Sonderschule und Internat für körperbehinderte Kinder - Waldschule Wr. Neustadt
Waldschule Wr. Neustadt
Im Föhrenwald 3, 2700 Wr. Neustadt
Telefon 02622/231 62 oder 02622/24 159
Fax Durchwahl 21
E-Mail: direktion@waldschule.at
Homepage: http://www.waldschule.at/
Die Waldschule Wr. Neustadt ist eine Sonderschule für körperbehinderte Kinder mit angeschlossenem Heim für medizinisch-therapeutische Rehabilitation und einer Beschäftigungstherapiegruppe für Schulabgänger.
Zielsetzung
Unsere Schule hat sich zum Ziel gesetzt, jeden Schüler, speziell nach seiner Behinderung, bestmöglichst zu fördern. Das heißt es werden bereits bei der Aufnahme Zielsetzungen durch ein Team erarbeitet, so dass von Beginn an die zu treffenden Fördermaßnahmen festgelegt werden, die bei Bedarf einer Modifikation unterliegen.
Schularten
Die Waldschule bietet alle Schularten der Allgemeinen Pflichtschule an. Es wird hier nach den Lehrplänen der Volksschule, der Hauptschule, der Polytechnischen Schule, der Allgemeinen Sonderschule sowie nach dem Lehrplan für Schwerstbehinderte unterrichtet.
Durch eine individuelle pädagogische Betreuung jedes einzelnen Kindes wird versucht, vorhandene Defizite zu reduzieren und wenn möglich auszugleichen.
Therapeutische und funktionelle Übungen
Im Volksschulbereich und im Bereich der Allgemeinen Sonderschule sind diese Stunden in den Gesamtunterricht eingebunden. Je nach Notwendigkeit werden hier Übungen, welche die Defizite im motorischen sowie im kognitiven Bereich ausgleichen sollen (Handübungen, Konzentrations- und Differenzierungsübungen) angeboten. Hier wird auch Montessori orientiert gearbeitet. Die Schüler haben dadurch die Möglichkeit, ihre Rückstände im Sinnesbereich aufzuholen. So können auch Teilleistungsstörungen reduziert werden. Spielmusik und Einzelschwimmen (vorhandenes Hallenbad) werden in Form einer Therapie zum Abbau von Aggressionen angeboten.
Informationstechnologien
In den Klassen der Hauptschule sowie in der Polytechnischen Schule werden alle Möglichkeiten der technischen Hilfsmittel angewandt.
Der Einsatz von Informationstechnologien beherrscht immer mehr unseren Alltag, der ja auch der Alltag behinderter Kinder und Jugendlicher ist. So gesehen können die Anforderungen an eine informationstechnische Grundbildung auch behinderten Kindern nicht vorenthalten werden.
Der Computer kann völlig neue Möglichkeiten schaffen, einen Arbeitsplatz auszufüllen. Dadurch wird der Zugang zu den verschiedensten lnformationssystemen ermöglicht, ohne auf Hilfestellungen durch andere Personen angewiesen zu sein. Wenn die berufliche Vermittelbarkeit nicht mehr erreicht wird, gewinnt der Computer als Mittel einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung eine besondere Bedeutung.
Die Schwierigkeiten von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf liegen in gestörten Lern- und Kommunikationsprozessen. Je besser es also gelingt, mit Hilfe elektronischer Hilfsmittel diese Beeinträchtigungen zu überwinden, um so höher sind auch die Chancen für einen Brückenschlag zu beruflicher und sozialer Integration.
Möglichkeiten nach der Schule
Besonders begabte Schüler werden nach dem Hauptschulabschluss bzw. nach dem Abschluss der Polytechnischen Schule an weiterführende Bildungseinrichtungen (Handelsschule, Handelsakademie, Höhere technische Lehranstalten), nach vorheriger Absprache mit den zuständigen Direktionen vermittelt.
Zusatzschuljahre
Zusatzschuljahre ermöglichen durch längere Krankheiten od. Operationen hervorgerufe Schulbahnverluste auszugleichen, sodass einerseits der Hauptschulabschluss bzw. der Abschluss der Polytechnischen Schule erreicht werden kann.
Im Schwerstbehindertenbereich können ebenfalls bis zu vier Zusatzschuljahre gewährt werden. Diese letzten Schuljahre haben sich oft sehr günstig auf die Entwicklungsphasen des behinderten Kindes dahingehend ausgewirkt, dass diese Abgänger der Waldschule problemlos in Nachfolgeinstitutionen eingegliedert werden konnten.
Um dem körperbehinderten Kind überhaupt die Chancen zu eröffnen, fast od. teilweise selbständig in die Gesellschaft aufgenommen zu werden, müssen spezielle Förderungen im Einklang mit der Schule stattfinden.
Schule und Heim versuchen in konstruktiver Zusammenarbeit die bestmöglichste Förderung zu erzielen.
Die medizinische Station
Eine medizinische Station (Heim- und Schularzt, Dipl. Krankenschwestern und Fachärzten im neurologischen und orthopädischen Bereich) überwacht den Gesundheitszustand des Kindes in der Waldschule.
Außerdem stellt das Heim wichtige Fachkräfte zur Rehabilitierung zusätzlich zur Verfügung.
Physiotherapie
Die Physiotherapie versucht mit modernsten Hilfsmitteln, festgesetzte Ziele der physischen Rehabilitation zu erreichen. Das Tätigkeitsprofil dieser medizinischen Berufsgruppe zeigt Möglichkeiten auf, behinderte Menschen während ihrer Lebensjahre an der Waldschule bzw. im angeschlossenen Internat therapeutisch zu begleiten. Die individuelle Lebensqualität soll durch Bewegungstherapie, spezielle Behandlungskonzepte und Zusatzmaßnahmen angehoben und gefestigt werden.
Ergotherapie
Das übergeordnete Ziel der Ergotherapie in der Pädiatrie ist, die Kinder und Jugendlichen in der Gesamtheit der seelischen, geistigen und körperlichen Entwicklung sowie die Umstände ihres sozialen Umfeldes zu erfassen. Dem Schüler soll über den Weg des Spieles, der kreativen Tätigkeit und das Erleben von Alltagssituationen die Auseinandersetzung mit der Umwelt ermöglicht und damit seine Wandlungsfähigkeit verbessert werden. Durch die ergotherapeutische Förderung sollen eine Stärkung der Persönlichkeit und eine Veränderung des Verhaltens und Erlebens erzielt werden, um damit die soziale Integration zu fördern und die Lebensqualität zu verbessern.
Logopädie
Die logopädische Arbeit in der Waldschule umfasst die Förderung der Sprachentwicklung und gleichzeitig erfolgt eine gezielte mund- und esstherapeutische Betreuung der Kinder. Im Mittelpunkt der Sprachentwicklungsförderung steht das Ziel, die verbale Kommunikationsfähigkeit des behinderten Kindes zu verbessern. Dies soll unter Berücksichtigung der individuellen geistigen und körperlichen Möglichkeiten durch verschiedene Übungen erreicht werden.
Der Sprachheillehrer unterstützt die Arbeit des Logopäden.
Fortbildungskurse für das Personal der Waldschule und die Kontakte zu den Eltern sollen ständig die Rehabilitationsmöglichkeiten verbessern. Viele Ausfahrten dienen zur Erforschung der Umwelt.
Wege zur Integration
Öffentlichkeitsarbeit (Vorträge, Führungen an der Schule, Hospitationsmöglichkeiten für Studenten, Kontaktaufnahme mit Klassen anderer Schulen) dienen der Integration des Körperbehinderten in der Gesellschaft.
Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Schulen
E-Mail: post.k4@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13238, Fax: 02742/9005-13595
3109 St. Pölten, Tor zum Landhaus, Wiener Straße 54, Stiege A