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Katastrophenschutz


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Katastrophenschutz
in Niederösterreich

Betrieb Digitalfunk - positive Rückmeldungen der Nutzer

Logos der Digitalfunknutzer
Logos der Digitalfunknutzer

Betrieb des Digitalfunknetzes

Seit der Inbetriebnahme der ersten Bezirke rund um Wien Anfang 2008 konnten bisher sehr positive Erfahrungen von den Digitalfunknutzern gewonnen werden.

Genutz wird das neue Funknetz neben den Sicherheitsbehörden (Polizei) und den Katastrophenschutzbehörden (Landes- , Bezirksverwaltungsbehörden und Gemeinden) von allen NÖ Einsatzorganisationen.

Die Nutzerorganisationen sind: Freiwillige Feuerwehr, Rotes Kreuz, Arbeiter Samariterbund, Bergrettung, Höhlenrettung, Wasserrettung, ÖAMTC Flugrettung, Johanniter Unfallhilfe, Notruf 144 NÖ, Grünes Kreuz, die NÖ Berg- und Naturwacht in Mödling, Neunkirchen (Hohe Wand) und Wiener Neustadt - Land (Pernitz), die Rettungshunde NÖ, die Rettungshundebrigade sowie die KatZug Rettungshundestaffel und die Suchhundestaffel der Österreichischen Hundesportunion.

Dem Bund und dem Land NÖ ist es ein großes Anliegen allen freiwilligen Einsatzorganisationen dieses neue Funknetz kostenlos für die nächsten 25 Jahre zur Verfügung zu stellen. Lediglich der Ankauf der Funkgeräte muss von den Organisationen selbst getätigt werden. Das Land NÖ und die NÖ Gemeinden haben mit dem Ankauf von über 2000 Funkgeräte für die freiwilligen Organisationen den Umstieg auf die neue Technik unterstützt.

Ziel ist mithilfe dieses Kommunikationsnetzes den Behörden und Einsatzorganisationen eine optimale Einsatzabwicklung im Alltagseinsatz, aber auch im Katastropheneinsatz zum Wohle der Bevölkerung zu ermöglichen.


Stadt Krems orderte weitere Digitalfunkgeräte für den Katastropheneinsatz, Ing. Dantinger übergab die Geräte an die Kameraden der FF Krems Stadt
Foto: FF Krems Stadt

Feuertaufe bei Hochwasserkatastrophe im Juni/Juli 2009

Den größten Einsatz seit der ersten Inbetriebnahme des Digitalfunks verzeichnete man im Juni und Juli 2009 während der schweren Unwetter, die in 17 Bezirken Niederösterreichs für Verwüstungen sorgten. In einigen Gebieten fielen sogar die Mobilfunknetze aus. Der Digitalfunk sorgte weiter für die Kommunikation zwischen Einsatzkräften und Katastrophenschutzbehörden. Ein Resümee aus Sicht der Einsatzkräfte bietet der Newsletter der Firma Tetron.


Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug des ÖRK
Foto: ÖRK - Bezirksstelle Pöggstall

Rotes Kreuz als erste Freiwilligenorganisation komplett digital

Seit 27. Juni sind die Einsatzkräfte des Österreichischen Roten Kreuzes digital unterwegs. Seitens der Projektleitung gratulieren wir dem Team rund um Ing. Harry Oberlerchner zur erbrachten Leistung, galt es doch rund 650 Rettungsfahrzeuge umzurüsten und über 1350 Funkgeräte niederösterreichweit auszugeben. Nähere Infos entnehmen Sie bitte auf den Seiten des Roten Kreuzes .  


Sucheinsatz "Flugzeugabsturz" mit Digitalfunk koordiniert

Am 14.12.2008 wurde die Landeswarnzentrale Niederösterreich vom Such- und Rettungsdienst der Austro Control über das Verschwinden einer einmotorigen Maschine im Bereich Hoher Lindkogel (Bezirk Baden) informiert. Umgehend lief ein Sucheinsatz mit rund 200 Einsatzkräften der Feuerwehr, der Bergrettung, des Roten Kreuzes und der Polizei an. Die Kommunikation der Führungsebene zwischen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten wurde erstmals in dieser Größenordnung organisationsübergreifend bei einem Realeinsatz durchgeführt und hat sich laut Rückmeldung der Einsatzleiter von Feuerwehr und Bergrettung bestens bewährt.

Bezirkskatastrophenschutzübung Waidhofen/Thaya digital

Am 17.10.2008 wurden im Bezirk Waidhofen/Thaya ein Flugzeugabsturz in der Nähe von Dobersberg und ein schwerer Verkehrsunfall als Übungsszenario angenommen. Feuerwehr, Rotes Kreuz, Polizei und Bezirkshauptmannschaft konnten im Rahmen der Übung die Kommunikation erstmals digital abwickeln. Vor allem die organisationsübergreifende Sprechgruppe, die die Kommunikation zwischen dem Bezirkshauptmann und den Bezirkskommandanten der eingesetzten Organisationen sicherstellte, wurde getestet. Die gute Qualität der Funkgespräche zwischen den Schadensorten und der Bezirkshauptmannschaft aber auch zur Landeswarnzentrale nach Tulln wurde von den Teilnehmern hervorgehoben. 

Landeskatastrophenschutzübung 2008 zum ersten Mal digital

Die Landeskatastrophenschutzübung 2008 wurde zum ersten Mal mit Digitalfunk kommunikationstechnisch abgewickelt. Alle Organisationen, die an der Übung teilnahmen, wurden seitens der Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz mit Handfunkgeräten ausgestattet. Sämtliche Kommunikationswege, die normalerweise auch über Telefon getätigt wurden, sollten über den Digitalfunk abgewickelt werden, um das Netz auf seine Belastbarkeit zu testen.

Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienste, der Behörden, der Schifffahrtsaufsicht, der ÖBB, der EVN und des Bundesheeres konnten erfolgreich die neue Technologie nutzen. Da die Übung in zwei getrennten geographischen Bereichen abgehalten wurde (Neulengbach und Krems) wurde auch der Zustand des Netzes während der Kommunikationsspitzen sehr gut aufgezeigt. So waren in den Spitzen auf der Kremser Basistation rund 20 Geräte und in Neulengbach ca. 60 Geräte im Netz auf 13 Sprechgruppen eingebucht. Das Netz war trotz des hohen Kommunikationsbedarfes zu keinem Zeitpunkt maßgeblich belastet. Die Erkenntnisse, die aus dieser Übung gewonnen wurden, können optimal für die Erstellung von einsatztaktischen Regeln verwendet werden. Eine neue Erfahrung war die Nutzung des Einzelrufes zwischen zwei Gesprächsteilnehmern.

Die positiven Feedbacks der NutzerInnen zeigten, dass auch "Anfänger" mit einer Kurzeinschulung von ca. 30 min die Geräte mit den Grundfunktionalitäten bestens bedienen konnten.

Mehr Informationen zur Landeskatastrophenschutzübung 2008 finden Sie hier.

Bezirkshauptmannschaften funken

Im Mai 2008 wurden die ersten Digitalfunkgeräte an die Bezirkshauptmannschaften Wien Umgebung, Baden, Mödling, Bruck/Leitha, Gänserndorf und Tulln ausgegeben. Voraussichtlich bis Jahresmitte 2009 werden alle niederösterreichischen Bezirkshauptmannschaften mit den neuen Funkgeräten ausgestattet. Somit steht den Bezirkshauptmannschaften, die im Katastrophenfall die behördliche Einsatzleitung wahrnehmen, ein modernes krisensicheres Kommunikationsmittel zur Verfügung.
Dadurch ist die Verbindung zwischen Behörde und den im Katastropheneinsatz stehenden Einsatzorganisationen gewährleistet.


Gruppenbild: Bezirkshauptmannstellvertreter von Mödling Mag. Andreas Strobl begrüßte am 19.Mai die Katastrophenschutzreferenten und IT Verantwortlichen der Bezirkshauptmannschaften Wien Umgebung, Baden, Mödling, Bruck/Leitha, Gänserndorf und Tulln zur ersten Digitalfunkschulung auf der BH Mödling.
Bezirkshauptmannstellvertreter von Mödling Mag. Andreas Strobl begrüßte am 19.Mai die Katastrophenschutzreferenten und IT Verantwortlichen der Bezirkshauptmannschaften Wien Umgebung, Baden, Mödling, Bruck/Leitha, Gänserndorf und Tulln zur ersten Digitalfunkschulung auf der BH Mödling.

Digitalfunk im EURO - Einsatz

Da im Bundesland Wien der Digitalfunk bereits seit 2006 im Vollbetrieb steht, wurden auch in Niederösterreich die Polizei, Teile des Roten Kreuzes und der Feuerwehr, aber auch die Bezirkshauptmannschaften rund um Wien für die Abwicklung der Euro mit Funkgeräten ausgestattet.
So konnten sämtliche Einsätze im Rahmen der Fußballeuropameisterschaft optimal von den Behörden und Einsatzorganisationen länder- und organisationsübergreifend durchgeführt werden.


Einsatzstabes des Landespolizeikommandos Niederösterreich mit sämtlichen VertreterInnen der Katastrophenschutzbehörden und der Einsatzorganisationen während der Euro beim Match Österreich gegen Kroatien
Digitalfunk auch fixer Bestandteil der zivilen Fachgruppe des Einsatzstabes des Landespolizeikommandos Niederösterreich mit sämtlichen VertreterInnen der Katastrophenschutzbehörden und der Einsatzorganisationen während der Euro beim Match Österreich gegen Kroatien.

Auch die Landeswarnzentrale Niederösterreich ist im neuen Netz bereits erreichbar.

Jon Bon Jovi Konzert mit Digitalfunk

Auch beim Schlechtwetter - Auftritt von Jon Bon Jovi in Ebreichsdorf am 4. Juni 2008 stand der Digitalfunk erfolgreich und organisationsübergreifend im Einsatz. Während tausende Konzertbesucher das Telefonnetz lahm legten, konnten die Einsatzkräfte des Arbeiter Samariter Bundes, der Feuerwehr und der Bezirkshauptmannschaft Baden problemlos miteinander kommunizieren und die Veranstaltung trotz der widrigen Wetterverhältnisse abwickeln.

Iron Man St. Pölten mit Digitalfunk

Bei einer der größten Sportveranstaltungen in Niederösterreich konnte am 24.Mai 2008 in St. Pölten ebenfalls der neue Digitalfunk von den im Einsatz stehenden Ambulanzdiensten erfolgreich eingesetzt werden.




WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN
Ihre Kontaktstelle des Landes für Digitalfunk BOS Austria - Teilprojekt NÖ

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz


Ing. Franz Schuster E-Mail: post.digitalfunk@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-16662, Fax: 02742/9005-13520

3430 Tulln, Langenlebarner Straße 106

Lageplan, Adressen aller Dienststellen


Letzte Änderung dieser Seite: 24.01.2011