Verlorene Leben. Österreicherinnen im sowjetischen GULAG
Die internationale wissenschaftliche Tagung widmete sich dem Thema Frauen im sowjetischen GULAG. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Landtagsabgeordneten Franz Grandl. Anschließend gab die bekannte Historikerin Isabella Ackerl eine ebenso fundierte wie packende Einführung in das Thema. Danach zeigte Anita Lackenberger ihre filmische Dokumentation , die an den Originalschauplätzen gedreht worden war. Ganz besonders berührten die Erinnerungen von Erika Feigl-Burkhard, die als 17-jährige als Zwangsarbeiterin verschleppt worden war und über diese Jahre im Arbeitslager das Buch "Mädchenjahre hinter Stacheldraht : Sowjetunion 1945 - 1949" (Hermannstadt / Sibiu : hora Verlag, 2003) verfasste.
Tatyana Kursina stellte das Gulag-Museum Perm 36 vor, in dem sie als Geschäftsführerin fungiert. Dieses Museum dient als Erinnerungsstätte und wird auch von vielen Schülerinnen und Schülern besucht. Die Publizistin Ingeborg Schödl zeichnete das aussergewöhnliche Leben der Margarethe Ottillinger nach. Barbara Stelz-Marx referierte über Spionage, Liebesbeziehungen und Verurteilungen in der sowjetischen Besatzungszone Österreichs. Als Ehrengast referierte Anne Appelbaum, die für ihr Buch "Gulag. A History" 2004 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Unter den Tagungsgästen befand sich auch eine Gruppe von Fachleuten aus der Tschechischen Republik. Die Ausführungen der ReferentInnen wurden mit großem Interesse verfolgt - auch weit über den offiziellen Tagungsschluss hinaus.
Von links nach rechts: Landtagsabgeordneter Franz Grandl, Zeitzeugin Erika Feigl, Archivdirektor-Stellvertreterin Gertrude Langer-Ostrawsky, Archivdirektor Willibald Rosner, Filmemacherin Anita Lackenberger
Von links nach rechts: Isabella Ackerl, Anne Applebaum, Barbara Stelzl-Marx, Ingeborg Schödl, Willibald Rosner, Anita Lackenberger, Tatyana Kursina und Gertrude Langer-Ostrawsky
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