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Innergememeinschaftlicher Handel; Ein- und Durchfuhr

Die Europäische Gemeinschaft hat Richtlinien für den Handel mit Tieren und tierischen Erzeugnissen zwischen den Mitgliedstaaten (innergemeinschaftlicher Handel; IGH), mit vertraglich an die Gemeinschaft gebundenen Drittstaaten sowie für die Einfuhr in die und Durchfuhr durch die Gemeinschaft festgelegt. Die Regelungen im Veterinärbereich sollen die Verbreitung von Tierseuchen verhindern.

  • Innergemeinschaftlicher Handel (Versenden; Verbringen; Verreisen; Einbringen)
  • Handel mit Drittstaaten (Einfuhr; Ausfuhr)
  • TRACES





Innergemeinschaftlicher Handel

Trotz gewisser Liberalisierung des Tier- und Warenverkehrs seit dem Beitritt Österreichs zur Gemeinschaft, sind beim Versenden und Verbringen von Tieren und bestimmten tierischen Erzeugnissen sowie bei deren Einbringen nach Österreich Regeln einzuhalten. Die betreffenden Gemeinschaftsregeln wurden von Österreich in der Veterinärbehördlichen Binnenmarktverordnung 2008, BGBl. II 2008/473 umgesetzt.

Zur Versendung bzw. zum Verbringen bestimmte Tiere und tierische Erzeugnisse müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Das Vorliegen der Anforderungen ist letztlich von den Amtstierärztinnen bzw. Amtstierärzten in Gesundheitsbescheinigungen oder sonstigen Bescheinigen zu bestätigen. Fallweise sind längerdauernde Untersuchungen (auch Labordiagnostik) durchzuführen. Daher ist es zielführend, rechtzeitig vor dem beabsichtigten Versenden, Verbringen oder Verreisen mit Heimtieren oder Sportpferden mit der für den Standort der Tiere oder Erzeugnisse zuständigen Amtstierärztin bzw. dem Amtstierarzt der Bezirksverwaltungsbehörden den Kontakt herzustellen.

Auch das Einbringen von Tieren und tierischen Erzeugnissen ist grundsätzlich der Bezirksverwaltungsbehörde, konkret den Amtstierärztinnen und Amtstierärzten, anzuzeigen. Dies hat im Falle von Tieren schon vor dem Eintreffen der Tiere zu erfolgen und verfolgt vorrangig den Zweck, den allenfalls schon vorhandenen eigenen Tierbestand sowie die österreichischen Tierbestände im Allgemeinen vor Krankheiten und Tierseuchen zu schützen.

Über die beim Versenden, Verbringen und Verreisen einzuhaltenden Bestimmungen und Modalitäten informiert Sie die örtlich zuständige Amtstierärztin bzw. der Amtstierarzt.

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Handel mit Drittstaaten

Die Einfuhr von Tieren und bestimmten tierischen Produkten und Erzeugnissen in die Gemeinschaft und nach Österreich unterliegt gleichfalls gemeinschaftsrechtlich einheitlichen Veterinärbestimmungen (siehe dazu die Veterinärbehördliche Einfuhrverordnung 2008, BGBl. II 2008/474). Die Zuständigkeit liegt beim Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, Veterinärverwaltung (Tel: 01/71100-0).

Hinsichtlich der Ausfuhr gelten, sofern Tiere und Waren auf dem Landweg über die sog. Grenzkontrollstellen an der EU-Außengrenze in Drittstaaten verbracht werden, die veterinärrechtlichen Gemeinschaftsbestimmungen, und ab dieser die Veterinärbestimmungen des jeweiligen Bestimmungslandes und ggf. der Durchfuhrstaaten.

Im Falle einer beabsichtigten Ausfuhr in einen Drittstaat ist es zweckdienlich und erforderlich, bei den zuständigen Veterinärbehörden dieser Drittstaaten (und allenfalls der Durchfuhrstaaten) die veterinärbehördlichen Anforderungen zu erfragen und die beizubringenden Bescheinigungen zu beschaffen. Auf das Erfordernis der Mehrsprachigkeit (Sprache des Bestimmungslandes und Herkunftslandes) bei den Bescheinigungen wird hingewiesen.

Über die vielfältigen Einfuhrbestimmungen der einzelnen Drittstaaten können die entsprechenden Informationen bei den Handelspartnern in den Drittstaaten, den zuständigen zentralen oder lokalen Veterinärbehörden der Mitgliedstaaten, den Botschaften, den Außenhandelsstellen der Wirtschaftskammer Österreich, beim Bundesgremium des Vieh- und Fleischgroßhandels der Wirtschaftskammer Österreich u.a. Stellen eingeholt werden.

Die entsprechenden Untersuchungen werden von den Amtstierärztinnen und Amtstierärzten durchgeführt und zum Zwecke der Ausfuhr die entsprechenden Bescheinigungen ausgestellt.

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Traces

Mit TRACES hat die EU ein Meldesystem für den innergemeinschaftlichen Handel eingerichtet, über das vom Amtstierarzt des Herkunftslandes Tiertransporte und die Sendung von bestimmten tierischen Produkten den lokalen Veterinärbehörden des Bestimmungslandes auf elektronischem Weg mitgeteilt werden.

Um den Tierverkehr und den Verkehr mit tierischen Produkten mit EU-Drittstaaten überwachen zu können, sind auch die Grenztierärzte in das TRACES-System eingebunden. Die Grenztierärzte geben von den EU-Außengrenzen die Informationen über Einfuhren an die Bezirksverwaltungsbehörden weiter. So können die Amtstierärzte am Bestimmungsort erforderliche Maßnahmen vorbereiten, die Ausladung überwachen und Stichproben entnehmen.

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Weiterführende Informationen

Ihre Kontaktstelle des Landes für den Innergemeinschaftlichen Handel; ggf. Einfuhr, Ausfuhr

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Veterinärangelegenheiten und Lebensmittelkontrolle
Dr. Alois Nigl E-Mail: post.lf5@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13437, Fax: 02742/9005-12801

3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 13

Lageplan, Adressen aller Dienststellen


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Letzte Änderung dieser Seite: 25.10.2016

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