Seitenbereiche:

Hauptmenü:

Top menü


Das Landesentwicklungskonzept für Niederösterreich

Deckblatt des Landesentwicklungskonzepts für Niederösterreich
Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik

Prinzipien, Grundsätze und Ziele einer integrierten Raumentwicklung

Das Landesentwicklungskonzept wurde am 14. September 2004 von der Niederösterreichischen Landesregierung beschlossen. Es ist ein Grundsatzdokument mit strategischer Steuerungs- und Koordinierungsfunktion auf oberster Ebene und bekennt sich zu einer integrierten Raumentwicklung. Es gibt Auskunft über die Grundzüge der anzustrebenden räumlichen Ordnung sowie über die Prinzipien und Ziele zur Landesentwicklung. Damit ist es ein Leitbild für raumwirksame Aktivitäten in verschiedenen Sektoren und Fachbereichen sowie für unterschiedliche räumliche Ebenen. Neben der fachlichen Beteiligung in abteilungsübergreifenden Arbeitsgruppen nahm die BürgerInnenbeteiligung bei dem rund dreiährigen Erstellungsprozess einen wichtigen Stellenwert ein.

Das Niederösterreichische Landesentwicklungskonzept ist Ausgangspunkt der Strategie Niederösterreich.

 

Inhaltlich wird das Landesentwicklungskonzept in 6 Abschnitte gegliedert:





Struktur und Ziel

Inhalt und Funktion
In Österreich ist die Erstellung eines Landesentwicklungskonzepts nicht Pflicht, sondern eine selbst gestellte Aufgabe der Länder. Die rechtliche Basis in Niederösterreich ist das Niederösterreichische Raumordnungsgesetz 1976.

Das Landesentwicklungskonzept ist ein Dokument, das die Grundzüge der anzustrebenden räumlichen Ordnung und Prinzipien der Entwicklung eines Landes als Ziele der Raumordnung und der Landesentwicklung festlegt. Somit ist es ein strategisches Steuerungsinstrument auf oberster Ebene für die landesweite Raumordnung und Raumentwicklung, das das formale Dach der landesplanerischen Aktivitäten in unterschiedlichen Sektoren, Fachbereichen und auf vielen Ebenen darstellt.

Ein Landesentwicklungskonzept ist unternehmerisches Leitbild und strategisches Grundsatzdokument in einem. Es enthält alle grundsätzlichen Aussagen über die landesplanerischen Zielvorstellungen. Es sagt aus, wohin die politisch beeinflusste Entwicklung gehen soll, und es transportiert wünschenswerte sowie normative Ziele. Das ist wesentlich, um die Anliegen einer Raumordnungspolitik diskutierbar und vermittelbar zu machen. Ein Landesentwicklungskonzept soll koordinieren und helfen, die raumwirksamen Maßnahmen der Landesregierung und der Investitionsträger aufeinander abzustimmen.

Die Aussagen in einem Landesentwicklungskonzept sagen deutlich, was als wünschenswert gilt und was nicht - für die Entwicklung der Teilräume des Landes genauso wie für die Energiewirtschaft, die Abfallwirtschaft oder die Industrie­politik. Dennoch sind die Arbeiten an einem Landesentwicklungskonzept immer nur vorläufig abgeschlossen, da die Zukunft nicht voraussehbar ist. Es muss laufend dis­kutiert und in periodischen Abschnitten erneuert werden.

Ein Landesentwicklungskonzept ist schließlich ein politisches Dokument, denn es enthält Aussagen darüber, wie und in welcher Form zielgerichtet die Gesellschaft und ihr Territorium zu verändern sind.

^nach oben

Aufbau und Gliederung
Das vorliegende Landesentwicklungskonzept besteht im Wesentlichen aus fünf Schwerpunkten: Aus der Darstellung neuer Herausforderungen, des generellen Leitbilds der Raumordnung, einer Präsentation der räumlichen Strukturen und deren Entwicklungsperspektiven sowie aus einer umfassenden Zusammenstellung der sektoralen Herausforderungen und Entwicklungsziele. Dazu kommen grundsätzliche Ausführungen zur Zielerreichung und Umsetzung.

Das vorliegende Landesentwicklungskonzept besteht im Wesentlichen aus fünf Schwerpunkten: Aus der Darstellung neuer Herausforderungen, des generellen Leitbilds der Raumordnung, einer Präsentation der räumlichen Strukturen und deren Entwicklungsperspektiven sowie aus einer umfassenden Zusammenstellung der sektoralen Herausforderungen und Entwicklungsziele. Dazu kommen grundsätzliche Ausführungen zur Zielerreichung und Umsetzung.

Landesentwicklung entsteht nicht als Selbstzweck, sondern muss zukünftige Entwicklungen erkennen bzw. vorwegnehmen, und sie muss politisch-planerisch darauf reagieren. Der erste inhaltliche Schwerpunkt des vorliegenden Landesentwicklungskonzepts stellt einige dieser grundsätzlichen und absehbaren Trends bzw. Tendenzen der gesellschaftlichen sowie räumlichen Entwicklung in den Mittelpunkt und skizziert deren Auswirkungen auf das Land.

Der zweite Schwerpunkt beinhaltet die Darstellung des generellen Leitbilds der Raumordnung und Raumnutzung. Es geht dabei um die Prinzipien und Ziele der gesellschaftlichen sowie räumlichen Entwicklung des Landes.

Im Rahmen des dritten Schwerpunkts werden Raumstrukturen, Raumtypen und raumplanerische Strukturelemente in den Mittelpunkt gerückt. Das Landesentwicklungskonzept bleibt dabei im Grundsätzlichen, referiert nicht über Details oder konkrete räumliche Abgrenzungen, sondern über grundsätzliche Herausforderungen und Zielsetzungen.

Der vierte Schwerpunkt setzt sich mit sektoralen Themen auseinander. Dabei wird jeweils dargestellt, mit welchen Herausforderungen raumbedeutsame Politik­bereiche konfrontiert sind und welche Entwicklungsziele angestrebt werden. Diese Zusammenstellung macht das Landesentwicklungskonzept auch für jene interessant, die wissen wollen, welche grundsätzlichen Entwicklungsziele beispielsweise die öffentliche Energiewirtschaft, die Abfallwirtschaft des Landes, die Verkehrs- oder die Industriepolitik verfolgen.

Der fünfte und letzte Schwerpunkt beinhaltet strategische Aussagen über die Umsetzung und wie dabei vorgegangen werden kann. Dabei werden die Prinzipien zur Umsetzungsstrategie genannt und der Weg zur Realisierung aufgezeigt.

^nach oben

Erstellungsprozess
Das Landesentwicklungskonzept basiert auf längeren Vorarbeiten in der Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik des Amtes der NÖ Landesregierung sowie einer Grundsatzstudie über Landesentwicklungskonzepte. Darauf aufbauend erging im Dezember 2001 an die Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik der politische Auftrag, ein Landesentwicklungskonzept zu erstellen.

Der Erstentwurf wurde im September 2002 in broschürter Form herausgegeben. Am Ende eines intensiven Diskussionsprozesses wurde ein zweiter Entwurf des Landesentwicklungskonzepts erstellt, der dem Begutachtungsverfahren nach dem Niederösterreichischen Raumordnungsgesetz 1976 und damit der allgemeinen, öffentlichen Diskussion zugeleitet wurde.

Parallel zur Überarbeitung des Erstentwurfs des Landesentwicklungskonzepts wurde mit Vorarbeiten zur Umsetzung begonnen.

Eine zentrale Frage war auch, wie Umsetzungsstrategien zu entwickeln und Umsetzungsprozesse zu starten sind. Dazu ließ die Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik im ersten Halbjahr 2003 eine grundsätzliche Expertise über "Strategieorientierte Umsetzung des Landesentwicklungskonzepts" erstellen.

Die Umsetzung muss strategieorientiert sein, mit einer klaren Formulierung von prioritären Zielen und einem Bekenntnis zur Bündelung von Maßnahmen. Mit dem strategieorientierten Ansatz und der Einbindung der Fachabteilungen beschreitet die Raumordnung neue Wege. Sie löst sich vom Anspruch, alles planen und ordnen zu können und akzeptiert die politische Realität der Gegenwartsgesellschaft.

^nach oben



Herausforderungen

Das Landesentwicklungskonzept dient der Koordinierung von raumordnerischen Interventionen. Diese sind notwendiger denn je, denn die alten regionalen Problemmuster im Land haben sich nicht von alleine aufgelöst, und neue Herausforderungen sind hinzugekommen:

  • Von der Industrie- zur Wissensgesellschaft
  • EU-Erweiterung und neue Standortkonkurrenz
  • Flächenverbrauch und Nutzungskonflikte
  • Räumliche Disparitäten
  • Entstehung neuer Funktionsräume
  • Alterung der Gesellschaft
  • Bevölkerungsrückgang in peripheren Gebieten
  • Räumliche und soziale Entankerung
  • Gesellschaftliche Vielfalt
^nach oben



Das generelle Leitbild

Das generelle Leitbild des Landes und seiner Regionen stützt sich auf die Vision einer nachhaltigen, ökonomisch wettbewerbsfähigen, sozial gerechten und ökologischen Entwicklung, die es zu verwirklichen gilt. Die Raumentwicklung soll so voranschreiten, dass die Ansprüche von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt harmonisch im Einklang stehen und die natürlichen Lebensgrundlagen auch den künftigen Generationen erhalten bleiben. Diese nachhaltige, ausgewogene Entwicklung wird als "die" Herausforderung für das 21. Jahrhundert angesehen. Die Vision einer nachhaltigen Raumentwicklung in Niederösterreich stützt sich auf folgende drei Leitziele:

  • Gleichwertige Lebensbedingungen für alle gesellschaftlichen Gruppen in allen Landesteilen
  • Wettbewerbsfähige, innovative Regionen und Entwicklung der regionalen Potentiale
  • Nachhaltige, umweltverträgliche und schonende Nutzung der natürlichen Ressourcen
^nach oben



Räumliche Strukturen - Ziele zur Entwicklung

  • Internationale und nationale Positionierung
  • Prinzipien der räumlichen Entwicklung
  • Zentren- und Standortestrukturen
  • Achsen und Korridore
  • Schutz-, Eignungs- und Vorranggebiete
  • Gebietskategorien
  • Operative Raumeinheiten
^nach oben



Sektorale Themen - Herausforderungen und Ziele

In eigens geschaffenen Arbeitskreisen wurden von den Fachabteilungen des Landes für folgende Themenbereiche im Wirkungsbereich des Landes Grundlagen erarbeitet:

  • Umwelt, Natur, Landschaftsqualität
  • Nachhaltige Wasserwirtschaft
  • Energie
  • Abfallwirtschaft
  • Siedlungsentwicklung
  • Arbeitsmarkt und Beschäftigung
  • Land- und Forstwirtschaft
  • Industrie, produzierendes Gewerbe und wirtschaftsnahe Dienste
  • Innovation und Technologie
  • Versorgung mit Gütern und Diensten
  • Einzelhandel
  • Öffentliche Dienste
  • Bildung und Wissenschaft
  • Kinder - Jugend - Familien - Frauen - Senioren
  • Gesundheitswesen
  • Sozialwesen
  • Verkehr
  • Tourismus, Freizeit und Naherholung
  • Kultur
^nach oben



Umsetzung - Zielerreichung

Um Ziele zu erreichen ist der Einsatz von Instrumenten und das Handeln von AkteurInnen gefordert. Dabei sollen Effizienz und Wirksamkeit des Ressourceneinsatzes im Vordergrund stehen. Dies setzt ein geplantes, organisiertes Vorgehen, also eine Strategie voraus.

  • Rahmenbedingungen
  • Strategisches Vorgehen
  • Gesamtkonzept und Teilkonzepte
  • Räumliche Leitbilder
  • Instrumente
  • AkteurInnen
  • Die WIN-Strategie Niederösterreich
^nach oben


Weiterführende Informationen

Publikationen

Publikationen zum gewählten Thema finden Sie hier.

Ihre Kontaktstelle des Landes

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik
DI Norbert Ströbinger E-Mail: post.ru2@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-14223, Fax: 02742/9005-14170

3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 16

Lageplan, Adressen aller Dienststellen

|

Footer


Letzte Änderung dieser Seite: 29.11.2011

Nö Landkarte Amstetten Baden Bruck a. d. Leitha Gmünd Gänserndorf Hollabrunn Horn Korneuburg Krems Lilienfeld Melk Mistelbach Mödling Neunkirchen Scheibbs St. Pölten Tulln Waidhofen a. d. Thaya Wiener Neustadt Wien Umgebung Zwettl

Detailbereichsmenü und Zusatzinformationen aus dem Bereich Landesentwicklung - Strategie NÖ

> > > > > >
Landesentwicklung - Strategie NÖ