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Übergangspflege

Übergangspflege ist ein neues Angebot einer rehabilitativen Pflege und Betreuung von bis zu 12 Wochen als Überbrückungshilfe nach der Akutbehandlung in einem Krankenhaus und vor der Entlassung nach Hause. Bei dieser Leistung steht die Therapie und Rehabilitation und weniger die Medizin im Vordergrund.

Beispiel: Oberschenkelhalsbruch - anschließend Krankenhausaufenthalt- anschließend Übergangspflege (Therapien) in einer bewilligten Pflegeeinrichtung - anschließend Entlassung nachhause.






Anspruchsvoraussetzungen

  • Hauptwohnsitz des pflegebedürftigen Menschen in Niederösterreich
  • voraussichtlich keine dauernde Pflegebedürftigkeit
  • ärztliche Bestätigung, dass die pflegebedürftige Person mangels adäquater pflegerischer Versorgung zuhause noch nicht nach Hause entlassen werden kann
  • maximale Aufenthaltsdauer in der die Übergangspflege erbringenden Einrichtung von bis zu max. 12 Wochen pro Jahr.



Tarife

Die verrechenbaren Kosten der Übergangspflege orientieren sich an den von der NÖ Landesregierung für die NÖ Landespflegeheime festgelegten Tarifen. Die Tarife werden jährlich mit Beschluss der NÖ Landesregierung angepasst (siehe Infoblatt Tarife Übergangspflege)




Eigenleistung des Hilfe Suchenden

Als Eigenleistung für die Inanspruchnahme von Übergangspflege muss der Hilfe Suchende aus seinem Einkommen 1/30 von 80% seines monatlichen Einkommens sowie 1/30 von 100% des Pflegegeldes als Kostenbeitrag für jeden Tag  bezahlen. 

Unter Einkommen ist das monatliche Nettoeinkommen zu verstehen. Einkommen ist grundsätzlich jede regelmäßig zufließende Geldleistung (wie z.B. Rente, Pension, Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft etc.).

Nicht zum Einkommen zählen Geldleistungen wegen Pflegebedürftigkeit oder Behinderung, Sonderzahlungen, Familienbeihilfen, Studienbeihilfen und Wohnbeihilfen.

Darüber hinaus besteht keine weitere Kostenersatzpflicht des Hilfe Suchenden bzw. seiner unterhaltspflichtigen Angehörigen.




Abwicklung und Verrechnung

Die Übergangspflege erbringende Einrichtung berechnet und hebt vom Hilfe Suchenden den Kostenbeitrag ein. Für die Berechnung  des Kostenbeitrages hat der Hilfe Suchende gegenüber der Einrichtung das Einkommen und den Pflegegeld-Bezug nachzuweisen.   

Bei Inanspruchnahme der Übergangspflege ist von der Pflegeeinrichtung der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde ein ausgefüllter Antrag des Hilfe Suchenden auf „Zuschuss zur Übergangspflege" zu übermitteln. Diesem Antrag sind die entsprechenden Nachweise, insbesondere für den Einkommens- und Pflegegeldbezug in Kopie anzuschließen.


Durch die Bezirksverwaltungsbehörde wird die Zuschussleistung aus Sozialhilfemitteln  im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung erbracht. Auf diese Zuschussleistung besteht kein Rechtsanspruch.




Ziele der Neuregelung

  • leichterer, unbürokratischer und mit zumutbarer Eigenleistung verbundener Zugang zur Rehabilitation/ Übergangspflege
  • raschere Verbesserung der Rehabilitation und Gesundung des Betroffenen und Erhaltung seiner Eigenständigkeit
  • Entlastung der pflegenden Angehörigen
  • Verkürzung der Verweildauer in den Kliniken
  • Vermeidung von Fehlbelegungen in den Kliniken
  • Vermeidung von Daueraufnahmen in den Pflegeheimen
  • Verbesserung des Entlassungs- Schnitt- und Nahtstellenmanagements, also der Kooperation Kliniken/Heim/niedergelassener Bereich/Sozialmedizinische-  und Soziale Dienste (SSMD); geplant sind fix bestimmte Nahtstellenteams aus MitarbeiterInnen der Heime und Kliniken, verpflichtende gemeinsame Aufnahme- und Entlassungsgespräche unter Einbeziehung der Betroffenen und ihrer Angehörigen
  • Qualitätssicherung: Für die Übergangspflege anbietenden Einrichtungen wurden Qualitätsstandards betreffend bauliche Anforderungen und personelle Ausstattung (insb. Physio- Ergotherapie)  entwickelt.   
  • Verbesserung der Förderabwicklung


Weiterführende Informationen

Zuständig ist Ihre örtliche Bezirkshauptmannschaft. Klicken Sie hier für eine Liste aller Bezirkshauptmannschaften.




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Letzte Änderung dieser Seite: 28.09.2016

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