmt.
1955
Frei! In der russischen Besatzungszone wird die Unterzeichnung des Staatsvertrages
ganz besonders gefeiert.
Fortuna. In Baden rollt wieder die Kugel, das Spielcasino nimmt den Betrieb auf.
Süffig. 270 edle Tropfen bei der ersten Österreichischen Weinmesse in Krems.
1956
Zackig. Aus der B-Gendarmerie wird das Bundesheer, Melk, Krems und Wiener Neustadt sind wieder Garnisonsstädte.
Hilfreich. Zeitweise mehr als 100.000 Ungarn-Flüchtlinge finden in Niederösterreich eine großartige Aufnahme.
Treten. Erste NÖ-Radrundfahrt über 650 Kilometer, hervorgegangen aus dem traditionsreichen Etappenrennen Wien-Gmünd-Wien.
1957
Operettenselig. Nach 18jähriger Unterbrechung wird die Sommerarena im Badener Kurpark mit der "Fledermaus" wieder eröffnet.
Wasser. Der neue Trinkwasserspeicher für Wien in Neusiedl am Steinfeld ist der größte Europas.
Liebevoll. In der Hinterbrühl wird Österreichs größtes SOS-Kinderdorf eröffnet.
1958
Wortgewaltig. Erster Redewettbewerb der niederösterreichischen Jugend.
Vierspurig. Erste Verkehrsfreigabe auf der Westautobahn: 50,8 Kilometer zwischen St.Christophen und Pöchlarn.
Maria Theresianisch. In Wiener Neustadt wird die wiederaufgebaute Militärakademie eröffnet.
1959
Vierspurig II. Erster Spatenstich für den Bau der Südautobahn bei Laxenburg.
Genie. In Rohrau öffnet das zu einer Gedenkstätte umgestaltete Geburtshaus Joseph Haydns als Außenstelle des Landesmuseums seine Pforten.
Rausgewählt. Nach der Landtagswahl sind die Kommunisten nicht mehr im Landesparlament vertreten.
1960
Laudatio. Das Land Niederösterreich vergibt erstmals Kulturpreise.
Atomar. Der Versuchsreaktor im Forschungszentrum Seibersdorf wird erstmals "angefahren".
Um die Sau. Leopold Figl gewinnt die "Kukuruz-Wette" mit dem sowjetischen Ministerpräsidenten Nikita Chruschtschow.
1961
Bummeln. St.Pölten erhält als erste österreichische Stadt eine Fußgängerzone.
Familiensamstag. Für die NÖ Landesbediensteten wird die 5-Tage-Woche eingeführt.
Visitenkarte. In Brüssel wird die Ausstellung "Niederösterreich - Landschaft und Kultur im Donauraum" gezeigt.
1962
Vertreter. Die NÖ Landesbediensteten wählen erstmals eine Personalvertretung.
Refugium. In Sparbach wird Niederösterreichs erster Naturpark eröffnet. Heute gibt es 21 solche "Paradiese vor der Haustür".
Mr. Österreich. Der Staatsvertrags-Außenminister Leopld Figl wird zum niederösterreichischen Landeshauptmann gewählt.
1963
Marschklänge. Die Musikkapelle der 3. Panzerbrigade wird dem neugegründeten Militärkommando unterstellt und zur Militärmusik NÖ.
Licht. Harmanschlag im oberen Waldviertel wird als letzte geschlossene Ortschaft Niederösterreichs an das Stromnetz angeschlossen.
Ohrenschützer. Die NÖ Baudirektion nimmt den ersten Lärmmeßwagen in Betrieb.
1964
Rechenkünstler. Bei der NÖ Landtagswahl experimentiert Dr. Gerhart Bruckmann erstmals mit Hochrechnungen.
Lichterbaum. Erstmals ist Niederösterreich an der Reihe, den Christbaum vor dem Wiener Rathaus zu spenden. Die 36 Meter hohe Rottanne kommt aus Gaming.
Furchen. Fuchsenbigel im Marchfeld ist Schauplatz der ersten Pflüger-Weltmeisterschaft auf österreichischem Boden.
1965
Heimat. Niederösterreich erhält seine Landeshymne "O Heimat Dich zu lieben", Musik von Ludwig van Beethoven, Text von Franz Karl Ginzkey.
Farbenprächtig. 4.000 Teilnehmer aus ganz Europa und den USA beim ersten internationalen Trachtentreffen in Krems.
Modernisierung. Start für die Gemeindestruktur- und Pflichtschulreform in Niederösterreich. Zahl der Gemeinden wird von 1.652 auf heute 572 reduziert, aus Land der "Zwergschulen" wird Bundesland mit modernen Mittelpunktschulen.
1966
Gasgeben. Die NÖ Landesregierung beschließt ein 200 Millionen-Sonderprogramm zur Ankurbelung der Wirtschaft.
Ausspannen. Vier Jahre nach der Unterzeichnung des Vertrages zwischen Wien und Niederösterreich wird das Erholungszentrum im Laxenburger Schloßpark eröffnet.
Sterngucker. Grundsteinlegung für das Leopold Figl-Observatorium der Universität Wien auf dem Mitterschöpfl.
1967
Mitmenschlichkeit. Das neue NÖ Behindertengesetz gilt als das modernste Österreichs.
Bim. Die Straßenbahnlinie 360 der Wiener Verkehrsbetriebe zwischen Rodaun und Mödling stellt trotz massiver Proteste den Betrieb ein.
Meißeln. Erstes Bildhauersymposium im Steinbruch von Lindabrunn.
1968
Vorausmarschiert. Das Militärkommando NÖ übersiedelt von Wien-Hütteldorf in die St.Pöltener Hesserkaserne.
Neues Leben. Auf dem Gelände der ehemaligen Flugmotorenwerke Ostmark ensteht das moderne Industriezentrum NÖ-Süd.
Edelmetall. Bei den Olympischen Spielen in Mexiko erringen die Südstadt-Athletinnen Liese Prokop und Eva Janko Silber im Fünfkampf bzw. Bronze im Speerwurf.
1969
Vorausplanen. Die NÖ Landesregierung bestellt einen Raumordnungsbeirat.
Königliche Hoheiten. Königin Elisabeth II. von England und Prinz Philip besuchen Klosterneuburg.
1970
Blütenpracht. Erstmals wird der Wettbewerb "Niederösterreich im Blumenschmuck" durchgeführt.
Uralt. Bei Stillfried im Bezirk Gänserndorf wird eine urzeitliche Wehranlage entdeckt.
Aufschwung. Die Gründung von 50 Industriebetrieben mit über tausend Arbeitsplätzen in Niederösterreich bedeutet einen Nachkriegsrekord.
1971
Anti-Atom. Österreichs erste Anti-Atom-Demonstration. 30 Personen protestieren vor der NEWAG-NIOGAS-Zentrale gegen den Bau eines Atomkraftwerkes in Zwentendorf.
Hoch hinaus. Ilona Gusenbauer aus der Südstadt stellt mit 1,92 Metern einen Hochsprung-Weltrekord auf.
Gastlich. Erstmals mehr als 1 Million Ausländernächtigungen in Niederösterreich. Der Slogan "NÖ ... wo Ferien noch Ferien sind" wird geboren.
1972
Mist. Das neue NÖ Müllbeseitigungsgesetz regelt nicht nur die Abfuhr, sondern enthält erstmals auch Bestimmungen über die Beseitigung.
Erschütterung. Erdbeben in weiten Gebieten Niederösterreichs, in Seebenstein stürzt ein Teil der Kirche ein.
Tierisch. Eröffnung des Safariparks Gänserndorf.
1973
Brückenschlag. Eröffnung der neuen Donaubrücken Melk und Hainburg.
Strafzettel. St.Pölten ist die erste Stadt Niederösterreichs, in der Politessen Dienst versehen.
Großputz. Tausende im ganzen Land beteiligen sich an der von der Landesregierung gestarteten Säuberungsaktion "Schöneres und sauberes Niederösterreich".
1974
Bürgerservice. Im Haus Herrengasse 13 wird die Informations-, Beratungs- und Beschwerdestelle der Landesregierung eingerichtet.
Renaissanceschloß. Mit der Schallaburg, die mit einem Aufwand von 40 Millionen Schilling restauriert wurde, hat Niederösterreich ein neues Ausstellungszentrum.
Zapfsäulen-Notstand. Auch in Niederösterreich der "autofreie Tag". Es werden über 30.000 "S-Pickerl" (Sondergenehmigungen) ausgegeben.
1975
Denkpause. Die Diskussion über eine eigene niederösterreichische Landeshauptstadt wird "für rund zehn Jahre" zurückgestellt.
Sportlich. Eröffnung des vom Land vorfinanzierten Bundessportzentrums und der NÖ Landessportschule in der Südstadt.
Selig. In Rom wird die in Loosdorf bei Melk geborene Maria Theresia Gräfin Ledochowska seliggesprochen.
1976
Taufschein. Für die NÖ Landesausstellung "1000 Jahre Babenberger" kommt die Ostarrichi-Urkunde aus dem Bayerischen Staatsarchiv erstmals nach Österreich.
Bürgernah. An allen niederösterreichischen Bezirkshauptmannschaften werden Informations- und Beratungsstellen eingerichtet.
Freundschaftsmatch. Das ORF-Landesstudio NÖ startet die Erfolgssendung "Turnier auf der Schallaburg".
1977
Seniorenfreundlich. Start der landesweiten Aktion "Älter werden - jung bleiben".
Beamtenschweiß. Erstmals findet in der Südstadt ein Sporttag der NÖ Landesbediensteten mit 200 Aktiven statt.
Bewundernswert. Großartige Leistungen beim 1. NÖ Versehrtensporttag.
Verzicht. Die Landesregierung beschließt, im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage und die baurechtlichen Schwierigkeiten, das geplante Amtsgebäude Minoritenplatz nicht zu errichten.
1978
Schmankerln. Drei Kamptal-Gemeinden veranstalten erstmals "Am Hof" in Wien einen Bauernmarkt.
Gemeinsam. Die Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland gründen die Planungsgemeinschaft Ost.
Grundrecht. Niederösterreich erhält eine neue Landesverfassung, die ein verstärktes Mitsprache- und Einspruchsrecht vorsieht und als die modernste Europas gilt.
1979
Dichter. Peter Handke ist der erste Preisträger des von der Stadt Klosterneuburg gestifteten Franz Kafka-Preises.
Einspruch. Die Landesregierung beschließt aufgrund der Landesverfassung ein wesentlich verbessertes Beschwerderecht der Landesbürger.
Grüne Pisten. Ingrid Hirschhofer gewinnt bei der ersten Schimeisterschaft im Grasschilauf zwei Goldmedaillen.
1980
Boatpeople. Das Land NÖ stellt 1 Million Schilling zur Schaffung von Wohnraum für Vietnamflüchtlinge zur Verfügung.
Geschichtsbewußt. In Neuhofen an der Ybbs wird die Ostarrichi-Gedenkstätte eröffnet.
Lob. Die Stadt Krems erhält für ihre vorbildliche Altstadtsanierung eine der höchsten internationalen Auszeichnungen für Denkmalpflege ("Europa Nostra"), Stephanshart, Gemeinde Ardagger, wird zu "Europas schönstem Blumendorf" gekürt.
1981
Jungwähler. Die NÖ Landtagswahlordnung setzt das aktive Wahlalter auf 19, das passive auf 21 Jahre herab.
Verschönerung. Die Ortsbildaktion "Niederösterreich schön erhalten, schöner gestalten" wird gestartet.
Schneller. Eröffnung der Donauufer-Autobahn Korneuburg-Langenzersdorf-Wien.
1982
Ausgegraben. Sensationelle Funde bei Notgrabungen im Bereich der Baustellen der Schnellstraße S 33, unter anderem ein Gräberfeld aus der Frühbronzezeit.
Umsorgt. Die Landesregierung fördert den Einsatz von Tagesmüttern.
Paragraphen mit Herz. Der NÖ Landtag beschließt das Jugend- und das Familiengesetz. Sie gelten als modernste ihrer Art in Österreich.
1983
Familienkammer. Konstituierung der öffentlich-rechtlichen Interessenvertretung der Familien Niederösterreichs.
Luftrettung. Der ÖAMTC-Rettungshubschrauber "Christophorus II" wird beim Krankenhaus Krems stationiert.
Zentralraum. Die Schnellstraße S 33 von Krems nach St.Pölten ist durchgehend befahrbar.
1984
Metropole. Landeshauptmann Ludwig startet die Diskussion über eine eigene Landeshauptstadt und setzt eine Projektgruppe ein.
Pendler. Start für den Verkehrsverbund Ost Region, gleichzeitig wird die Pendlerhilfe des Landes eingeführt.
Aufstand. 1.500 Umweltschützer besetzen die Stopfenreuther Au und verhindern den Beginn der Rodungsarbeiten für ein Donaukraftwerk. Das Projekt wird nicht verwirklicht.
1985
Gemeinschaft. Start der Dorferneuerung in Niederösterreich, es geht nicht nur um die Verschönerung, sondern um die Belebung der Dorfgemeinschaft.
Jurist. Das Land Niederösterreich bestellt einen eigenen Umweltanwalt.
Überquerung. Die Südautobahn über den Wechsel ist endlich fertiggestellt.
1986
GAU. Auch in Niederösterreich radioaktiver Niederschlag nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.
Gulaschsaft. Nach der ersten Volksbefragung in Niederösterreich erhebt der Landtag St.Pölten zur blau-gelben Landeshauptstadt.
Atemluft. Niederösterreich erhält ein Luftreinhaltegesetz.
1987
Weinbeißer. Im Kloster Und in Krems-Stein wird das Weinkolleg eröffnet.
Planer. Die Landeshauptstadt-Planungsgesellschaft nimmt in St.Pölten die Arbeit auf.
Gründerzeit. In Wiener Neustadt wird das Regional-Innovations-Zentrum (RIZ) eingerichtet.
1988
Zeitgenössisches. "Ganz Niederösterreich ist Bühne" lautet das Motto des ersten Donaufestivals.
Keimzelle. Der Landtag beschließt eine eigene niederösterreichische Familienhilfe.
Kreativ. 166 Architekten und Architektenbüros beteiligen sich am Wettbewerb für die Landeshauptstadt.
1989
Zeitenwende. Der Eiserne Vorhang an der niederösterreichisch-tschechoslowakischen Grenze fällt.
Pedal-Star. Der NÖ Radrennfahrer Roland Königshofer wird Weltmeister im Steher-Bewerb.
Musikalisches. Erstmals 40 Veranstaltungen im Rahmen des "Zeitgenössischen Herbstes".
1990
Donauländer. In Maria Taferl wird die Arbeitsgemeinschaft Donauländer gegründet, die Initiative ging von Niederösterreich aus. Es gehören ihr Regionen von der Quelle bis zur Mündung an.
Originalwerke. In Tulln, seinem Geburtsort, wird ein Egon Schiele-Museum eröffnet.
Sportlich. Die Landessportschule ist das erste seit der Hauptstadtgründung in St.Pölten verwirklichte Hochbauprojekt des Landes.
1991
Raumfahrer. Dipl.Ing. Franz Viehböck aus Perchtoldsdorf ist der erste Österreicher im Weltall.
1992
Startschuß. In St.Pölten erfolgt der Spatenstich für den Bau des neuen Regierungsviertels.
Jahrhundertprojekt. Die erste Baustufe des Marchfeldkanals zur Sicherung des Grundwasserspiegels in Österreichs Kornkammer ist abgeschlossen.
Edler Tropfen. Winzer und Weinliebhaber freuen sich über einen Jahrhundert-Wein.
1993
Urban. Nach der erfolgreichen Dorferneuerung wird in sechs Modellstädten auch mit der Stadterneuerung begonnen.
Zusammenstoß. Bei einem Zugsunglück in Melk kommen drei Eisenbahner ums Leben, 20 Passagiere werden verletzt.
1994
Taktstock. Fabio Luisi wird Chefdirigent der NÖ Tonkünstler.
Gemütlichkeit. Die Aktion "Schöneres Gasthaus" zur Rettung der Wirtshauskultur läuft an.
Roter Sand. Mit dem ersten ATP-Turnier ist St.Pölten auf dem Weg zur Tennis-Metropole.
Bioforschung. In Tulln wird das Agrarbiotechnologie-Zentrum eröffnet, eine einzigartige wissenschaftliche Einrichtung.
1995
Superbrücke. Die neue Tullner Donaubrücke gilt als ein Projekt der Superlative.
Barockglanz. Die Restaurierung von Stift Melk, größtes Denkmalschutzvorhaben Österreichs, ist geschafft.
Hohe Schule. In Krems nimmt die Donau-Universität für postgraduale Aus- und Weiterbildung den Betrieb auf.
Immobilien. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bürgermeister Dr. Michael Häupl vereinbaren einen Abtausch von Liegenschaften, damit bleibt das historische Landhaus im Besitz Niederösterreichs.
1996
Tausender. Das historische Kernland Österreichs feiert nicht nur in Neuhofen an der Ybbs die erste urkundliche Erwähnung "Ostarrichi" im Jahr 996.
Übersiedlung. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll eröffnet am "Leopolditag" das Neue Landhaus in der jungen Landeshauptstadt St.Pölten.
Kulturausflüge. Der Archäologiepark Carnuntum und die Kulturparks Kamptal und NÖ Eisenstraße laden zum Besuch ein.
Kippstangen. Erstmals zwei Weltcupslaloms für Damen auf dem Semmering.
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