Tipps für Notfälle - Biologische Gefahren (Seuche/Epidemie/Pandemie)
Aktuelle Informationen
Informationen aus Österreich (Stand 2010):
Österreichischer Influenza Pandemieplan (Österreichische Apothekerkammer)
Ratgeber Grippepandemie (NÖ Zivilschutzverband)
Internationale Informationsseiten:
Robert Koch Institut (deutsches Fachinstitut des Bundesministeriums für Gesundheit)
Europäisches Zentrum für Seuchenbekämpfung und -kontrolle (EU agency - Stockholm)
Die sechs Phasen der WHO gliedern sich in:
Phase 1:
Kein neuer Influenzavirus-Subtyp beim Menschen feststellbar. Das Risiko von menschlichen Infektionen durch ev. zirkulierende tierpathogene Influenzaviren werden als gering eingestuft, auch wenn diese bereits Erkrankungsfälle beim Menschen ausgelöst haben sollten.
Phase 2:
Wie oben, aber zirkulierende tierpathogene Influenzaviren stellen ein beträchtliches Risiko für humane Erkrankungen dar.
Phase 3:
Humane(r) Erkrankungsfall/-fälle durch einen neuen Influenzavirus-Subtyp, aber keine Mensch zu Mensch-Übertragung (bzw. nur äußerst selten bei sehr engem Kontakt).
Phase 4:
Limitierte Mensch zu Mensch-Übertragung streng lokal begrenzt.
Phase 5:
Größere Ausbrüche, aber Mensch zu Mensch-Übertragung noch lokal begrenzt.
Phase 6: (Pandemie wurde per 10.8.2010 von der WHO aufgehoben)
Pandemie: zunehmende und anhaltende Ausbreitung in der Bevölkerung.
Pandemie erreicht Österreich oder angrenzendes Ausland
Ende der Pandemiewelle
Zweite und weitere Wellen
Post-pandemische Periode: Ende der Pandemie
Rückkehr zur interpandemischen Periode
Pandemieplanung in Niederösterreich
Niederösterreich ist gut vorbereitet
Das Land Niederösterreich hat auf Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits Ende 2003 mit den Vorarbeiten zur Erstellung eines niederösterreichischen Pandemieplanes begonnen.
Eine 2005 gemeinsam mit dem Militärkommando NÖ abgehaltene Übung brachte wichtige Erkenntnisse. So wurden auch Parallelszenarien wie extreme Kälte, Schnee oder Hochwasser in Kombination mit einer Grippewelle analysiert und in den Planungen berücksichtigt.
In weiterer Folge wurde der NÖ Pandemieplan an die Vorgaben der EU bzw. des Bundesministeriums für Gesundheit im Jahre 2006 angepasst.
Der NÖ Pandemieplan wurde federführend durch die Landessanitätsdirektion in 10 Arbeitsgruppen unter Mitwirkung sämtlicher Fachabteilungen des Landes, aller Einsatzorganisationen, der NÖ Gesundheitseinrichtungen, der Ärzte- bzw. Apothekerkammer u.v.m. erstellt. Die Vernetzung aller beteiligten Organisationen und die Festlegung der Maßnahmen basierend auf den sechs Phasen der WHO einer möglichen Pandemie bilden das Kernstück dieses Planes.
Die zusätzliche Vorhaltung von Schutzmasken (FFP3) und von Medikamenten für eine Prophylaxe speziell für Schlüsselkräfte (Krankenhauspersonal, Pflegepersonal, Ärzte, Rettungskräfte, Feuerwehr, etc.) ergänzen die umfassenden Vorsorgemaßnahmen des Bundes. Somit ist der Betrieb der NÖ Gesundheitseinrichtungen bzw. der wichtigsten Hilfsorganisationen während einer möglichen ersten Pandemiewelle, bei der vermutlich noch kein Impfstoff verfügbar ist, sichergestellt.
Die Entwicklung eines Impfstoffes benötigt meist mehrere Monate. Hier hat der Bund mit Vereinbarungen den Impfstoff für die österreichische Bevölkerung sicher gestellt und somit auch für eine mögliche zweite Welle bestens vorgesorgt.
Häufig gestellte Fragen zur Seuchenvorsorge in Niederösterreich (Abt. Umweltrecht RU4)
Link zu den Niederösterreichische Gesundheitseinrichtungen
Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz
E-Mail: post.ivw4@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13352, Fax: 02742/9005-13520
3430 Tulln, Langenlebarner Strasse 106