Preisträger 2009 und 2010 - Vorbildliche Bauten in NÖ
Preisträger 2009 - Antonsbrücke bei Baden
Bauherr: ARGE Radweg Helenental
Planer: Dipl.-Ing. Robert Salzer, Hohenberg, DI (FH) Thomas Willemsen, Traiskirchen
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Die Antonsbrücke als Fuß- und Radwegbrücke über den Schwechatbach hat ein Längenachsmaß von 30 Meter und eine Breite von 2,50 Meter. Die Fahrbahnplatte ist auf beiden Uferböschungen auf Stahlbetonfundamenten gelagert und besteht aus blockverklebten Brettsperrholz mit einem schmäleren liegenden Brettschichtholzträger. Sie wird als Einfeldträger mit der räumlichen Stahlunterspannung als statisches System verwendet und wirkt als Brückenkonstruktion leicht und schwebend, wobei die Stahlgeländer mit Drahtgitterfüllungen diesen Eindruck noch zusätzlich steigern.
Die filigrane Konstruktion und die strenge Geometrie stellen einen starken Kontrast zum schroffen, amorphen Charakter der daneben zum Fluss abfallenden Felsformation dar, nehmen jedoch die Höhe der oberen Felskante auf und fügen sich in seiner gespannten Form harmonisch in die Geländeform des angrenzenden Waldgebietes ein.
Durch die Brücke wird nicht nur die Funktion der Verbindung von gegenüber liegenden Bachufern erfüllt, sondern zu einer gelungenen Umweltgestaltung beigetragen.
Preisträger 2009 - Chorherrenstift Herzogenburg, Informations- und Empfangsbereich
Bauherr: Augustiner Chorherrenstift Herzogenburg
Planer: Architekt Dipl.-Ing. Richard Zeitlhuber, Herzogenburg
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Im Bereich der Nordzufahrt des Augustiner Chorherrenstiftes bilden die drei Entwurfsbausteine Pforte, Gang und Saal die Grundlage für das Planungskonzept.
Als Pforte ist die durchgestaltete, schwere Metalltüre zu bezeichnen, die während der Besucherzeit immer geöffnet ist und als Gang jener Bauteil, welcher sich tunnelartig unter die barocke Prälatenstiege schiebt. Dieser Zugang ist an beiden Längswänden mit Paneelen hergestellt, in die hinterleuchtete Dias bzw. Videowalls oder Touchscreens mit Darstellungen aus dem Klosterleben und der Baugeschichte integriert sind. Die helle Ausleuchtung des Ganges wird zusätzliche durch Leuchtstreifen als Leitsystem im Sockelbereich ergänzt, so dass auf Besucher eine einladende Wirkung entsteht.
Die Einfachheit und die Kraft seiner Form rechtfertigt das Nebeneinander der dominierenden Barockarchitektur und der zurückhaltenden Einrichtung im Klosterladen bzw. Informations- und Empfangsbereich.
Durch seine architektonische Komposition und die Wahl der Materialien wirkt die Gesamtgestaltung gleichermaßen wohnlich und dem Ort entsprechend angemessen.
Preisträger 2009 - Filialkirche in Oberrohrbach
Bauherr: Erzdiözese Wien
Planer: Architekten Schermann & Stolfa, St. Andrä-Wördern
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Der Bauplatz auf der Hügelkuppe ist durch die alte Notkirche sowie der Florianikapelle bereits sakral bestimmt und von einem eindrucksvollen Panorama mit welligem Umland, der Silhouette der Burg Kreuzenstein und den Hügeln des Wienerwaldes bis zum Schneeberg umgeben.
Auf dem fast ebenen über eine flach ansteigende Freitreppe erschlossenen Kirchenplatz ist die Eingangszone durch den freistehenden am imaginären Schnittpunkt von östlicher und südlicher Gebäudeflucht errichteten Glockenturm definiert. Obwohl die Öffnungen in der lehmgefärbten Betonhülle sparsam gesetzt sind, bieten sie schon von außen viel Einblick in den Kirchenraum mit annähernd ellipsenförmigem Grundriss.
Der Zugang ist in einer wohlüberlegten Spiralform gestaltet und führt in die Vorhalle der Kirche in der symbolträchtig gleich am Eingang der Taufbrunnen als Zeichen des Anfangs eines christlichen Lebens aufgestellt ist.
Die Wände und die akustisch günstig wirksame konvex gekrümmte Decke im Inneren sind im Gegensatz zur harten Betonaußenhaut mit Buchensperrholzplatten verkleidet, die für eine Atmosphäre der Geborgenheit sorgen.
Die Aufgabe für eine Gemeinschaft einen Ort zu schaffen, der dem „GANZ ANDEREN" gilt, wurde auch mit Hilfe wohlüberlegter Lichtregie, wie z.B. durch diffuses Tageslicht über das Oberlichtband, hereinfallendes Licht der Morgensonne über den östlichen vertikalen Wandschlitz direkt auf den Altar, Licht durch einen Lichtspalt in der Decke auf das raumhohe Altarkreuz aus Aluminium oder durch warmes Licht der Abendsonne über die Wandöffnung im Westen, gelöst.
Die Bankreihen mit gutem Sitzkomfort sind nach Detailplänen der Architekten hergestellt und halbkreisförmig in drei Segmenten um den Altar angeordnet, während für das konsensfähig gestaltete liturgische Inventar bildende Künstler beauftragt wurden.
Der Dialog der Kirche mit der Welt, wie es das zweite Vatikanische Konzil für die Katholische Kirche gefordert hat, kann beim gegenständlichen Kirchenbauwerk erlebbar nachvollzogen werden.
Preisträger 2009 - Firmenzentrale Trepka in Obergrafendorf
Bauherr: Ing. Maria und Baumeister Ing. Josef Wieder
Planer: Bauatelier Schmelz & Partner, Wösendorf in der Wachau; Baumeister Winfried Schmelz, MAS
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Die gewählte Lage des Neubaus am östlichen Rand des Firmengeländes lässt vermuten, dass aus strategischen Überlegungen der Standort gewählt wurde. Zum einen wird der Haupteingang neu definiert. Zum anderen bietet der Standort optimale Besonnungsverhältnisse für ein Konzept, das neben der Errichtung kommunikativer Arbeitsstrukturen vor allem Energieeinsparung und Tageslichtoptimierung berücksichtigt.
Der zur Verfügung stehende Grundstücksteil und das vorgegebene Raumprogramm bestimmen die Planungsidee, einen unterkellerten, kompakten, dreigeschossigen, quaderförmigen Baukörper zu errichten. Dabei sind die einzelnen Geschoße U-förmig um eine zentrale Halle angeordnet, welche als Empfangs- und Erschließungszone dient.
Die an die Halle angrenzenden Büroräume sind durch raumhohe Glaskonstruktionen einsehbar. Diese ermöglichen die gewünschte Offenheit gegenüber Fremdpersonen und gleichzeitig optimale Orientierung im Gebäude. Alle Büroräume werden über außen liegende Fensterbänder ausreichend mit Tageslicht versorgt und zusätzlich über die nach Südwest ausgerichtete Hallenglasfassade belichtet, wobei die in der Halle entstehende passive Solarenergie für die Räume genutzt wird.
Die computergeregelte Hauptenergieversorgung für die Heizung und die mechanische Kühlung erfolgt über ein Wasser-Wasser-Wärmepumpensystem mit Grundwasserbrunnen. Als Energiespeicher wird dabei das firmeneigene Produkt „Betonfertigteil" innovativ in Formgebung und Farbgestaltung verwendet wobei die Außenbauteile aus Sandwichelementen mit erforderlicher Kernwärmedämmung hergestellt sind.
Die geplanten Konstruktionsdetails sind materialgerecht hergestellt und technisch gut verarbeitet.Alle Räume sind entsprechend ihrer Verwendung eingerichtet bzw. ausgestattet und bieten jenen Standard, der von heutigen Bürogebäuden gefordert wird.
Preisträger 2009 - HBLFA Francisco Josephinum in Wieselburg
Bauherr: Bundesimmobiliengesellschaft mbH
Planer: ZT für Hochbau Dipl.-Ing. Karl Brodl, Wien; Architekt Dipl.-Ing. Christian Marchart , Wien; Architekt Mag.arch. Engelbert Zobel, Perchtoldsdorf; Architekt Dipl.-Ing. Gerhard Leipold, Wien
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Der Neubau ist nördlich des bestehenden Heimgebäudes im Kellergeschoß, bedingt durch die Geländeform, mit einem verglasten Gang verbunden und steht in einer idealen Verbindungsachse mit dem Schloss.
Der zweigeschossige Schulbaukörper ist nach Südosten orientiert. Daran schließen kammartig die dreigeschossigen Bauteile des Internats und bilden geschlossene oder offene Höfe. Das eingeschossige lebensmitteltechnologische Zentrum wurde im östlichen Teil des Bauplatzes als getrennter und im Gegensatz zu den Holzfassaden beim Schul- und Internatsbau, mit einer Aluminiumfassade hergestellt.
Große Gebäude haben durch ihr meist langweiliges, von vielen Wiederholungen bestimmtes, die Umgebung dominierendes Äußeres sowie ihre nicht beleuchteten Innengänge einen schlechten Ruf. Auch das hier vorgestellte Schul- und Internatsgebäude hätte auf Grund seiner großen Kubatur ein solch düsterer und seelenloser Baukörper werden können.
Durch die prägnante Komposition der äußeren Erscheinung und durch eine fantasievolle Belebung und Gestaltung der Unterrichtsräume, der Internatszimmer und der anderen Aufenthaltsräume, aber vor allem der Verkehrszonen sowie auch der Außenräume, ist den Architekten mit ihrem Entwurf eine bemerkenswerte Alternative gelungen.
Alle Fassaden- und Dachkonstruktionen sind aus wärmegedämmten Holzfertigteilen mit den tragenden Innenwänden und Decken aus Stahlbeton kombiniert hergestellt. Durch die Auslegung aller Bauteile für erhöhten Wärmeschutz konnte eine Energiekennzahl von 39 kWh/m² für den gesamten Neubau erreicht werden.
Preisträger 2009 - Wohn- und Geschäftshaus Minnich in Korneuburg
Bauherr: Andreas Minnich GmbH
Planer: Architekt DI Ernst Maurer, Hollabrunn
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Im ältesten Siedlungsgebiet der Stadtgemeinde Korneuburg nördlich des Hauptplatzes ist das Haus Minnich mit drei, bzw. vier Kernbauten aus dem 14. Jahrhundert errichtet. Die historische Bedeutung als Dokument der Stadtentwicklung seit dem Mittelalter verpflichtete die Eigentümer die Sanierung der bestehenden Bausubstanz unter den strengen Gesichtspunkten des Denkmalschutzes vorzunehmen. Im Wesentlichen wurden dabei an den Außenbauteilen als Baumaterialien Holz, Stein, Ziegel, Sand und Kalk verwendet und damit ein Kontext zum ehemaligen Baubestand hergestellt.
Ein dreigeschossiges Wohnhaus am Ende des Grundstückes bildet in städtebaulicher Verbindung mit dem Altbau einen Innenhof.
Die Konfiguration der Räume in den Wohnungen oder Büros ist geprägt durch die denkmalpflegerischen Auflagen im Altbau und durch energetische Anforderungen im Neubau, wie z.B. die Ausrichtung der Wohnungen nach Süden. Bei der Verwendung der Baumaterialien und der haustechnischen Anlagen wurde auf deren Nachhaltigkeit Rücksicht genommen.
Trotzdem in einigen wenigen Bereichen wie z.B. bei den Dachaufbauten oder dem Balkon im Hof die generell vorherrschende Gestaltungssensibilität durch äußere Rahmenbedingungen nich in der ansonsten hohen Qualität umgesetzt werden konnte, erscheint das Projekt in seiner Gestaltung trotz unterschiedlicher Formen und Materialien ausgewogen, da sich der Neubau dem Altbestand nicht anbiedert, sondern eine gelungene architektonische Eigenständigkeit aufweist. Damit wurde bei diesem Bauvorhaben in vorbildlicher Weise ein ausgewogenes Miteinander von historischer Baussubstanz und moderner Gestaltung geschaffen.
Preisträger 2009 - Kunsthaus Horn
Bauherr: Stadtgemeinde Horn
Planer: LindnerArchitektur ZT GmbH, Baden, Architekt DI Gerhard Lindner
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Bei der Bauaufgabe der Adaptierung des ehemaligen Piaristenkollegs sollte die Qualität des Ortes, wie sie durch den historischen Bestand, aber auch durch die vorbildlichen Umbauten durch Prof. Carl Pruscha vor ca. 25 Jahren, erhalten bleiben.
An Stelle eines Cafes wurde das Tourismusbüro eingerichtet und dafür ein neues Restaurant an der Außenwand des Kollegs angebaut. Die historischen Räume mit Gewölbe wurden durch den Abbruch von Zwischenwänden in den ursprünglichen Zustand versetzt, die Zimmer an der Westseite gänzlich neu gestaltet und die ostseitigen Zimmer mit Bädern ausgestattet. Weiters wurde der ebene Belag des Innenhofes ergänzt, die bestehenden Arkaden und das Dach saniert.
Durch die sensible, feinfühlige Vorgangsweise bei der Adaptierung, Sanierung und Neuerrichtung in sämtlichen Bereichen, in denen Veränderungen vorgenommen wurden, ist die verbesserte Raumqualität nicht nur bei den Aufenthaltsräumen, sondern auch bei den Nebenräumen spür-, erkenn- und erlebbar. Dieses architektonische Niveau setzt sich nicht nur im Inneren des neuen Restaurants fort, sondern auch außen, wo die schweren, massiven weißen Putzfassaden im subtilen Gegensatz zur leichten, fast schwebenden Konstruktion aus Holz und Glas stehen, dennoch aber der harmonische Gesamteindruck erhalten bleibt.
Dieses spezielle Projekt ist mit genügend Kühnheit und Finesse ausgeführt, um es zu einem überzeugenden und exemplarischen Modell kreativer Wiederverwertung von Bausubstanz zu machen.
Preisträger 2009 - Seminar- und Tagungszentrum Schweighof in St.Pölten
Bauherr: Wirtschaftskammer NÖ
Planer: neustädter I mramor ARCHITEKTEN; Architekt Dipl.-Ing. Rolf Neustädter und Architekt Dipl.-Ing. Roman Mramor
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Der Schwaighof, ein ehem. Wirtschaftshof, der erstmalig 1324 urkundlich erwähnt und 1683 von den Türken komplett zerstört wurde, ist im Besitz des Augustiner Chorherrenstiftes 1692 wiedererrichtet worden und dabei könnte Jakob Prandtauer oder Christian Alexander Oedtl mitgewirkt haben.
Nach Zu- und Umbauten sowie Generalsanierung des Altbaus mit seiner künstlerischen Ausstattung ist nunmehr eines der ältesten Gebäude St. Pöltens ein Seminar und Tagungszentrum der Wirtschaftskammer Niederösterreichs.
Aufgrund der Lage an einem Kreisverkehr und eingeschlossen von zwei Hauptverkehrsstraßen sowie seiner strukturellen Bauform und des gestalteten Freiraums erscheint der Hotelkomplex im Umgebungsbereich der mehrgeschossigen, einförmigen Wohngebäude einerseits fremd und andererseits bestimmend, um die Qualität der Gegend zu verbessern.
Die nach Ost-West ausgerichteten zwei parallelen selbständigen, alten Bautrakte wurden mit einem neuen verbunden, sodass mit der Portalmauer gegen Westen ein vierseitig umgrenzter und mit mobilen Blumentrögen gestalteter Innenhof entstand. An der Ostseite der Altsubstanz wurde winkelförmig der neu errichtete Hoteltrakt angeschlossen, womit ein nach Süden offener Hof mit der historischen Bausubstanz gebildet wurde.
Die bis ins Detail konsequente Gestaltung wirkt identitätsstiftend zwischen historischer Bausubstanz und moderner Architektur wobei die räumlichen Ressourcen mit veränderbaren Nutzungskonzepten für Lernen, Kommunikation und Inspiration in einer entspannten Atmosphäre bestens geeignet sind. Der Hotelneubau mit 40 Zimmern, einem Wellnessbereich, einem Restaurant und einem Lehrhotel für die Touristikschule entspricht mit allen technischen Einrichtungen dem hohen Standard der Gesamtanlage.
Entsprechend dem ganzheitlichen Konzept sind die energieeffizienten Maßnahmen wie eine Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung, eine Fotovoltaikanlage für „Öko"-Strom, besondere Wärmedämmmaßnahmen, Wärmerückgewinnung bei der Lüftungsanlage, Einsatz von Nutzwasser aus dem Brunnen für die WC-Spülung und Gartenbewässerung, Gründächer und eine Regenwasserversickerung in Verwendung.
Preisträger 2009 - STADTwerkeHAUS in Amstetten
Bauherr: Stadtwerke Amstetten
Planer: Architekt Dipl.-Ing. Thomas Wesely, Amstetten
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Das Projekt im Grundriss einer Viertelellipse und außen ohne erkennbare Vorder- oder Rückseite, wird von einer spektakulären Fassade aus einem High-Tech-Vlies mit dem Motiv von Birkenbäumen komplett überspannt. Die ellipsenförmige Fotovoltaik-Anlage ragt weit über das Flachdach hinaus und setzt einen weiteren markanten Akzent. Das Gebäude ist dadurch sowohl ein faszinierendes Objekt an sich, als auch eine gut in den Kontext eingebaute Ergänzung in dem heterogenen Stadtteil mit einfachen Wohnhäusern, Grünflächen und einer Straße mit Kreisverkehr sowie vor allem der bestimmenden Hochtrasse der Eisenbahn.
Durch die Kurven, Aussichten und subtilen geometrischen Verschiebungen fordert der Grundriss zum Bewegen durch die Räume auf und bietet ein Ausmaß an Raffinesse und Komplexität, das über die relativ geringe Größe des Gebäudes hinwegtäuscht.
Die Herausforderung die Büros der Energieabteilung der Stadtwerke mit den Räumen der Bestattung harmonisch und funktionell zu kombinieren, gelingt einerseits durch die gewählte Raumfiguration und deren Anordnung rund um das große, helle Foyer mit Stiegenaufgang sowie andererseits durch eine moderne bis ins Detail gestaltete Innenarchitektur. Die dabei verwendeten Materialien wie Stein. Holz, Lehmputz usw. lassen die Anforderungen an die Nachhaltigkeit erkennen.
Die Wärmedämmungen bis 57 cm Stärke lassen den Heizwärmebedarf auf 20,3 kWh/m² sinken und dadurch die Kategorie A nach den Richtlinien des NÖ Energieausweises für Niedrigenergiehäuser erreichen. Der Anschluss an die Fernwärmeanlage der Stadt, die Erzeugung von Strom über die Fotovoltaik-Anlage und die Verwendung von Energiesparlampen mit technischen Regelungseinrichtungen tragen dazu bei, dass das öffentliche Gebäude in einer perfekten Symbiose zwischen Ökologie und Ökonomie errichtet ist.
Preisträger 2009 - Theater Westliches Weinviertel in Guntersdorf
Bauherr: Verein Theater Westliches Weinviertel
Planer: t-hoch-n Ziviltechniker GmbH, Wien; Architekt DI Gerhard Binder, DI Peter Wiesinger, DI Andreas Pichler
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Die rote Vordachkonstruktion setzt als neues Element und als Gegenpol zum ländlichen Charakter der Streckhöfe entlang der Bundesstraße ein starkes Signal nach außen und weist im inneren als weiter geführte Dachkonstruktion den Weg zum im Original belassenen Theatersaal mit Bühne im Stadl.
Vorbei an Kassa, Bar und Proberaum werden die Besucher durch spannende Außenraumsituationen mit unterschiedlichen Höhen und verglasten Durch- und Einblicken sowie unterschiedlichen Lichteinfallsituationen geführt. In die kleinteilige Struktur wurde eingegriffen, zwar dezent und zurückhaltend, um den Charakter des alten Streckhofes zu erhalten, aber dennoch so stark, dass die Spuren des Umbaus zu erkennen sind.
Die Kommunikation mit dem Publikum wird durch große Öffnungen in die Aufenthaltsräume der Schauspieler ermöglicht. Daraus entsteht eine Interaktion mit den Zuschauern, die weit über die eigentliche Vorstellung hinausreicht.
Der sorgsame Umgang der Planer mit dem Bestand und die konsequente und respektvolle Auseinandersetzung mit der vorhandenen Bausubstanz sind anzuerkennen.
Das Theaterprojekt mit all den Wünschen und Raumvorstellungen konnte durch die starke Identifikation des Vereinsvorstandes und seiner überaus großen Kenntnisse über machbares Theater verwirklicht und mit viel Arrangement betrieben werden. Der daraus entstandene Kulturbeitrag ist daher überaus lobenswert.
Preisträger 2009 - Weinbetriebsgebäude und Wohnhaus Mayr in Dross
Bauherr: Silke Mayr und Walter Buchegger
Planer: Bauatelier Schmelz & Partner, Wösendorf/Wachau, Baumeister Winfried Schmelz, MAS
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Das zur Verfügung stehende Grundstück am Ortsrand entlang einer öffentlichen Straße und in Hanglage war bereits durch einen traditionellen Vorspannhof bebaut und sollte durch ein Einfamilienwohnhaus sowie Betriebsgebäude ergänzt werden. Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und nutzungsorientierten Funktionalität wurden die neuen Gebäude auf zwei Niveaus errichtet. Trotz der Flachdächer fügen sich die neuen Baukörper in die Randbebauung des Ortes ein.
Durch die Verwendung von weinroten Schiffssperrholzplatten und alten aufgeschnittenen Eichen- und Akazienfässern sowie von Natursteinen als Vormauerung werden zusätzliche Akzente einer gelungenen Komposition von Alt und Neu gesetzt.
Im Inneren des Wohnhauses sind die Wohnbereiche in zwei Geschoße aufgeteilt, wobei im Erdgeschoß die große Wohnhalle mit Küche und zusätzliche Nebenräume angeordnet sind und das Obergeschoß mit Elternschlaf- und Kinderzimmer sowie allen Nebenräumen über die offene Stiege erreicht werden können. Die durch Wohngebäude und Bürogebäude begrenzte Hofterrasse ermöglicht ein windgeschütztes Wohnen im Freien.
Das zweigeschossige Betriebsgebäude ist in jedem Geschoß direkt vom angrenzenden Gelände befahrbar. Die Räume sind derart aneinandergereiht und ausgestattet, dass eine optimale Arbeitsfolge von der Traubenanlieferung über das Keltern und Füllung bis zur Auslieferung gegeben ist.
Durch die ökologische und nachhaltige Bauweise konnte vor allem im Bereich des Wohnhauses die Anforderungen für Niedrigenergiehäuser nach den Richtlinien des NÖ Energieausweises erfüllt werden.
Preisträger 2010 - Arnulf Rainer Museum in Baden
Bauherr: Stadtgemeinde Baden
Planer: lottersberger-messner-dumpelnik, Architekt DI Richard Messner, Wien
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Beim Umbau zu einem zeitgenössischen Museum wurde vor allem auf das Spannungsfeld zwischen Architektur und Kunst geachtet, wobei respektvoll mit der historischen Bausubstanz umgegangen wurde.
Bereits im 14. Jahrhundert wurde das Frauenbad zum ersten Mal urkundlich erwähnt und nach einem Brand 1821 wieder hergestellt. Umbauten in den Jahren 1876 bis 1878 prägten das klassizistische Erscheinungsbild des Bades, wobei 1977 das Frauenbad als überregionales Ausstellungszentrum genutzt und bereits in diesem Jahr eine große Arnulf Rainer - Retrospektive gezeigt wurde.
Gut dreißig Jahre später wurde nach architektonischer Umgestaltung das Frauenbad nunmehr Rainers Museum.
Die Verwendung der funktionellen Bausubstanz, deren originalen Tonnengewölbe, Schwimmbecken, Marmortäfelungen und ehemaligen kleinen Umkleideräumen (Kabanen) bilden mit den sensibel ergänzenden neuen Bauelementen jenen zurückhaltenden Hintergrund, um das konzentriert - fokussierende Schauen der Meisterwerke Rainers zu gewährleisten.
Alle Möbel und alle neu geschaffenen betretbaren Ebenen wurden in silbergrauem Eichenholz ausgeführt und in den weiß gefärbten Räumen wurde ein einfärbiger Terrazzoboden hergestellt. Alle licht- und sicherheitstechnischen Einrichtungen sind in frei spannenden Aluminiumträgern integriert, ohne den Raumeindruck wesentlich zu stören.
Durch die zurückhaltende Gestaltung des Museums kann in singulärer, kontinuierlicher und prägnanter Weise einem breiten Publikum ein spannender Einblick in das umfangreiche Oeuvre Rainers übermittelt werden.
Preisträger 2010 - Einfamilienhaus Aichinger in Stadt Haag
Bauherr: Mag. Elisabeth Halbmayr und Dr. Johann Aichinger
Planer: Architektur & Energie Jordan, BM Ing. Ernst M. Jordan MAS, St.Valentin
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Das erhaltenswerte Gebäude im Grünland, weit außerhalb der Stadt Haag, ist mit bewusst traditionellen Formen, Materialien und Elementen der Region sowie zusätzlich geeigneter neuen Baukonstruktionen errichtet. Ein Satteldach, verputzte massive Ziegelwände, Holzverkleidungen, gut proportionierte Fenster- und Türöffnungen lassen einen Bau entstehen, der sich authentisch in die Landschaft einfügt.
Als wesentliche Entwurfsziele sind die zeitgemäßen und in der Ausführung qualitativ hochwertigen, barrierefreien Wohnräume für flexible Nutzungen zu erkennen. Einschließlich der hoch wärmegedämmtem Gebäudehülle, der natürlichen Baustoffe, der energieeffizienten Gebäudetechnik, der Einhaltung ökonomischer Vorgaben und der niedrigen Betriebs- und Unterhaltskosten werden die Anforderungen an die Nachhaltigkeit des Gebäudes erfüllt.
Zusätzlich bietet der umgebende Baumbestand natürlich beschattete Außenräume und verhindert zuverlässig sommerliche Überwärmung.
„Ein Gebäude sollte mit Leichtigkeit aus seinem Baugrund erwachsen und in Einklang mit der Umgebung und seiner Bewohner sein" - dieser Leitsatz Frank Lloyd Wrights, ist beim gegenständlichen Um- und Zubau in vorbildlicher Weise zu erkennen.
Preisträger 2010 - Einfamilienhaus Schüler in Katzelsdorf
Bauherr: Alexandra, MAS und Ing. Constantin Schüler
Planer: kaltenbacher ARCHITEKTUR zt-gmbh, DI Franz Kaltenbacher, Ing. Roland Pöltl, Scheiblingkirchen
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In einer strengen Formensprache und dennoch unprätentiös und elegant zugleich fügt sich das Einfamilienhaus in den steilen Hang. Bei der Verwendung von traditionellen Bauformen bei der Dachgestaltung des Straßentraktes im Gegensatz zum Flachdach beim Gartentrakt wird ein harmonisches Einfügen in die Bausubstanz der Umgebung erreicht, ohne dabei die Eigenständigkeit zu verlieren.
Außen und Innen ist die Gestaltung in stimmiger Einheit zu erkennen, so dass der äußere Lebensraum nicht irgendwie am Rand der Terrasse oder am Zaun endet, sondern der Wohnbereich durch den intimen Innenhof und durch die bepflanzten Gartenflächen erweitert wird.
Im Inneren überrascht die Offenheit, Großzügigkeit und die Transparenz der Räume mit klug organisierten Grundrissen und bieten den Bewohnern eine großzügige Nutzungsvielfalt. Leider fehlen bauliche Vorkehrungen zum Einbau eines Aufzugs, um die Geschoße nachträglich barrierefrei zu erreichen.
Die kompakte Anordnung des Wohngebäudes sowie die energetischen Wand- und Deckenkonstruktionen ermöglichen einen Niedrigenergiestandard, wobei die Beheizung und die Warmwasseraufbereitung durch eine Wärmepumpe mit Erdkollektoren sichergestellt wird.
Die ausdrucksstarke Gestaltung die ihre Linienführung ebenso kennzeichnet wie die engen Wechselwirkungen zwischen innen und außen, strahlen Ruhe und Harmonie aus. Die handwerklich perfekte und materialgerechte Ausführung aller Bauteile ergänzt diesen Gesamteindruck.
Preisträger 2010 - NÖ Landeskindergarten in Pyhra
Bauherr: Marktgemeinde Pyhra
Planer: Architekt DI Christian Mang, Krems
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Der in Terrakotta gefärbte, teilweise mit schrägen Fassaden und mit dynamisch geformten Fensterflächen monolithisch gestaltete Baukörper schmiegt sich am Ortsrand erdgeschoßhoch an den leicht nach Süden geneigten Hang. Dabei fügt er sich harmonisch in die vorhandene Baustruktur sowie in die charakteristischen Formen der umgebenden Landschaft ein.
Von einer gegenüber dem Straßenniveau tiefer gelegten Erschließungs-zone ist der Zugang im Freien über eine Rampe oder eine gedeckte Stufenanlage barrierefrei gestaltet.
Der klar strukturierte Grundriss mit einem durchgehenden und über Dach belichteten Hauptgang erleichtert die Orientierung zu den fünf nach Süden ausgerichteten Gruppenräumen mit den jeweils zugeordneten Nebenräumen wie Garderobenräume, Sanitärräume und Abstellräume. Vor den Ganzglaskonstruktionen der Gruppenräume sind im Freien überdeckte breite Terrassenflächen hergestellt, die ein Benützen bei Schlechtwetter erlauben.
Der zum Gang offene Mehrzwecksaal und die Räume für die Verwaltung und das Personal sind nach Norden orientiert, während der Bewegungs-raum durch Fensteröffnungen in der Westfassade belichtet wird.
Der Innenraum ist mittels verputzter und teilweise in Volltonfarben gehaltener Wandflächen, mit sandgestrahlten Sichtbetonflächen und Birkenholzpaneelen gestaltet.
Das nutzungsgerechte in Massivbauweise und wärmegedämmte Gebäude ist mit einer Fußbodenheizung, mit Fernwärmeanschluss und einer Be- und Entlüftung der hergestellt, um den Anforderungen der Nachhaltigkeit zu erfüllen.
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Preisträger 2010 - NÖ Landeskindergarten 1 in Purkersdorf
Planer: Hermann & Valentiny und Partner , Wien
Bauherr: WIPUR Wirtschaftsbetriebe der Stadt Purkersdorf
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Nach Eintritt in den kreisrunden Eingangszylinder von der höher gelegenen Wintergasse gelangt man über Stufen oder über einen Aufzug barrierefrei in die darunter liegende Eingangshalle des Kindergartens.
Die vorhandene Geländeböschung wird bei der Bebauung genutzt, so dass der elipsoid gebogene Baukörper vom ebenen mit vielfältigen Spielgeräten ausgestalteten Kinderspielplatz erdgeschoßhoch in Erscheinung tritt und sich dem Umgebungsbereich unterordnet.
Die sechs über den Hauptgang zugänglichen Gruppenräume mit je einer Garderobe und den Sanitärräumen sind durch ihre T-förmige
Ausformung und durch ihre Möblierung in einzelne Bereiche gegliedert und ermöglichen eine vielfältige pädagogische Nutzung bei der Kinderbetreuung.
Das zusätzliche Raumangebot umfasst drei Bewegungsräume mit unterschiedlicher Raum- und Belichtungsgestaltung, Räume für die Verwaltung und das Personal, eine Küche sowie einen überdeckten Freiraum.
Die gestalterische Vielfalt der Gruppenräume ist bei der Außenfassade durch den Rhythmus von Glas und geschlossenen Wandteilen zu erkennen, wobei die materialgerechte Bauausführung durch die gekonnte Detailplanung ermöglicht wurde.
Das Gebäude überzeugt nicht nur in der Massstäblichkeit seiner archi-tektonischen Elemente und der Einrichtungen, sondern zusätzlich durch die Verwendung von leuchtenden, warmen Farben.
Die Anforderungen der Nachhaltigkeit werden durch die energetische Konstruktion der Bauteile, der Nutzungseignung und der Lage des Gebäudes nachgewiesen.
Preisträger 2010 - Therapeutische Wohngemeinschaft in Ebenfurth
Bauherr: Sonja und Hermann Radler
Planer: Köb&Pollak Architektur, Sabine POLLAK und Roland KÖB, Wien
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Die geschlossene Bebauungsweise der Umgebung wurde bei der Errichtung des Wohnhauses für die therapeutische Wohngemeinschaft an der Straßenfluchtlinie übernommen, wobei die vorhandene Bauplatztiefe ein zweites Haus in offener Bebauungsweise ermöglichte und dadurch vier Bereiche mit zunehmender Privatheit entstanden sind, die sich in Straßenwohnhaus, Werkhof, Wohnhaus und Wohngarten gliedern.
Die Straßenfassade zeigt sich durch die Proportionen der Öffnungen sowie deren Anordnung zueinander verschlossen, wobei die schwarzen, geschichteten Fassadenschieferplatten und Dachschindelplatten die beabsichtigte Kontrastierung zu den Nachbarhäusern verursachen, ohne das Straßenbild zu stören.
Die unterschiedlichen Fassadenöffnungen in beiden Häusern nehmen grundsätzlich Bezug auf die Raumwidmung und deren Nutzung, wobei die dabei entstehende individuelle Belichtung die Intimität der Räume steigert.
Im vorderen, der Straße zugewandten Wohnhaus sind im 1. Stock fünf Einzelwohnräume und ein Betreuerzimmer sowie die erforderlichen Nebenräume angeordnet, während im Erdgeschoß eine große Gemeinschaftsküche sowie Räume für die Verwaltung errichtet sind. Im zweiten Wohnhaus sind auf drei Geschoßen die Räume der Betreuerfamilie aufgeteilt.
Die stimmige Wohnatmosphäre in beiden Häusern wird durch die Form der Räume und deren Einrichtung sowie durch die warme Farbgebung mit Einbeziehung des befestigten Innenhofes und des gestaltenden Gartens erzielt.
Die Nachhaltigkeit ist durch die Ausführung entsprechend den Richtlinien für Niedrigenergiehäuser gegeben.
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Preisträger 2010 - Weinlandbad in Mistelbach, Kabinentrakt und Haupteingang
Bauherr: Stadtgemeinde Mistelbach
Planer: Architektin DI Christa Prantl und Architekt DI Alexander Runser, Wien
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Entlang der stark befahrenen Einfahrtsstraße setzt der in einem leichten Bogen errichtete zweigeschossige Kabinentrakt mit Haupteingang und der eingeschossige Service-Bauteil des Weinlandbades ein stilvolles Zeichen in einem typischen Gewerbepark, wo sich Fastfoodketten und Baumärkte ausbreiten.
Die unprätentiöse Art des Baus wird durch die graue Farbgebung aller Konstruktionsteile sichtbar und steht in einem starken Kontrast zu den bunt gefärbten aber schwer wirkenden Betriebs- und Verkaufsbauten der Umgebung, wobei die weit auskragenden Dachvorsprünge durch ihre schwebende Leichtigkeit diesen Eindruck verstärken.
Die Gestaltungsvorgaben nach Außen lassen auf die Funktionen des Gebäudes als Haupteingang ins Bad und der Räume für das Umkleiden sowie auf notwendige Personalräume schließen. Es scheint als ob der graue Gebäudebogen in einer umarmenden Geste die bunte, inhomogene Beckenlandschaft umfasst und ihr den notwendigen Rahmen gibt.
Das Gebäude zeichnet sich durch die präzise und materialgerechte Detailplanung und deren Bauausführung aus, so dass kein Zentimeter Holz zuviel bei tragenden Wand- oder Deckenelementen verwendet wurden. Dieses Prinzip wird in konsequenter Weise auch bei den notwendigen Bauteilen aus Stahl oder beim Innenausbau und bei der Einrichtung bzw. Ausstattung des Gebäudes angewandt.
Alle Räume und die Sanitärzonen im Erdgeschoß sind barrierefrei gestaltet wobei auf die erforderliche Intimität und die Nutzungssicherheit in allen Gebäudebereichen, die von den Badbesuchern betreten werden können, geachtet wurde.
Preisträger 2010 - Regionalzentrum und Gebietsvinothek Weritas in Kirchberg am Wagram
Bauherr: Marktgemeinde Kirchberg am Wagram
Planer: gerner°gerner plus , Architekt DI Andreas Gerner ZT GmbH, Wien
Fotos: Foto1, Foto2, Foto3, Foto4, Foto5, Foto6, Foto7, Foto8,Die zuerst sichtbare scharfe Gebäudefrontkante der Vinothek verursacht beim Besucher die volle Aufmerksamkeit. Der leichte Anstieg zur groß angelegten Holzterrasse mit der Sicht über die gesamte Glasfassade und den Blick über die weite Landschaft steigert zusätzlich diesen Eindruck.
Durch die Ausnutzung der prägenden Geländekante fügt sich das zweigeschossige Gebäude mit rund 550 m² Nutzfläche und der nachträglich modellierten Topografie nahtlos in die Landschaft ein, so dass die Glasbox als Merkmal allein zwischen den Bäumen zu erkennen ist.
Direkt von der Terrasse gelangt man in den lichtdurchfluteten und großzügig verglasten Verkostungsraum mit Restaurant, wobei alle angebotenen Weine in einer Vitrine an der Rückwand ausgestellt sind.
Einen Stock tiefer sind der klimatisierte Weinlagerraum sowie der teilbare Mehrzwecksaal mit raumhohen Glaswänden angeordnet. Die erforderlichen Nebenräume ergänzen das Raumprogramm und sind wie alle anderen Räume barrierefrei begehbar.
Die Nutzung der Erdwärme wird durch die Hanglage begünstig und ermöglicht für das gesamte Haus einen Niedrigenergie-Standard, so dass die erdberührten Räume im Sommer angenehm kühl bleiben und den Klimatisierungsaufwand senken.
Die Nachhaltigkeit des Gebäudes ist auf Grund seiner Lage im Umgebungsbereich, seiner konstruktiven und architektonischen Gestaltung, seiner energetischen Konstruktion und nicht zuletzt seiner Nutzungseignung nachgewiesen.
Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung allgemeiner Baudienst
Alexander Grinzinger E-Mail: alexander.grinzinger@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-16223, Fax: 02742/9005-14670
3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 13

