
Das Land Niederösterreich hat im Juli 2005 als drittes Bundesland beschlossen sich am bundesweiten Projekt „Digitalfunk BOS - Austria" zu beteiligen. Im Februar 2006 wurde mit der Planung und Errichtung des digitalen Funknetzes begonnen.
Ein Bund/Länder Betreibermodell ermöglicht die Errichtung des Funknetzes ohne Kostenaufwand für die freiwilligen Einsatzorganisationen. Lediglich der Ankauf der Funkgeräte muss von den Organisationen selbst getätigt werden. Somit steht den niederösterreichischen Einsatzorganisationen ab 2008 (Beginn des Roll out) ein Funknetz kostenlos für die nächsten 25 Jahre zur Verfügung.
Mit der Umsetzung des Projektes in Niederösterreich wurde die Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz des Amtes der Nö Landesregierung beauftragt. Die Projektleitung wird durch Ing. Franz Schuster wahrgenommen.
Durch eine Projektsteuerungsgruppe sind alle Nutzer des Netzes im Projekt eingebunden.
Von Abteilungsleiter WHR Dr. Bernhard Schlichtinger wurden folgende Personen mit der Projektorganisation betraut.
Das Projekt wird im wesentlichen organisatorisch durch zwei Projektgruppen umgesetzt.
a) Projektgruppe Standorte: Ing. Johann Dantinger , Ing. Thomas Trümmel, Ing. Reinhard Schirmaier, Stephan Fraberger
b) Projektgruppe Betrieb/Migration: Dipl. Ing. Stefan Kreuzer, Stephan Fraberger
Die Projektgruppe Standorte unter der Federführung des Landes Nö (Projektgruppenleiter Ing. Johann Dantinger) hat folgende Aufgaben:
- die Funknetzplanung der möglichen Senderstandorte
- die Akquise und Klassifizierung der idealen Sendestandorte
- die Durchführung von Bautechnischen Begehungen
- die Erstellung der Einreichpläne und Ausfertigungspläne
- die Einreichung bzw. die Abwicklung sämtlicher Behördenverfahren
- der Bau der Senderstandorte
- die Abnahme der Standorte
- die Inbetriebnahme der Standorte
- die Optimierung des Netzes
Diese Schritte werden in enger Kooperation mit dem Landespolizeikommando NÖ, dem Bundesministerium für Inneres und der Firma Tetron abgewickelt.
Im Sinne einer wirtschaftlichen Umsetzung wird versucht bestehende Antennenstandorte mitzunutzen. So konnte bis jetzt eine Mitnutzung von über 75% erreicht werden.
Neue Technik schafft auch neue gemeinsame Möglichkeiten der Krisenbewältigung. Deshalb ist ein intensiver Dialog zwischen den Behörden und den Einsatzorganisationen schon in der Planungsphase notwendig. Um einerseits die Bedürfnisse aller Teilnehmer, aber auch die technischen Möglichkeiten im neuen Funknetz auszuschöpfen, sind die Einsatzorganisationen in das Projekt im Rahmen der Projektgruppe Betrieb direkt eingebunden.
Durch regelmäßige Treffen der Verantwortlichen aus allen Organisationen soll ein optimaler Betriebsstart für die Nutzer dieses Netzes erreicht werden.
Die Projektgruppe Betrieb/Migration (Projektgruppenleiter Dipl. Ing. Stefan Kreuzer) hat folgende Aufgaben:
- Einbindung der möglichen Nutzer in das Digitalfunksystem
- Koordination und Abstimmung der Nutzerwünsche mit dem Netzbetreiber
- Endgeräteankauf
- Endgeräteverwaltung
- Endgeräteprogrammierung
- Leitstellenanbindung
Die Projektgruppe Betrieb/Migration setzt sich aus allen Nutzern des Netzes zusammen und versucht die Anforderungen an das Netz gemeinsam mit dem Netzbetreiber und den Endgerätelieferanten optimal zu lösen.