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Katastrophenschutz


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Katastrophenschutz
in Niederösterreich

EU-Projekt Monitor - neue Methoden der Gefahrenanalyse und Hochwasseralarmplanung

Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz beteiligt sich am EU-Projekt "Monitor"

Ziel dieses Projekts ist das Auffinden der neuesten Methoden zur Analyse von Gefährdungen bzw. zur Einschätzung des Risikos.

Im Zuge dieses internationalen Projekts werden schwerpunktmäßig Gefahrenanalysemethoden für Naturgefahren recherchiert wie zum Beispiel: Hochwasser, Hangrutschungen, Lawinen, Sturm, Erdbeben, Waldbrand etc.

Das Land Niederösterreich, vertreten durch die Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz, bringt vor allem das Fachwissen im Bereich Hochwasser in das EU Projekt ein. Bis dato (Stand Sept. 2007) konnten zwei Pilotprojekte an der March und am Kamp mit dem Schwerpunkt Hochwasser durchgeführt werden. Das EU Projekt konnte mit Ende März 2008 abgeschlossen werden.

Die Aktivitäten an der March bzw. am Kamp werden aber auch außerhalb dieses Projektes weitergeführt.


Ziviltechniker, Bürgermeister, Feuerwehr an einem Tisch - gemeinsame Erarbeitung funktionierender Hochwasseralarmpläne
Planer, Behörde u. Feuerwehr an einem Tisch

Gefahrenanalyse - Hochwasseralarmplan

Aktuell sind die Gefahrenanalysen und die Erstellung der Hochwasseralarmpläne an der March fertig gestellt. Im Zuge des Projektes wurden neue Analysemethoden unter intensiver Einbeziehung der Gemeinden, Feuerwehrkräfte und der Anrainer vor Ort angewendet und entwickelt.

Die nun vorliegenden Alarm- und Einsatzpläne beinhalten die Meldewege und Maßnahmen der Behörden, der zuständigen Wasserverbände und der Einsatzorganisationen auf allen Ebenen (Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene).

Die Kernstücke des neuen Hochwasseralarmplanes für die March sind die Meldewege für die Hochwasserwarnung und den Hochwasseralarm, sowie die Maßnahmenpläne für die Dammverteidigung, die Ortsverteidigung und die Evakuierung.

Eine zusammenfassende Präsentation des neuen Sonderalarmplanes finden Sie hier (PDF 1,5 MB).

Konzept Niederösterreich auch international gefragt

Durch gute Kontakte der Landeswarnzentrale Niederösterreich in die Schweiz wurde das Organisationskomitee einer der größten internationalen Katastrophenschutzkonferenzen auf das Projekt aufmerksam. Am 27.08.2008 wird das SOnderalarmplan-Konzept aus Niederösterreich bei der International Disaster and Risk Conference in Davos vorgestellt.

Diese Konferenz zählt zu den größten dieser Art, genießt hohes Ansehen in der internationalen Fachwelt und erwartet heuer über 1200 Teilnehmer aus 130 Ländern.

INFO: Nominierung für den Staatspreis Ingenieurconsulting 2009


Übergabe der Pläne an die March-Gemeinden

Risikokommunikation

Ein wichtiger Bestandteil dieser Planungen ist die Mitarbeit der Gemeinden vor Ort. 

Für die Verantwortlichen auf Gemeindeebene ist aber auch die Einbeziehung und die Information der Bevölkerung die Basis für eine funktionierende Katastrophenbewältigung. Nur eine gut informierte Bevölkerung verhält sich dann im Hochwasserfall auch so, dass die verantwortlichen Behörden und die ausführenden Einsatzorganisationen optimal arbeiten können.

Als weiterer Schritt werden daher vor allem die betroffenen Anrainer über die Ergebnisse der Planungen informiert. Unter dem Begriff Risikokommunikation versucht die Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz in Kooperation mit denGemeinden vor Ort und mit Unterstützung des NÖ Zivilschutzverbandes die Anrainer über die Gefährdung und die notwendigen Verhaltensregeln aufzuklären.

Nähere Infos zum Projekt finden Sie auch bei der ausführenden Firma RIOCOM



Schulungskonzepte 

Ein weiterer Schritt in der Umsetzung dieser neuen Planungsmethoden und Alarmplanerstellung ist das Ausarbeiten von Schulungskonzepten für die Anwender vor Ort. So wird in Kürze in Kooperation mit dem NÖ Landesfeuerwehrverband, der NÖ Landes-Feuerwehrschule und den Amtssachverständigen des Landes ein Schulungsmodul entwickelt und auch umgesetzt.

Ein erster interdisziplinärer Schritt dazu war die im April 2007 von der Gruppe Wasser veranstaltete Fachtagung zum Thema Dammverteidigung mit mehr als 300 Teilnehmern aus dem Bereich der Behörden, der Einsatzorganisationen (Feuerwehr und Bundesheer), der Wissenschaft und der Privatwirtschaft.

Weitere Vorgangsweise

Landesrat DI Josef Plank plant diese im Zuge der Pilotprojekte an der March und am Kamp erstellten Pläne weiter fortzuführen. Die Weitergabe des niederösterreichischen Know Hows auf diesem Sektor ist im Rahmen des EU Projektes auch über die Landesgrenzen hinaus sichergestellt.

Fachtagung RISK:07 - Risiko kommunizieren 

Die Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz möchte ganz besonders im Zuge der in Tulln abgehaltenen Tagung RISK:07den Blick über den Tellerrand werfen, um von den im Ausland praktizierten Methoden zu lernen. Aber auch die in NÖ gewonnen Erfahrungen sollen hier auf internationaler Ebene diskutiert und ausgetauscht werden. Die Tagung bietet aber auch die Möglichkeit der Erarbeitung von neuen Lösungen in Form von intensiven Workshops an. Alle sind herzlich eingeladen diesen spannenden Prozess zu begleiten, aber auch aktiv mitzugestalten.

Ergebnisse der RISK:07 finden Sie hier




WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN
Publikationen

Publikationen zum gewählten Thema finden Sie hier.
Ihre Kontaktstelle des Landes

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz


E-Mail: post.ivw4@noel.gv.at
Tel: 02742/9005 13352, Fax: 02742/9005-13520

3430 Tulln, Langenlebarner Strasse 106

Lageplan, Adressen aller Dienststellen


Letzte Änderung dieser Seite: 11.12.2009