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Europäische Jugendbegegnung 2009

Auch heuer kamen wieder rund 80 junge Leute aus aller Herren Länder (Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Italien, Luxemburg, Kolumbien und Niederösterreich) auf Einladung des NÖ Jugendreferates und der Geschäftsstelle für AuslandsniederösterreicherInnen zusammen, um eine abwechslungsreiche Campwoche in Tulln zu verbringen, in der sie neue Freundschaften knüpften, Niederösterreich besichtigten, Vorurteile beseitigten und neue Kulturen kennen lernten.


Gruppenfoto aller teilnehmenden Nationen
Foto: Pernerstorfer

Foto: teilnehmende Nationen
links stehend: Leiter der Geschäftsstelle Peter de Martin
dritter von rechts stehend: Auslandsösterreicher aus Kolumbien Stefano Salsi


Eine Woche, die niemand so schnell vergisst!

Obwohl alle eine unterschiedliche Muttersprache besitzen und das Wort „Zusammenkommen" in jeder Sprache anders klingt, trafen sich dennoch am Samstag, dem 4. Juli 2009 rund 80 Jugendliche zur Europäischen Jugendbegegnung 2009 zum Thema Interkulturelles Europa - „GET TOGETHER".

Hier der Rückblick einer außergewöhnlichen Woche ....


Samstag, 4. Juli 2009

Die Delegationen treffen in der Jugendherberge Tulln, Marc Aurel Park, zum 27. Europäischen Jugendcamp ein. Teils in Gruppen von 15 Personen, teils auch alleine. Alle verhalten sich noch sehr distanziert zu den anderen teilnehmenden Nationen und bleiben lieber in der eigenen Gruppe, die Sicherheit bietet.

Am Nachmittag werden die Zimmer bezogen, wobei die Teilnehmer noch nach Ländern aufgeteilt sind. Doch bereits nach kurzer Zeit kommt es zur kulturellen Vermischung. Die slowenische Sprachwettbewerbssiegerin legt sich in das Zimmer der Luxemburger Mädchen und der einzige Luxemburger schläft ab dem ersten Tag im Zimmer der niederösterreichischen Jungs.

Um zirka 16 Uhr beginnen im Park hinter der Jugendherberge Kennenlernspiele. Es werden immer neue Gruppen gebildet und so können sich die Jugendlichen zum ersten Mal bei anderen, nicht der eigenen Gruppe Angehörigen, vorstellen. In der neuen Formation werden anschließend gruppendynamische Spiele gemeistert, die das Zusammengehörigkeitsgefühl der Teilnehmer stärken. In diesen eisbrechenden Spielen gelingt es, die ersten Barrieren abzubauen und vor allem haben alle eine Menge Spaß.

Während dem Interkulturellen Katholischen Gottesdienst, der am Abend statt findet, werden Präsentationen der teilnehmenden Länder zur Gestaltung der heiligen Messe vorgestellt. Die Jugendlichen lauschen sehr interessiert, um die anderen Kulturen besser kennen zu lernen.


Sonntag, 5. Juli 2009

Am zweiten Tag des Camps begibt sich die multikulturelle Gruppe in Bussen auf den Semmering. Hier haben sie die Möglichkeit, sich anderen anzuvertrauen, indem sie sich gegenseitig sichern und versuchen, miteinander Hindernisse zu überwinden.

Bei dem Workshop „Kultur Droge Alkohol" kann man erkennen, dass der persönliche Zugang sowie der länderspezifische Umgang mit diesen Themen sehr verschieden ist. Schlussendlich meinen die Jugendlichen sogar, dass das Thema noch intensiver behandelt werden sollte. Dadurch erkennt man, dass bestimmte Themen auch international von Bedeutung sind und so wird unbewusst die Bindung untereinander noch gestärkt

Bei der offiziellen Eröffnungsparty zum Jugendcamp 2009 in der Event Weltcuparena Zauberberg mit Grillabend und alkoholfreier Cocktailbar kann man bereits erkennen, dass die anfängliche Unsicherheit, aus den Gruppen herauszutreten, wie weggeblasen ist. Die Teilnehmer feiern gemeinsam, ohne zu beachten, welche Herkunft der andere besitzt oder welche Sprache er spricht.

Später haben die Jugendlichen die Möglichkeit, beim Fußballspielen miteinander zu kommunizieren und gemeinsam etwas zu erreichen, ohne dass die Sprachbarriere im Weg steht.


Montag, 6. Juli 2009

Nach dem Frühstück starten die Jugendlichen mit einer Bergfahrt auf den Zauberberg, um danach mit Monsterrollern den Berg wieder hinunter zu rasen. Als sich plötzlich ein starker Regenschwall auf die Rollerbahn ergießt, waren jedoch alle zum Glück bereits in Sicherheit. Besonders die tschechische Gruppe war sehr begeistert von den Rollern, da sie bisher nicht einmal wusste, dass so etwas überhaupt existiert.

Am Abend kehren alle erschöpft aber dennoch glücklich über so ein erlebnisreiches Wochenende zurück nach Tulln.


Dienstag, 7. Juli 2009

Am fünften Tag wird die Schallaburg mit ihrer Napoleon-Ausstellung besichtigt. Die Führerinnen der Ausstellung sind sehr bemüht, langsam und in leicht verständlichen Sätzen zu sprechen. So bot sich den Jugendlichen die Möglichkeit zu erkennen, wie gut sie ihre Fremdsprache beherrschen.

Nach dem Mittagessen im Fährhaus bei der Donau in Melk wird eine Donau-Schifffahrt durch das UNESCO Weltkulturerbe Wachau gestartet. Gut ausgerüstet mit Sonnencreme und Sonnenbrillen können die Jugendlichen die Stadt Dürnstein auf eigene Faust erkunden und die Ruine erklimmen. Die Teilnehmer, die es wagen, auf die Ruine zu wandern, kommen erschöpft nach einer halben Stunde hinauf und zwanzig Minuten hinab an. Dennoch meinte Dalma Fix aus Ungarn: „Das Besteigen der Ruine ist wunderschön und ich würde es jeder Zeit wieder wagen, obwohl es sehr anstrengend war."

Bei der Heimkehr sind alle trotz des anstrengenden Tages gut gelaunt.


Mittwoch, 8. Juli 2009

Die Teilnehmer starten sportlich mit dem Workshop „Grenzenlos Tanzen" in den Mittwochvormittag. Sie lernen unter anderem auch pontische Friedenstänze. Bei diesen Tänzen wird in zwei Kreisen getanzt, wobei der eine den anderen umschließt. Dieser Tanz vermittelt das Zusammengehörigkeitsgefühl der einzelnen Nationen, denn auch wenn jeder Kreis eine Einheit bildet, so können sie dennoch nur gemeinsam den Friedenstanz darstellen.

Nachmittags können die Jugendlichen bei einem Workshop durch Anekdoten von Privatpersonen aus deren Leben über Rassismus, Folter und Flucht lernen.

Schlussendlich bereitet am Abend jede Delegation ein Essen für die anderen vor. So hat jeder die Möglichkeit, den anderen einen kulinarischen Einblick in sein Land zu geben.

Zuletzt präsentiert jede Gruppe ihr Land, indem sie etwas über die Traditionen erzählt, ein Rezept erklärt und manche trauen sich sogar, etwas vorzutanzen beziehungsweise zu singen. Hier müssen einige an ihre Grenzen gehen, da es sehr viel Überwindung kostet, vor so einer großen Gruppe in einer fremden Sprache zu sprechen.


Donnerstag, 9. Juli 2009

Der Wien-Tag ist bereits ein Fixpunkt im Programm des Jugendcamps und so begibt sich die bunt gemischte Gruppe in Bussen nach Wien. Die Fahrt ist sehr abenteuerlich, da man über Hinterwege nach Wien fährt. So haben die Jugendlichen die Chance, den Wienerwald zu sehen und viele haben ihren Spaß bei einem Bahnschranken, der fast zehn Minuten nicht aufgeht ...

In Wien angekommen, spaziert man zur Gloriette und zum Schloss Schönbrunn. Die Teilnehmer können gar nicht mehr aufhören zu fotografieren, da sie so von den Sehenswürdigkeiten begeistert sind.

Danach geht es mit einer kleinen Verzögerung zu einer Ringrundfahrt und dann zum Wiener Stephansdom.

Am Nachmittag haben alle die Möglichkeit, Wien auf eigene Faust zu erkunden. Diese Freizeit wird sehr unterschiedlich genutzt. Während die einen Museen betrachten gehen, andere shoppen und wieder andere genießen ihre Zeit in einem Kaffeehaus.

Kaum zurück in Tulln wird von der unternehmungslustigen Gruppe eine Bar in der Innenstadt besucht, die sensationelle Preise für alle hat. Hier kann man die musikalischen Unterschiede der einzelnen Nationen erkennen, da jeder zu anderen Liedern zu tanzen beginnt.


Freitag, 10. Juli 2009

Am vorletzten Tag dieser Woche haben die Kids die Chance, ihre Woche zu überdenken und ein Feedback zu schreiben. So gut wie alle Teilnehmer sind beigeistert, dass so ein Kulturtreffen statt finden kann und möchten auch nächstes Jahr wieder dabei sein, wenn es möglich ist. Danach lassen sie sich am Körper bemalen und anschließend geht der Großteil der Gruppe in das riesige Einkaufscenter „Rosen Arcade".

Am Abend gibt es eine Abschlussfeier, bei der Ehrengäste geladen sind und einige Gruppen ihre Tänze nochmals vortragen. Hier merkt man bereits, dass die Jugendlichen trotz der ausgelassenen Stimmung anfangen, traurig zu werden. Einige meinen, dass sie ihre neu gewonnenen Freunde am liebsten einfach mitnehmen würden.

Schließlich klingt der Abend mit einer selbst gestalteten Disco im Speisesaal aus.


Samstag, 11. Juli 2009

Nach dem Frühstück reisten die Delegationen einerseits vorfreudig auf ihr Zuhause, andererseits enttäuscht, dass die Woche so schnell vergangen ist, jedoch alle mit vielen neuen Eindrücken und möglicherweise auch mit vielen Vorurteilen weniger, ab.

Eine PowerPointPräsentation - siehe Download - zeigt die Eindrücke dieser unvergesslichen Woche!


Weiterführende Informationen

Ihre Kontaktstelle des Landes für ANÖ-Fragen

Amt der NÖ Landesregierung
Landesamtsdirektion, Geschäftsstelle für ANÖ
Leiter: Peter de Martin, E-Mail: post.aoe@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13488, Fax: 02742/9005-13610

3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 3

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Letzte Änderung dieser Seite: 12.10.2009

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