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Trinkwasserplan

Der Trinkwasserplan (TPL) ist ein Planungsinstrument. Er dient zur Erstellung eines nachhaltigen, qualitativ hochwertigen Trinkwasserversorgungskonzepts für ein Gemeindegebiet oder für größere, gemeindeübergreifende Gebiete.

Die Hochwässer einerseits und die Trockenheit der letzten Jahre andererseits haben in NÖ gezeigt, wie schwer es für Trinkwasserversorger jeder Größe - vom Gemeindewasserversorger bis zum privaten Hausbrunnen - sein kann, Trinkwasser in ausreichender Menge und Qualität jederzeit zur Verfügung zu stellen. Plötzliche Versorgungsausfälle konnten bis dato durch Sofortmaßnahmen gelöst werden. Doch sind solche Maßnahmen langfristig ausreichend und wirtschaftlich?

Um diese Frage zu beantworten, hat die Abteilung Siedlungswasserwirtschaft des Amtes der NÖ Landesregierung im Jahre 2007 eine Studie zur Entwicklung eines neuen Planungsinstruments in Auftrag gegeben. Den Quellen und Brunnen, also den Wasserspendern als dem Kernstück einer jeden Trinkwasserversorgung soll darin durch ein  Bewertungsprogramm die größte Bedeutung zuteil werden.


Wasserspender

Das Programm zur einheitlichen Bewertung von Wasserspendern

Wasserqualität, Wasserursprung, Schutzgebiet, Ausfallsrisiko, Wasseraufbereitung, zur Verfügung stehende Wassermenge, Ausfall des Hauptwasserspenders, Anzahl der Wasserspender sowie wasserwirtschaftliche Beurteilungen fließen nach einem Punktesystem gemeinsam in die Bewertung von Varianten ein.

Auf Basis der Punkteanzahl lassen sich erstmals bestehende Wasserspender (z. B. innerhalb eines Gemeindegebiets) hinsichtlich ihrer Qualität vergleichen. Außerdem sind nun Aussagen über die Nachhaltigkeit dieser Wasserspender in künftigen Trinkwasserversorgungskonzepten möglich. Da eine Wasserversorgungsanlage einen oder mehrere Wasserspender für ihre Trinkwasserversorgung benötigt, können unterschiedliche Wasserspenderkonzepte auf ihre Versorgungssicherheit und -qualität beurteilt und verglichen werden.

Auf dieser Grundlage sollen qualitativ höherwertige Lösungen favorisiert und nur qualitativ gleichwertige Lösungen einer volkswirtschaftlichen Betrachtung unterworfen werden.


Wie ensteht der Trinkwasserplan Ihrer Gemeinde?

Der TPL wird gemeinsam mit allen im Gemeindegebiet befindlichen Trinkwasserversorgern (Wasserverbände, Gemeindewasserversorger, Genossenschaften, problembehaftete Einzelwasserversorger etc) im Einvernehmen mit den Fachabteilungen des Landes erarbeitet. Dabei sollen die Stärken und Schwächen sowie Verbesserungspotentiale der derzeitigen Trinkwasserversorgungsstruktur aufgezeigt und gemeinsam mit den Betroffenen nachhaltige Lösungen gefunden werden.


Förderungsmöglichkeiten?

Die Kosten für die Erstellung eines Trinkwasserplans können vom NÖ Wasserwirtschaftsfonds zu 40 % als nicht rückzahlbarer Beitrag gefördert werden. Bei der konkreten Umsetzung künftiger Bauwerke auf Basis des Trinkwasserplans können noch einmal Fördermittel von Bund und Land beantragt werden.


Infomappe Trinkwasser in NÖ

Die Hilfsmittel für die Erstellung des Trinkwasserplans, die bei den Downloads zur Verfügung gestellt werden, sind:

  • Die Allgemeine Information zum Trinkwasserplan
  • Der Leitfaden zur Erarbeitung des Trinkwasserplans
  • Die Formblätter und das Wasserspender-Punktebewertungsprogramm
  • Die Anleitung, Ausfüllhilfe und Gestaltung
  • Die Trinkwasserversorgung im ländlichen Raum mit Beispiel
  • Die Gesetzlichen Grundlagen für Wasserversorger

Der Trinkwasserplan wurde in einer Informationsmappe „Trinkwasser in NÖ" für Gemeinden, Planungsbüros und interessierte Bürger veröffentlicht und am 19.1.2010 anlässlich einer Informationsveranstaltung für Gemeinden, Gemeindeverbände und Planungsbüros vorgestellt.

Bei den Downloads finden Sie zusätzlich die Broschüre und den Flyer Trinkwasserversorgung im ländlichen Raum, die ebenfalls als Hilfestellung für die nachhaltige Trinkwasserversorgung in Streulagen dienen sollen.


Der Trinkwasserplan einer Gemeinde dient

  • zur optimalen Ressourcennutzung und zum Schutz unseres Trinkwassers
  • zur Nutzung der vorhandenen Strukturen im Rahmen regionaler Lösungsansätze
  • zur einfachen Handhabung und Erhöhung der Transparenz von Varianten durch ein einheitliches Bewertungssystem
  • zum Aufzeigen (einander überlagernder) Interessen, als Diskussionsgrundlage
  • als Maßnahme zur Bewusstseins- und Verantwortungsbildung


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Letzte Änderung dieser Seite: 20.08.2012

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