
2013 sind die Marktgemeinde Asparn a. d. Zaya und die Stadtgemeinde Poysdorf Austragungsorte der Niederösterreichischen Landesausstellung zum Thema „Brot und Wein". Vor der malerischen Szenerie des Weinviertels werden Jahrtausende bedeutender Kulturgeschichte lebendig. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um die Gäste der Landesschau gebührend in der Region zu empfangen.
Brot und Wein sind Nahrungsmittel, Genussmittel und religiöse Symbolträger. Sie haben mythologische Bedeutung und sind zugleich Wirtschaftsfaktor und Lebensnotwendigkeit. Beide Nahrungsmittel blicken auf eine über 8.000 Jahre reiche Geschichte zurück. Asparn a. d. Zaya widmet sich dem Thema „Brot" und Poysdorf dem Thema „Wein". Beiden Standorten gemeinsam ist die Frage nach der Zukunft von „Brot und Wein", der Rolle des Landes und seiner Positionierung angesichts der dramatisch fortschreitenden Urbanisierung des ländlichen Alltags.
Die Region „Römerland Carnuntum" ist nicht zuletzt aufgrund ihrer geographischen Lage durch Donaustrom, Bernsteinstraße und March-Leitha-Grenze immer wieder zu einem spannenden Austragungsort europäischer Geschichte geworden. Das machten sich die Standortgemeinden der Niederösterreichischen Landesausstellung 2011 zu Nutze. Die Besucher konnten in Petronell-Carnuntum, Bad Deutsch-Altenburg und Hainburg a. d. Donau die Region erobern, entdecken und erleben.
„Die Niederösterreichische Landesausstellung 2011 war glanzvoller Höhepunkt des Niederösterreichischen Ausstellungsreigens. Zwischen den Metropolen Wien und Bratislava wird das Engagement einer Region sichtbar, die Geschichte zum Erlebnis macht. Auf historischem Grund haben Petronell-Carnuntum, Bad Deutsch-Altenburg und Hainburg a. d. Donau Museumsgeschichte", erklärte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.
Kulturfabrik Hainburg
Die Ausstellung in der ehemaligen k. u. k. Tabakfabrik spannte den Bogen von der Urgeschichte bis in die Zukunft. Geschichte wird erst durch den Drang des Menschen zu erobern und zu entdecken zur Menschheitsgeschichte. Die Ausstellung führte uns vor Augen, dass wissenschaftliche Erkenntnis dank immer neuen Wissens und neuer Technologien ein dynamischer Prozess ist. Persönlichkeiten wie König Ottokar, James Cook, Ida Pfeiffer oder Johann Natterer begleiteten durch die Schau. Berührende Exponate wie der vermeintliche Abschiedsbrief des Arktis-Forschers Karl Weyprecht erzählten packende Geschichten. Ein Schiffsfund aus dem
17. Jahrhundert belegt, dass es die Globalisierung schon viel früher gegeben hat, als wir das gemeinhin annehmen. Der 28 Meter lange Forschertisch machte Interessierte jeden Alters selbst zu Forschern und Entdeckern: Die Besucher lasen an Globen die Entwicklung des Weltbildes ab, versuchten sich an Nachbauten alter Vermessungsgeräte wie dem Sextanten und dem Jakobsstab, blickten durch Fernrohre, entdecken selbst interessante Informationen oder blätterten im Zwettler Codex. Das Kunstprojekt „Insight Turm" zeigte, wie schnell wir in der Welt des Internets Spuren hinterlassen. Das Büro pla.net architects hat für die Schau eine einmalige Ausstellungslandschaft geschaffen.
Freilichtmuseum Petronell (Petronell-Carnuntum)
Wer das Freilichtmuseum Petronell schon einmal besucht hat, hat es im Glanz der Niederösterreichischen Landesausstellung 2011 nicht wieder erkannt. Das neu gestaltete Besucherzentrum führt seine Gäste wie zur damaligen Zeit über eine Gräberstraße nach Carnuntum. Video- und Audiotechnik sorgen für hautnahe Begegnung mit römischen Bürgern. Für internationales Interesse und Anerkennung sorgte die authentische Rekonstruktion eines gesamten Stadtviertels, insbesondere die voll funktionstüchtige römische Therme, die über die gesamte Dauer der Ausstellung mit der originalgetreuen Heiz- und Wassertechnik betrieben wurde. Für die Besucher entstand dank der experimentellen Archäologie der Eindruck, als hätten die Römer gerade erst ihre Stadt verlassen. Die wahre Größe der 50.000-Einwohner-Stadt Carnuntum erschloss sich über ein 3-D-Modell auf 350 Quadratmetern.
Museum Carnuntinum (Bad Deutsch-Altenburg)
Das Museum Carnuntinum ist das „Schatzhaus" des Archäologischen Parks. Hier gaben rund 1.200 wertvolle Exponate einen spannenden Einblick in die Kultgewohnheiten der Römer. Die speziell für die Niederösterreichische Landesausstellung 2011 gestaltete Schau „Götterbilder - Menschenbilder" beeindruckte mit ihren kostbaren Fundstücken und ihrer einmaligen Ausstellungstechnik: Die römischen Götter schwebten über den Köpfen der Besucher und der Mithras-Kult wurde durch die Projektion seiner Originalfarben zum Erlebnis. Die Ausstellung „Götterbilder - Menschenbilder" wird auch in der Ausstellungssaison 2012 nochmals zu sehen sein. Das Museum Carnuntinum, 1904 unter Kaiser Franz Josef I eröffnet, gilt als Österreichs bekanntestes Römermuseum.
Alle drei Standorte wurden gezielt für das junge Publikum auch interaktiv aufgebaut. Für die Kulturfabrik Hainburg und das Museum Carnuntinum gab es jeweils eigene Rätselhefte für verschiedene Altersstufen. Das Freilichtmuseum Petronell wartete mit einer interaktiven Schatzkarte von Julius Carnuntinus auf.
Eine Reise durch die Zeit vor den Toren Wiens
Kooperationen mit den ÖBB, dem Twin City Liner und der DDSG sorgten dafür, dass die Niederösterreichische Landesausstellung 2011 bequem zu Wasser und zu Lande erreichbar war. Barrierefreie Shuttlebusse verbanden die drei Austragungsorte miteinander. Um die einmalige Naturlandschaft des Römerland Carnuntum zu genießen, wurden 380 Kilometer Radwege und 180 Kilometer Wanderwege ausgebaut und neu vernetzt. Wer sein eigenes Fahrrad nicht mitnehmen wollte, konnte beim zentralen Verleih im Freilichtmuseum Petronell E-Bikes, Segways, E-Roller oder Greencarts entlehnen und damit die Ausstellungsorte Besuchen. Die Firma NEXTbike stellte an allen Verkehrsknotenpunkten der Schau Leihfahrräder zur Verfügung.
Eine Region stellt sich vor
Die Niederösterreichische Landesaustellung 2011 bot die Möglichkeit, das Römerland Carnuntum auf vielfältige Weise zu entdecken: Ticketpartner sorgten für vergünstigte Eintritte zu den Kulturjuwelen der Region. Der ProVIANT-Shop im Besucherzentrum verkaufte die Produkte der Direktvermarkter gleich im praktischen Rucksack. Gastronomie in allen Kategorien verwöhnte den Gaumen mit regionalen Schmankerl. Die Rubin Carnuntum Winzer erfreuten mit Weinen in Weiß und Rot. Hochkarätige Hotellerie wie das Alte Kloster in Hainburg beherbergten zahlreiche Gäste. Über 550.000 Gäste besuchten die Niederösterreichische Landesausstellung 2011. Kooperationen mit Kulturinitiativen wie dem Viertelfestival Niederösterreich oder der Carnuntum Experience sorgten für ein spannendes und abwechslungsreiches Programm. Besonders Kinder und Familien kamen dank dem vielfältigen Rahmenprogramm der Niederösterreichischen Landesausstellung 2011 auf ihre Rechnung.
405.192 Besucher bei der NÖ Landesausstellung 2009
Lange Tradition, erfolgreiches Konzept. Zum 35. Mal fand heuer die Niederösterreichische Landesausstellung statt. Zum ersten Mal grenzüberschreitend hat diese NÖ Landesausstellung 2009 „ÖSTERREICH.TSCHECHIEN. geteilt - getrennt - vereint." alle Erwartungen übertroffen. Insgesamt besuchten 405.192 Besucher die Schau, die an drei Standorten in Horn, Raabs und im tschechischen Telc stattfand.
Sie reiht sich damit in den Reigen der erfolgreichsten NÖ Landesausstellungen ein und konnte damit, sogar die letzte Landesschau 2007 im Mostviertel noch übertreffen.
"Die Landesausstellung 2009 im Waldviertel ist ein voller Erfolg. Wir haben unsere landespolitischen Zielsetzungen voll umgesetzt. Zum einen haben wir eine Ausstellung auf hohem kulturellem Niveau und mit hohem Publikumszuspruch präsentiert. Zum zweiten haben wir einen regionalpolitischen Impuls ausgelöst. Das Waldviertel hat die Chance der Landesausstellung optimal genutzt und kann auf einen langfristigen nachhaltigen Effekt hoffen. Und zum dritten haben wir durch die grenzüberschreitende Ausstellung ein Zeichen auf europäischer Ebene gesetzt", betont dazu Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.
Die Rückmeldungen der Besucher waren sehr positiv, persönlich und bewegend. Die Schau, die Geschichte und Kultur der beiden Nachbarländer Österreich und Tschechien erlebbar machte, konfrontierte die Menschen vor allem mit ihrer ganz persönlichen Geschichte.